Podcast

#146: Wir sind Robin Hood

Was wäre, wenn jeder Einkauf ein Stimmzettel wäre — für die Wirtschaft, in der wir morgen leben wollen? Genau das ist die Idee hinter Wir sind Robin Hood: ein Modelabel, das 100 % seiner Gewinne ans Gemeinwohl weitergibt. Nicht ein Teil. Alles. So steht es in der Satzung. Und die Community entscheidet mit, wohin das Geld fließt. In dieser Folge von 5 Tassen täglich spricht Moderator Ralf Podszus mit Ann-Kathrin Kurz, zuständig für Kooperationen bei Tchibo, und Daniel de Juan de los Santos, Gründer und CEO von Wir sind Robin Hood.


Wer oder was ist Robin Hood?

Ihr alle kennt Robin Hood aus eurer Kindheit. Er stammt aus Sagen des mittelalterlichen Englands und entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte vom gefährlichen Wegelagerer zum "edlen Räuber". Sein Motto lautet "Von den Reichen stehlen und den Armen geben" und viele seiner Geschichten handeln davon, wie er seinen Widersacher Prinz John bestiehlt, um das Geld den armen Menschen zukommen zu lassen.

So ähnlich hat sich Daniel de Juan de los Santos sein Geschäftsmodell überlegt.


„Warum gibt es GmbHs, die die ganzen Gewinne privatisieren? Und warum sind Stiftungen darauf angewiesen, auf Philanthropen oder Spenden? Warum kann nicht wirtschaften, Gewinne erzielen und sich so verhalten, wie eine Stiftung, so dass die Gewinne dem Gemeinwohl dienen? Und dieses neue Modell, dieses neue Wirtschaften, wollen wir mit Wir sind Robin Hood beweisen.“
– Daniel de Juan de los Santos


Was steckt hinter Wir sind Robin Hood?

Wir Sind Robin Hood ist ein Shop, dessen Konzept darin besteht, dass 100% der Gewinne zurück in die Gemeinschaft gehen. Die Wir Sind Robin Hood Community darf dabei mitbestimmen, welche Projekte durch den Gewinn gefördert werden sollen.

Für die neue Impact-Kollektion All in for Water, erhältlich bis Ende des Jahres bei Tchibo, fließen alle Gewinne direkt an Viva con Agua, einen gemeinnützigen Verein, der weltweit den Zugang zu sauberem Trinkwasser verbessert. Jeder Euro landet in konkreten Wasserprojekten.

Tchibo macht die Kollektion sichtbar, im Onlineshop, auf allen Kanälen, für eine breite Kundschaft. Und stellt dabei eine einfache Frage: Kann Konsum auch etwas zurückgeben?


Wusstest du schon?

Ein einziges T-Shirt verbraucht rund 2.700 Liter Wasser in der Produktion. Das entspricht dem Trinkwasserbedarf eines Erwachsenen für zwei bis zweieinhalb Jahre.


Ganz ohne Gewinne - wie kann das funktionieren?

Wir sind Robin Hood ist eine GmbH und wirtschaftet auch so. Sie bilden Rücklagen für schwierige Zeiten und Investitionen und decken auch ihre Kosten, wie etwa Mitarbeitende und Produktionskosten.

Mit dem Gewinn, der danach übrig bleibt, agieren sie wie eine Stiftung und geben ihn an verschiedene Projekte.

Jedes T-Shirt von Wir Sind Robin Hood wird übrigens erst produziert, nachdem es bestellt wurde, um Überproduktion entgegenzuwirken.


„Bei der Kooperation stehen nicht nur die Produkte im Mittelpunkt. Es geht auch um die Mission und um die gemeinsame Wirkung, die wir alle zusammen haben können und dass wirklich Tchibo Kundinnen teilnehmen können und dabei sein können bei etwas ganz Großem, nämlich weltweit für sauberes Trinkwasser zu sorgen.“
– Ann-Kathrin Kurz


Wie kam es zur Kooperation mit Tchibo und was ist drin?

Tchibo wählt Kooperationspartner nach Sortiment, Optik, Haltung und ob man die Geschichte gemeinsam erzählen kann aus. Auch sollen immer neue Produkte gefunden werden, die Kundinnen von Tchibo überraschen. Da passt Wir Sind Robin Hood perfekt dazu, weshalb die Kooperation zustande gekommen ist.

