Schuhe, Bademoden, Frühstücksgeschirr und Stereoanlagen: Tchibo entwickelt rund 2.000 Produkte pro Jahr. Präsentiert werden diese Artikel in wöchentlich wechselnden Themenwelten.
Für die Produktidee, ihre Planung und Umsetzung ist bei Tchibo ein Team aus Produktmanagern, Einkäufern, Vermarktungsexperten und Qualitätsentwicklern verantwortlich. Diese sind jeweils Experten in ihrem Fachgebiet. So gibt es beispielsweise ein Team für die Bereiche „Bad&Wohnen“, „Damenbekleidung und Accessoires“ sowie „Kinder&Outdoor“ – um nur einige zu nennen.


Produktmanagement:

Produktmanager sind ständig auf der Suche nach neuen Inspirationen. Sie gehen dabei systematisch vor: Zunächst ergründen sie die sogenannten Megatrends. Wird das kommende Jahr im Zeichen von Cocooning stehen? Sprich, machen es sich die Menschen zu Hause gemütlich? Oder werden sie viel in der Natur unterwegs sein? Reisen sie im eigenen Land oder in die Ferne? Diese übergreifenden Trends gilt es für die Bereiche Mode, Möbel, Reisen und Dienstleistungen zu ermitteln. Ein Produktmanager arbeitet also immer auch als Trendscout.

Auf Messen informiert sich der Produktmanager über kommende Farbthemen, Formen und Schnitte, Materialien und Sortimentstrends. In sogenannten Mood Boards fasst er schließlich seine Themen zusammen (z.B. Denim, Leinen, Natur). Diese Moodboards dienen als Basis für die folgende Entwicklungsarbeit an den Sortimenten.

Je nach Bereich reist der Produktmanager zum Storecheck in die für ihn relevanten Städte. Wer etwa für Damen Mode und Wäsche verantwortlich ist, reist nach Paris, Rom oder Mailand, wer junge Mode entwirft, lässt sich in London, Amsterdam und Kopenhagen inspirieren. Produktmanager informieren sich in den Trendmetropolen über Farben, Silhouetten und Styles, sowie Mode-, Technik- und Wohntrends.

Was gefällt nun unseren Kunden? Im Praxistest stellt der Produktmanager auch einmal Prototypen für neue Zahnputzbecher ins eigene Bad, trägt einen Schal zur Probe und strapaziert Koffer, wie Reisetaschen auf seinen Reisen. In der Regel verantwortet ein Produktmanager übrigens eine oder mehrere Warengruppen, und damit zum Teil ganze Wochenwelten.
Ist schließlich die Entscheidung für ein Produkt, das verwendete Material und die Designrichtlinie getroffen, werden die einzelnen Produktmerkmale mit dem Qualitätsmanagement festgelegt. Passform, Verarbeitung, Alltagstauglichkeit und die Anforderungen an das Material sind dabei wichtige Qualitätskriterien.


Einkauf:

Welcher Lieferant soll nun den Artikel, den Schal etwa, produzieren? Die Stoffqualität muss stimmen, der Preis natürlich auch, und die Einhaltung der Lieferfristen sollte gewährleistet sein. Bevor der Einkauf in die „heiße Phase“ geht, sucht der Einkäufer den jeweils besten Lieferanten für das jeweilige Produkt. Um einen geeigneten Partner zu finden, müssen zunächst alle Artikelmerkmale festgelegt und detailliert beschrieben werden. Außerdem werden die einzelnen Produkteigenschaften wie etwa Material, Form, oder Verarbeitung gemeinsam mit Produkt- und vom Qualitätsmanagement festgelegt. Der Bereich Einkauf greift dabei auf ein globales Netz von Zulieferern und Herstellern zurück. Denn um einem stimmigen Preis-Leistungs-Verhältnis gerecht zu werden, arbeitet Tchibo mit zahlreichen Produzenten weltweit zusammen und hat sogar ein eigenes Einkaufsbüro in Hongkong. Schließlich sind Lieferanten oft sehr spezialisiert: Manche stellen nur Glas-, andere nur Metall- oder Kunststoffprodukte her.

Vor der endgültigen Auswahl des Lieferanten stellt uns dieser Muster des jeweiligen Artikel zur Verfügung. Erst wenn sämtliche Anforderungen erfüllt sind, kommt es zu einem Vertragsabschluss. Tchibo beauftragt für die Produktherstellung ausschließlich Lieferanten, die nach unseren Qualitätsstandards arbeiten – auch im Hinblick auf die sozialen und ökologischen Standards.

Nachdem wir uns für einen Lieferanten entschieden haben, werden innerhalb des Prozesses immer wieder Änderungen oder Nacharbeiten umgesetzt. So wird zum Beispiel bei Textilprodukten die Passform stetig verbessert, bei Elektronikartikeln die Funktionalität überprüft. Regelmäßiges Überprüfen des Fertigungsprozesses – ob anhand von Produktmustern oder vor Ort in den Produktionsstätten – ist für Tchibo ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätssicherung. Wie gut ist die Verarbeitung der Nähte, leuchtet der Funkwecker nachts zu blau, wie klingt die Stereoanlage?

