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WDR Beitrag „Markt-Scanner: Bitterer Kaffee"

Tchibo lehnt Kinderarbeit ab

Unter der Rubrik „Markt-Scanner: Bitterer Kaffee“ wurde in einem TV-Beitrag der Sendung „Markt“ des WDR am 7.2. auf schlechte Arbeitsbedingungen wie Kinderarbeit bei der Kaffeeernte hingewiesen und Kunden dazu aufgerufen ihre Kaffeeeinkaufgewohnheiten zu überprüfen. Der Beitrag unterstellt der deutschen Kaffeewirtschaft insgesamt und auch Tchibo, dass zu wenig gegen schlechte Arbeitsbedingungen und speziell Kinderarbeit unternommen wird.


Generell ist es unser Anliegen die Bedingungen langfristig zu verbessern. Anders als im Beitrag dargestellt ist dies den Unternehmen selbst allein nicht möglich. Eine Vor-Ort-Expertise durch die NGOs ist notwendig um lokal an Ort und Stelle für Veränderungen zu sorgen und langfristig die Strukturen zu ändern. Dieses Engagement hat durchaus vorzeigbare Erfolge.


Trotz intensiver internationaler Bemühungen ist Kinderarbeit, insbesondere in der Landwirtschaft von Entwicklungsländern, nach wie vor ein Problem. Da gibt es nichts zu beschönigen. Und: Kein Kaffeeröster weltweit kann derzeit garantieren, dass in seiner Lieferkette Kinderarbeit ausgeschlossen ist. Auch wir nicht.


Was wir garantieren können ist, dass wir uns bereits heute zusammen mit unseren Partnern wie z.B. Rainforest Alliance, Fairtrade und den hinter dem Bio-Siegel stehenden Organisationen international für einen sozial- und umweltverträglichen Kaffeeanbau einsetzen. Im Sozialbereich gehören hierzu mindestens alle Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) einschließlich fairer Bezahlung und Verbot von Kinderarbeit. Dieses Engagement spiegelt sich auch in unserem Sortiment wider. Über 50% des in Deutschland verkauften nachhaltig gesiegelten Kaffees stammen von Tchibo. Hier setzen wir vor allem auf unsere Partner wie Fairtrade oder Rainforest Alliance.

In aller Deutlichkeit: Tchibo lehnt Kinderarbeit ab und setzt sich für deren Abschaffung ein. Kinder sollen zur Schule gehen, spielen und nicht arbeiten. Nur dadurch lässt sich der leider nach wie vor in Teilen bestehende Kreislauf von mangelnder Ausbildung und Armut in Entwicklungsländern langfristig durchbrechen. Dabei kommt es darauf an, dass alle Beteiligten zusammenarbeiten, also Unternehmen, Organisationen und Regierungen.


Hintergrundinformation:

Die Kinder leben in der Regel gemeinsam mit ihren Eltern auf den Farmen und helfen ihren Eltern insbesondere in der Erntezeit. Häufig fällt die Erntezeit ganz oder teilweise mit den Schulferien zusammen. Diese Erntehilfe wird als „leichte Form der Kinderarbeit“ altersabhängig und mit Rücksichtnahme auf den Entwicklungsstand der betroffenen Länder von Gesetzgebern und internationalen Entwicklungs- und Standardorganisationen toleriert. Voraussetzung dafür ist, dass die Beschulung der Kinder nicht beeinträchtigt wird und dass weder schwere noch gefährliche Arbeiten durchgeführt werden.


Die Abschaffung aller Formen von Kinderarbeit hat nur dann eine Chance, wenn die Eltern ihre Kinder auch zur Schule schicken (können) und in unterrichtsfreien Zeiten ein altersgerechtes Betreuungsangebot für ihre Kinder zur Verfügung steht. Das ist nicht immer gegeben, da zum Teil die Infrastruktur fehlt.

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