Die Kollektion All in for Water umfasst T-Shirts, Hoodies, Sweater und Tote Bags für Erwachsene und Kinder. Alle Teile sind in Bio-Qualität, aus langlebigen Materialien, zertifiziert nach GOTS und Fair Trade, hergestellt in Deutschland. Das verbindende Design-Element: ein Herz aus Wassertropfen.

Erhältlich exklusiv bei Tchibo: Kollektion All in for Water

Transkript

Daniel de Juan de los Santos [00:00:04] Es geht nicht darum, jemanden etwas wegzunehmen. Ich bin nicht gegen etwas, sondern ich bin für etwas. Und zwar für eine gerechtere Verteilung. Und daher der Name, Wir sind Robin Hood. Es geht um eine gerechter Verteilung. Und in dem Shop geht es halt darum, dass wir die Gewinne, die wir dort erwirtschaften, zu 100% zurück in die Gemeinschaft geben. Das ist das Prinzip und daher auch der Name.

Ann-Katrin Kurz [00:00:23] Also ich bin 100 Prozent Fan von der Kooperation, weil ich selber dahinter stehe und bei der Kooperation stehen ja eigentlich nicht die Produkte im Mittelpunkt. Es geht vielmehr um die Mission und um die gemeinsame Wirkung, die wir alle zusammen haben können. Und dass wirklich Tchibo-Kundinnen teilnehmen können und dabei sein können bei etwas ganz Großem, nämlich weltweit für sauberes Trinkwasser zu sorgen, das ist in unserem Sortiment relativ unik, würde ich behaupten und etwas, was es sonst so bei Tchibo nicht gibt.

Station Voice [00:00:58] 5 Tassen täglich, der Tchibo Podcast.

Ralf Podszus [00:01:07] Kaffewissen, Nachhaltigkeit und Einblicke hinter die Kulissen von Tchibo, das gibt es seit über sechs Jahren bei diesem Podcast. Wir sprechen heute über Robin Hood, Viva Con Aqua, Tchibo-Kooperation und eine interessante Kollektion. Stellt euch mal vor, ihr kauft ein T-Shirt und dieser Kauf versorgt dann Menschen in Uganda mit sauberem Trinkwasser. Ja, das klingt nach einer dieser Marketingversprechen, bei denen man lieber zweimal nachfragt. So nach dem Motto: Trink ´ne Kiste Bier und der Regenwald ist gerettet. So typisches Greenwashing. Ich frag heute mal genau nach, und zwar bei zwei Menschen, die das gerade gemeinsam umsetzen. Also T-Shirt kaufen und Menschen in Uganda mit sauberem Trinkwasser unterstützen. Das Modell, um das es in der heutigen Podcastfolge geht, das hab ich so in der Art noch nicht gekannt. Also check ich mal aus. Transparent mit echten Zahlen. Ich bin Ralf Podszus und meine Gäste sind Ann-Kathrin Kurz, Kurz AKK oder Anka. Sie ist bei Tchibo verantwortlich für Kooperationen und hat eine interessante Partnerschaft mit auf den Weg gebracht. Und dann ist bei mir noch Daniel de Juan de los Santos. Und er ist der Gründer und CEO von Wir sind Robin Hood. Klingt nach Diebstahl bei den Reichen und Verteilung bei den Armen. Gleich erfahren wir mehr. - Moin ihr beiden, schön, dass ihr da seid.

Ann-Katrin Kurz  [00:02:31] Hallo, schön, dass wir da sein können.

Daniel de Juan de los Santos [00:02:33] Hallo, ich freue mich auch.

Ralf Podszus [00:02:35] Welchen Kaffee mögt ihr trinken? Anka, Cappuccino oder Chai?

Ann-Katrin Kurz [00:02:38] Ich bin auf jeden Fall Team Cappucino.

Ralf Podszus [00:02:41] Chai passt besser zu dir, Daniel, oder?

Daniel de Juan de los Santos [00:02:43] Genau, ich bin Team Chai. Das ist mein Getränk, lieblings Getränke.

Ralf Podszus [00:02:47] Chai und Meditation sind dein Morgenritual, habe ich gehört.

Daniel de Juan de los Santos [00:02:51] Das stimmt. Ich beginne meinen Tag mit viel Ruhe, indem ich mich hinsetze, meditiere und danach meinen Chai trinke. Und dann erst beginnt quasi mein richtiger Arbeitstag.

