Cotton made in Africa
Der sparsame Umgang mit Pestiziden, effiziente und ressourcenschonende Anbaumethoden, höhere Ernteerträge, und damit verbunden mehr Geld und Bildung für die Baumwoll-Bauern und ihre Familien– das sind die Ziele der Initiative Cotton made in Africa.
Über eine Million T-Shirts, Tuniken und andere Textilien hat Tchibo bereits aus der Cotton made in Africa Baumwolle gefertigt. Seit Anfang des Jahres tragen Produkte in drei bis vier Phasen pro Jahr das Label der Initiative.
Effizienter Einsatz von Kunstdünger und Pflanzenschutzmitteln, höhere Ernteerträge und am Ende mehr Geld für die Bauern: So das Versprechen von Cotton made in Africa. Ins Leben gerufen durch die von Dr. Michael Otto begründete Stiftung „Aid by Trade Foundation“, soll sich die Initiative auch um die Förderung des Schulbesuchs in den am Programm beteiligten Ländern kümmern. Alle Bauern, die bei Cotton made in Africa mitmachen, sollen in die Lage versetzt werden, ihren Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen.
Geschäfte miteinander zu betreiben...
… und so einen „Austausch zwischen Gleichen“ zu erreichen, das sei viel sinnvoller als weiter Entwicklungshilfegelder im klassischen Sinne zu bezahlen, sagt James Shikwati, Direktor der Nichtregierungsorganisation Inter Region Economic Network (IREN) in Kenia.
In diesem Sinne arbeitet die Aid by Trade Foundation. Die geschaffene „Win Win“ Situation bringe allen etwas, so Tchibo Umwelt Manager Stefan Dierks. „Die Unternehmen profitieren von der nachhaltigeren Bewirtschaftung und damit langfristigen Rohstoffsicherung, die Bauern ohnehin, aber auch die Umwelt und vor allem unsere Kundinnen und Kunden, die mit gutem Gefühl trendige Mode tragen können.“
Cotton made in Africa liefert Antworten
In vielen Baumwollanbaugebieten in Subsahara-Afrika fehlt den Bauern häufig Knowhow für einen nachhaltigen Baumwollanbau, was Böden, Grundwasser und die Gesundheit der Menschen vor Ort häufig stark beeinträchtigt. Durch die Schulungen der Stiftung Aid by Trade lernen die Bauern den umwelt- und gesundheitsschonenden Umgang mit Pestiziden und Düngemitteln sowie die effiziente Nutzung des zur Verfügung stehenden Regenwassers. Mit diesen und anderen Maßnahmen können sie Erträge und Qualität der von ihnen produzierten Baumwolle steigern. Ein großes Netzwerk von Firmen wie Tchibo, die Otto Group, Tom Tailor, Rewe, Puma, S.Oliver, Peek & Cloppenburg, Mustang und Anson’s, aber auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Nichtregierungsorganisationen wie Naturschutzbund (NABU), die Welthungerhilfe und der WWF, sorgen für ein starkes Markenversprechen und eine funktionierende Wertschöpfungskette
Prominente Unterstützung: Bill & Melinda Gates Stiftung
Derzeit ist „Cotton made in Africa“ in vier afrikanischen Ländern aktiv: Burkina Faso, Benin, Sambia und Mozambique. Dort leben insgesamt 52 Millionen Menschen, sie gehören zu den ärmsten Völkern der Welt. Im Schnitt verdient ein Einwohner zwischen 1 und 2 Euro am Tag. Viele Menschen sind Analphabeten. An der Initiative Cotton made in Africa beteiligen sich derzeit rund 150.000 Kleinbauern, inklusive Familienmitgliedern macht das rund eine Million Menschen. Seit Ende 2008 unterstützt auch die Bill & Melinda Gates Stiftung Cotton made in Africa mit 24 Millionen US-Dollar. Damit kann die Arbeit der Initiative mit Malawi und der Elfenbeinküste auf sechs Länder ausgeweitet werden.
Sicheres Einkommen, höhere Ernte
Die Bauern erhalten bereits kurz nach Ablieferung der Ernte ihr Geld. Die Erntemenge der durch Cotton made in Africa geschulten Bauern stieg in Sambia um bis zu 150%. Dadurch konnten die Einnahmen in Sambia um über 80% gesteigert werden. Durch das regelmäßige Einkommen können die Lebensbedingungen ihrer Familien langfristig deutlich verbessert werden.
Tchibo ist größter Abnehmer der Cotton made in Africa Baumwolle. In diesem Jahr orderte Tchibo mehr als zwei Millionen Textilien aus CmiA Und es sollen stetig mehr werden. Die Ziele der Aid by Trade Foundation deckten sich in besonderer Weise mit den Interessen von Tchibo, so Hamid Dastmalchian, Director Consumer Goods, bei Tchibo: „Wir halten den Ansatz „Hilfe durch Handel“ entwicklungspolitisch für besonders wertvoll, weil er Handel gleichberechtigter Partner ermöglicht. Als Alternative zu Spenden werden Kunden diesen Ansatz indirekter Hilfe auch auf lange Sicht mitgestalten können.“