Sind alle Vorgaben erfüllt, erfolgt die Freigabe für die Produktion in größerer Menge. Je nach Produkt ist Tchibo wochenweise Marktführer für die entsprechenden Artikel. Darüber hinaus ist Tchibo größter Abnehmer der „Cotton made in Africa“ Baumwollprodukte.


Qualitätssicherung:

Nachdem die Entscheidung für einen Lieferanten gefallen ist, haben unsere Qualitätsprüfer weiterhin alle Hände voll zu tun. Denn: Regelmäßiges Überprüfen des Fertigungsprozesses – ob anhand von Produktmustern oder vor Ort in den Produktionsstätten – ist  für Tchibo ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätssicherung. Sind die ersten Muster des Produktes vom Lieferanten eingetroffen, haben unsere Qualitätsprüfer alle Hände voll zu tun. Den Prüfern stehen bei Tchibo zehn interne Prüfräume zur Verfügung. Hier wird gewaschen, gebügelt, zersägt und zerschmissen. Auch die Größensätze nehmen die Qualitätsprüfer mit Hilfe von Hausmodels in Augenschein: Stimmen Passform und Tragegefühl? Entsprechen die Muster nicht den Vorstellungen der Qualitätsprüfer, bekommen die Lieferanten Vorgaben zur Optimierung an die Hand gegeben.

Wenn das Produkt unseren Anforderungen entspricht, prüfen zusätzlich  akkreditierte externe Institute sicherheitsrelevante Funktionen. Tchibo arbeitet derzeit mit 20 unabhängigen Prüfinstituten zusammen. Tchibo arbeitet derzeit mit 20 unabhängigen Prüfinstituten zusammen. Diese testen die Produktmuster unter anderem auf Schadstoffe.

Jede Stufe des Qualitätsprozesses spiegelt die hohen Anforderungen wieder, die Tchibo an Sicherheit, Funktionalität, Materialverarbeitung und Langlebigkeit der Produkte stellt. Das TCM Siegel vergeben wir nur, wenn von mindestens einem unabhängigen Prüfinstitut das Produkt auf Sicherheit und Schadstoffe geprüft wurde und sämtliche Qualitätskriterien erfüllt sind.

Mehr Informationen finden Sie unter www.tchibo-qualitaet.de.


Vermarktung:

Die Vermarktung erfolgt in vier Schritten. Zunächst wird die Konzeption einer Wochenphase erstellt. Ausgehend vom Sortimentsbriefing des Produktmanagements inklusive der definierten Highlight-Produkte legen die Vermarkter die Kernaussage der Phase und die Grundelemente der Vermarktung (u.a. Motto, Key Visual, Fotografie, Modelle) in Wort und Bild fest. Mit diesem Schritt werden also die „Gene“ der Vermarktung gelegt, an die sich im weiteren Verlauf alle Beteiligten zu halten haben.
Im Anschluss erfolgt die Verpackungsgestaltung. Für jedes einzelne Produkt müssen die wichtigsten Leistungsmerkmale definiert und zu vermarktungsrelevanten Aussagen verdichtet werden. Auf dieser Basis werden die für die Darstellung der oftmals komplexen Produktmehrwerte notwendigen Fotos, Texte und Illustrationen erstellt. Das ist nicht immer einfach, denn in wenigen Zeilen und mit aussagekräftigen Fotos muss für den Kunden der Mehrwert des Produktes spontan erkenntlich sein. Bei 2000 Hauptverkäufen und 1500 Testverkäufen pro Jahr stellt das Woche für Woche eine immense Herausforderung dar. Im dritten Schritt erstellen die Vermarkter die Konzeption des Verkaufsmagazins. Im sogenannten Heftaufriss legen sie die Optik fest, definieren die Seitenanzahl des Magazins und platzieren die Produkte. Auf Grundlage der Briefings des Produktmanagements bereiten die Marketing Fachleute auch die Produkt-Shootings vor. Soweit möglich werden die Themenwelten in Hamburg fotografiert. Jedes Magazin erscheint übrigens in verschiedenen, vertriebsoptimierten Versionen: als Filialmagazin, Bestellmagazin und Produktkatalog für den Lebensmittelhandel. In Anlehnung an die zentrale Magazinoptik wird auch der Internetauftritt gestaltet.

Und schließlich folgen auch unsere TV Spots der Master Vermarktung. Sie fokussieren in besonderem Maße die Highlight-Produkte für eine aussagekräftige Phasenbotschaft und den immer neuen Beweis: Das gibt es nur bei Tchibo.


Schaufensterdekorateure - Displaygestalter:

Zehn Wochen vor dem Hauptverkauf setzen Displaygestalter in der Hamburger Zentrale die Schaufenster der geplanten Themenwelten in Szene. Um sicher zu gehen, dass diese Gestaltung auch 1:1 in den Filialen umgesetzt wird, dienen Fotos und Videos den Filialmitarbeiterinnen als anschauliche Anleitung. Das Magazin dient dem Displaygestalter als Leitfaden: Aus dem Titelbild leitet er das Stimmungsmotiv für das Schaufenster ab.