Ralf Podszus [00:03:02] Und damit du die Zeit dafür hast, mit der Ruhe am Morgen, das haben viele ja gerade gar nicht, musst du wann und wo wie früh aufstehen?

Daniel de Juan de los Santos [00:03:08] Ich stehe immer so auf, dass ich genügend Zeit habe vorher eine Stunde zu meditieren. So wie ich mir immer die Zeit nehme meine Zähne zu putzen, das plane ich auch immer ein, egal wann ich aufstehe, egal wann der Tag losgeht, so mache ich es mit dem Meditieren auch - nur halt eine Stunde früher.

Ralf Podszus [00:03:22] Anka, dein Morgenritual hat mit Meditation mal so gar nichts zu tun. Du hast zwei kleine Kinder. Das klappt nicht mit Meditieren, ne?

Ann-Katrin Kurz [00:03:29] (lacht) Nee, es ist eigentlich das komplette Gegenteil. Also morgens ist der Fokus natürlich komplett bei den Kids und dann so ab 9 Uhr bin ich dann im Fokus. Dann geht der Tag los.

Ralf Podszus [00:03:39] Und Daniel, du hast 100% spanisches Blut in dir, ich sage nur: Daniel de Juan de Los Santos... In wie weit wird das entfeuert in Bielefeld?

Daniel de Juan de los Santos [00:03:49] Oh, eine gute Frage. Also ja, meine Eltern kommen aus Spanien. Ich bin hier aufgewachsen. Ich liebe beide Länder und verbinde beide Länder. Wenn ich hier in Bielefeld bin, nenne mich die Freunde der Spanier. Wenn in Spanie bin, nennt mich dort die Familie, der Deutsche.

Ralf Podszus [00:04:04] Ich habe eben verraten, dass du gerne morgens meditierst, Daniel, und dein Frühstück, das ist auch interessant, Chai und Chamon Iberico, also dieser weltberühmte, luftgetrocknete Schinken aus Spanien, von iberischen Schweinen, das kennt ihr vielleicht, das ist dieser Schinken, der viele Monate oder sogar auch Jahre reift, und der hat dann diese feine Fettmarmorierung, also schmilzt auf der Zunge. Schweine, die auf der zunge schmelzen, passt das dann zusammen, Chai und Schweinchen?

Daniel de Juan de los Santos [00:04:35] (lacht) Eigentlich gar nicht, aber wie ich schon sagte, ich liebe das Beste quasi aus beiden Welten und ich möchte nicht darauf verzichten. Nicht auf den Chai und nicht auf den Jamon Iberico.

Ralf Podszus [00:04:45] Deine Geschäftsidee, die ist auch nicht so alltäglich. Wir sind Robin Hood, so heißt dein Shop. Und der soll auch Programm sein, das heißt, du überfällst jetzt also wirklich die Reichen und verschenkst deren Sachen an die Armen, in deinem Online-Shop.

Daniel de Juan de los Santos [00:04:59] Nein, das ist nicht ganz so. Es geht nicht darum, jemand etwas wegzunehmen. Ich bin nicht gegen etwas, sondern ich bin für etwas, und zwar für eine gerechtere Verteilung. Und daher der Name Wir sind Robin Hood. Es geht um eine gerechter Verteilung und in dem Shop geht es halt darum, dass wir die Gewinne, die wir dort erwirtschaften, zu 100 Prozent zurück in die Gemeinschaft geben. Das ist das Prinzip und daher auch der Name.

Ralf Podszus [00:05:22] 100 Prozent der Gewinne, also nicht ein Teil. - Alles!

Daniel de Juan de los Santos [00:05:27] So steht es in Ersatzung, 100 Prozent der Gewinne, die ausgeschüttet werden, dürfen nur ans Gemeinwohl ausgeschüttert werden. Soziale Projekte, die dann die Community, die Kunden aussuchen können, mitbestimmen können. So steht's in der Satzung.

Ralf Podszus [00:05:40] Also quasi eine Demokratisierung der Gewinnverwendung.

Daniel de Juan de los Santos [00:05:45] Du hast es auf den Punkt gebracht. Darum geht's. Das Geld kommt von den Menschen, also soll es meiner oder unserer Meinung nach auch zurückgehen zu den Menschen. Ich halte es für sehr ungerecht, dass Einzelne, wie Jeff Bezos, immer reicher werden, immer mehr haben und viele immer weniger. Und diese Schere, die zwischen arm und reich immer größer wird, die macht uns Sorgen. Und wir haben gesagt, es geht auch anders. Und das wollen wir zeigen mit Wir sind Robin Hood. Und Wir sind Robin Hood. Deswegen, weil jeder jeden Tag Robin Hood sein kann oder sein könnte.

Ralf Podszus [00:06:13] Das klingt jetzt nach einer sehr radikalen Idee. Wie bist du darauf gekommen? Also dich hat alles angenervt, dass es immer mehr Milliardäre gibt, die immer noch mehr vom großen Kuchen kriegen.

Daniel de Juan de los Santos [00:06:23] Ja, ich habe über 20 Jahre lang in einer Agentur gearbeitet, Werbung und Media, viele Kunden betreut, alle möglichen großen Kunden - und habe dort gesehen, wie unfassbar viel Geld von links nach rechts geschoben wird, wie viele Millionen jeden Tag irgendwo hinfließen und da spielen Millionen oft nur eine Rolle, eine Kommastelle. Nach über 20 Jahren hatte ich selber genug mit höher, schneller, weiter und bin dann raus für zwei Jahre, hab dann wieder angefangen, Projekte zu begleiten im Bereich Marketing als Berater und habe unter anderem bei dem deutschen größten Kinderkrebsprojekt ein Projekt geleitet, das Projekt heißt Fruchtalarm und jede Woche gehen die in Hospize und Kinderkrankenhäuser und machen kleine Fruchtcocktail-Events für die krebskranken Kinder. Es war eine sehr emotionale Arbeit, mittendrin zu sein, dabei zu sein. Hab dann mitbekommen, wie Kinder sagen, mein letzter Wunsch im Leben ist noch einmal Fruchtalarm erleben. Wenn Fruchtalarm kommt, vergesse ich, dass ich krank bin. Das war sehr emotional und dann habe ich gleichzeitig mitbekommen über diese Monate, wie wenig Geld sie zur Verfügung haben, um ihre Arbeit umzusetzen. Die mussten jeden Euro siebenmal umdrehen und da wuchs in mir das Gefühl der Ungerechtigkeit. Wie kann das sein, dass so eine wichtige Arbeit so wenig Unterstützung hat? Wie kann es sein, das wir so viel Geld haben in Deutschland, dass wir in so einem reichen Land leben und gleichzeitig so wichtige soziale Bereiche für uns alle in der Gesellschaft so unterversorgt sind? Und aus diesem Gefühl der Umgerechtigkeit, das immer größer wurde, wuchs dann der Drang etwas zu tun. Und da kam der Gedanke, es gibt doch genug für alle. Man muss es nur an das verteilen. Und dann in dem gleichen Atemzug, ach, wir machen es wie Robin Hood. Und so ist die Idee entstanden.

Ralf Podszus [00:07:59] Jeder Einkauf ist dann ein Stimmzettel für die Wirtschaft, in der wir morgen leben wollen. Kann ich das so sagen?

Daniel de Juan de los Santos [00:08:07] Perfekt auf den Punkt gebracht wieder. Ja, so ist es. Denn wir vergessen, welche Macht wir haben mit unserem täglichen Einkauf. Wenn wir uns für Bioprodukte entscheiden, entscheiden wir uns für Nachhaltigkeit. Und wenn wir uns zukünftig auch für Wir sind Robin Hood entscheiden, entscheiden wir uns gleichzeitig auch für soziale Gerechtigkeit. Denn das ist quasi die Vision von Wir sind Robin Hood, dass jeder Kauf, dazu beiträgt, in einer gerechteren Welt zu leben. Und wir vergessen die Kraft dieser tägliche Entscheidung. Wir gehen alle Jahre wählen und die sind super wichtig, die Wahlen. Aber diese Wahlmöglichkeit haben wir auch jeden Tag an der Kasse.

Ralf Podszus [00:08:40] Allerdings brauchst du ja auch Geld. Also wie finanzierst du das? Also, du hast ja Kosten, möchtest in deinem Büro auch das Licht einschalten. Da gibst du dann Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wie werden deren Gehälter gezahlt? Die Produktion, der Betrieb. Wenn 100% der Gewinne weggehen, dann bleibt ja nichts.

Daniel de Juan de los Santos [00:08:57] Ja, eine gute Frage. Wir sprechen von Gewinnen und Gewinnausschüttungen, nicht vom Umsatz. Natürlich haben wir eigene Kosten, die gedeckt werden müssen. Mitarbeiter, Produktionskosten etc. Und all das, wenn das abgezogen wird vom Umsatzt, bleibt irgendwann mal am Ende des Tages etwas übrig und das geht dann zurück in die Gemeinschaft, statt in die privaten Taschen von Investoren oder von einzelnen Gesellschaften.

Ralf Podszus [00:09:18] Klingt trotzdem irgendwie danach, dass alles auf wackeligen Beinen steht irgendwie. So Unternehmen brauchen ja auch einen Rückhalt. Also Geld, das einspringt, wenn es mal Probleme gibt. Die Bank, die möchte sofort ihr Geld.

Daniel de Juan de los Santos [00:09:29] Auch sehr gut. Ja, also wir sind eine GmbH. Wir wirtschaften Gewinne und arbeiten wie eine GmbH. Das heißt, wir bilden Rücklagen, um mögliche schwierige Zeiten ausgleichen zu können, um investieren zu können in weitere Produkte etc. Das ist also das Prinzip wie eine GmbH arbeiten. Aber mit dem Gewinn verhalten wir uns wie eine Stiftung. Was ich damit meine, ist Folgendes: Warum gibt es Gmbhs, die die ganzen Gewinnen privatisieren? Und warum sind Stiftungen darauf angewiesen auf Philanthropen oder Spenden? Warum kann man beides nicht kombinieren? Warum kann nicht wirtschaften, Gewinne erzielen und sich so verhalten, wie eine Stiftung, so dass die Gewinne dem Gemeinwohl dienen? Warum ist das nicht möglich? Und dieses neue Modell, dieses neue Wirtschaften, wollen wir mit Wir sind Robin Hood beweisen.

Ralf Podszus [00:10:12] Wie lange muss ich dann auf meinen Shirt warten, wenn es erst hergestellt wird, wenn ich es bestellt habe?

Daniel de Juan de los Santos [00:10:18] In der Regel brauchen wir 4 bis 5 Tage für die Produktionszeit plus 1 bis 2 Tage für die Lieferzeit.

Ralf Podszus [00:10:24] Aber wenn ich bei Amazon jetzt bestelle, dann krieg´ich´s teilweise noch am selben Abend geliefert.

Daniel de Juan de los Santos [00:10:28] Ja, und ich glaube nicht, dass das besonders gesund ist für unsere Umwelt und für unsere Gesellschaft.

Ralf Podszus [00:10:34] Das sind wir ja gar nicht mehr so gewohnt, auf irgendetwas zu warten. Also Flink oder Uber, die bringen mir Zeug in 15 Minuten. Da kann ich sogar gucken, wo ist der jetzt? Ah, noch zwei Häuser entfernt. Was macht der da gerade? Der müsste doch jetzt schon längst da sein, so. Und der Schokopudding, der ist alle. Komm REWE-Lieferservice, morgen müssen wir neue bei mir zu Hause haben. Ich bin Platin-Kunde bei meinem Lieblingsklamotten-Shop und wenn ich heute bestelle, dann habe ich morgen meine neue Hose, garantiert. Ja, das ist fast alles immer unverzüglich. Braucht unsere Gesellschaft dafür nicht erstmal eine neue Haltung? Eine Haltung zum Warten.

Daniel de Juan de los Santos [00:11:11] Es gibt heute auch Erdbeeren im Dezember und es gibt alles immer zu jeder Zeit. Ich glaube nicht, dass es gesund ist für die Umwelt. Und genauso sehe ich das auch mit der Kleidung wie gesagt. Es gibt unfassbar viel Kleidung, unfassbare riesige Läger. Und ein Großteil dieser Kleidung wird am Ende auf der Mülldeponie landen, so wie mit den Nahrungsmitteln. Und das ist nicht gut für uns und für unseren Planeten. Und deswegen setzen wir auf das Prinzip, wir produzieren erst die Ware, nach dem bestellt wurde. Ja, es dauert länger, aber dafür schonen wir Umwelt und Ressourcen.

Ralf Podszus [00:11:42] Und wie kann man das in das Bewusstsein der Menschen reinbekommen, dass das doch auch ein cooler Weg ist? Guck mal, die Erde geht nicht kaputt, aber du wartest jetzt halt mal eine Woche auf deine Hose.

Daniel de Juan de los Santos [00:11:52] Nur mit guter Kommunikation gelingt das. Wir sind keine Moralapostel, wir wollen nicht, dass die Leute den Gürtel enger schnallen. Im Grunde wollen wir nur eine bessere Party schmeißen. Eine Alternative bieten, die eben auch zukunftsfähig ist.

Ralf Podszus [00:12:05] Anka, Tchibo geht regelmäßig Kooperationen ein, mit sehr unterschiedlichen Partnerinnen und Partnern. Ich denke dann auch an das legendäre Elektrobot, mit dem wir auf der Elbe unterwegs waren. Ich hab's geliebt. Und dann gab es Tiny-Häuser und sogar Inseln. Mensch, warum war ich noch nie auf einer Tchibo-Insel?

Ann-Katrin Kurz [00:12:22] (lacht) Das ist eine gute Frage, Ralf. Hast du damals nicht zugeschlagen bei dem Angebot?

Ralf Podszus [00:12:26] Ich möchte mal dabei sein bei so einer Kooperation mit der Tchibo-Hängematte auf der Tchibo-Insel. Das fehlt noch auf meiner Liste hier, auf meiner Bucket-List. Also was muss ein williger Kooperationspartner bieten, damit er bei Tchibo landet?

Ann-Katrin Kurz [00:12:39] Ja, da gucken wir in der Tat ziemlich genau hin, weil, wie auch in unserem Non-Food-Sortiment, sind wir auch im Partnerbereich da relativ kuratiert unterwegs. Wir gucken dann auf so bestimmte Fragestellungen, also passt das Sortiment zu unserem Sortiment, ergänzt es das Sortiment sinnvoll, passen die Dinge auch optisch und passt die Haltung. Und was natürlich für die Vermarktung elementar wichtig ist, ist die Sache, ob wir die Botschaft und unsere Zusammenarbeit für den Kunden in relevanter Art und Weise auch erzählen können. Und all das war bei Wir sind Robin Hood zu 100 Prozent gegeben.

Ralf Podszus [00:13:14] Was heißt Haltung konkret?

Ann-Katrin Kurz [00:13:17] Ja Haltung, damit meine ich jetzt im Prinzip die Einstellung zu Nachhaltigkeit. Also auch bei uns im Co-op-Bereich ist das ja kein Label, was wir auf Produkte geben. Das ist mehr eine Einstellung und Anspruch, nach dem wir arbeiten. Und es ist natürlich auch ein Anspruch den wir an jeden unserer Partner und Partnerinnen haben. Und auch da kann ich wieder sagen, volle Punktzahl für wir sind Robin Hood, weil sozialer und nachhaltiger und fairer können die Sachen in dem Moment nicht sein.

Ralf Podszus [00:13:45] Anka, wie hat euch Daniel denn mit seinem Robinhood-Angebot überzeugt? Ich höre da so ein bisschen Fangirl auch schon jetzt raus bei dir. Denn T-Shirts und generell Klamotten kann Tchibo auch selbst. Und Tchibo wird jetzt auch nicht den gesamten erwirtschafteten Überschuss an die Eigentümer oder Teilhaber nicht ausbezahlen, sondern das Geld in Betrieb behalten.

Ann-Katrin Kurz [00:14:05] Mit Fan-Girl triffst du das eigentlich schon ganz richtig. Also ich bin 100 Prozent Fan von der Kooperation, weil ich selber dahinter stehe. Und bei der Kooperation stehen ja eigentlich nicht die Produkte im Mittelpunkt. Es geht vielmehr um die Mission und um die gemeinsame Wirkung, die wir alle zusammen haben können und dass wirklich Tchibo-Kundinnen teilnehmen können und dabei sein können bei etwas ganz Großem, nämlich weltweit für sauberes Trinkwasser zu sorgen. Das ist in unserem Sortiment relativ unik, würde ich behaupten, und etwas was es sonst so bei Tcibo nicht gibt.

Ralf Podszus [00:14:37] Das habe ich am Anfang ja erzählt, mit dem Kauf von zum Beispiel einem T-Shirt, da wird das Trinkwasser in Uganda dann besser. Wie muss ich mir das dann vorstellen? Wie läuft das ab?

Ann-Katrin Kurz [00:14:49] Es ist natürlich nicht unmittelbar, aber wie Daniel schon erklärt hat, alle Gewinne, die am Ende übrig bleiben von solch einem T-Shirt-Verkauf werden an Viva Con Aqua gespendet und die wiederum sorgen dafür, dass der Zugang einfach weltweit zu sauberem Trinkwasser verbessert wird.

Ralf Podszus [00:15:06] Dann reden wir nachher auch nochmal konkret darüber. Daniel, passt es für deine Robin Hood Crew, eigentlich mit Tchibo zusammenzuarbeiten? Da gibt es bestimmt auch Reibungen im Team, Diskussionen. Finden das alle gut? Tchibo ist gewinnorientiert.

Daniel de Juan de los Santos [00:15:20] Passt auf jeden Fall. Also einmal, was Anne-Kathrin eben über die Tchibo-Haltung sagte, das kann ich eins zu eins wiedergeben in meinem persönlichen täglichen Austausch mit Ann-Kathrin und dem anderen Team. Der Mindset, der passt eins zu Eins und es passt auch deswegen, weil Tchibo ein starkes Traditionsunternehmen ist, mit dieser Werteorientierung und darum geht es: Werte. Und die passen überein.

Ralf Podszus [00:15:43] Wie profitiert sowohl Tchibo als auch Wir sind Robin Hood von der Kooperation? Die Kollektion ist seit Ende Juni erhältlich. Wie läuft es? Habt ihr schon eine Deadline oder ein magisches Datum, um mal zu checken, wie läuft es dann weiter?

Ann-Katrin Kurz [00:15:58] Ja, also Tchibo profitiert natürlich in dem Moment von unserer Kooperation, dass wir natürlich immer neue Produkte suchen, mit denen wir bestenfalls unsere Kundinnen überraschen wollen. Das ist für uns so das Schönste, wenn wir Dinge liefern können, die in unser Sortiment passen, die sie so aber noch nicht kennen, und wenn sie über Tchibo stauen. Und das ist so ein bisschen unser Auftrag und das ist natürlich auch was, was wir mit so einer Kooperation ähnlich wie mit den Tiny Houses oder den Inseln dann erreicht haben.

Ralf Podszus [00:16:28] Und wie läuft es jetzt insgesamt? Und wird es weitergehen?

Ann-Katrin Kurz [00:16:31] Also weitergehen, hundertprozentiges JA. Wir sind gerade auch in die Verlängerung gestartet mit der Aktion. Die läuft jetzt bis zum 31.12. Bei den Abverkäufen, ich sag mal so: da ist noch Luft nach oben. Also wer bisher noch nicht ausgestattet ist, hat bis dahin noch Zeit, sich seinen Teil zu sichern.

Ralf Podszus [00:16:50] Wir machen in diesem Podcast immer eine kleine 5 Tassen täglich - Speed-Round, dann lernen wir euch beide noch ein bisschen besser kennen. Vielleicht auch noch mehr Spitznamen von dir, Anka, Ann-Katrin, AKK und so.

Ann-Katrin Kurz [00:17:01] Ich weiß übrigens nicht woher AKK kommt.

Ralf Podszus [00:17:03] Ja, das habe ich mir vorhin ausgedacht, natürlich. - Einzige Regel, ihr seid spontan und ihr müsst schnell antworten, könnt euch auch gerne ins Wort fallen. Seid ihr bereit?

Ann-Katrin Kurz [00:17:14] Yes.

Ralf Podszus [00:17:15] Dann mal los. Kaffee oder Tee?

Ann-Katrin Kurz [00:17:18] Kaffee.

Daniel de Juan de los Santos [00:17:18] Tee.

Ralf Podszus [00:17:19] Kleinstadt oder Großstadt?

Daniel de Juan de los Santos [00:17:21] Kleinstatt.

Ann-Katrin Kurz [00:17:22] Großstadt.

Ralf Podszus [00:17:23] Ordnung oder Chaos?

Daniel de Juan de los Santos [00:17:25] Ein ordentliches Chaos oder eine chaotische Ordnung.

Ann-Katrin Kurz [00:17:29] Bei mir ist es die 100%-Ordnung.

Ralf Podszus [00:17:32] Serrano-Schinken oder Gouda-Käse?

Daniel de Juan de los Santos [00:17:35] Definitiv Serrano-Schinken!

Ann-Katrin Kurz [00:17:37] Und ich bin wahrscheinlich der Gouda.

Ralf Podszus [00:17:39] Also momentan habt ihr noch nie ein Match... Ist euch das schon mal aufgefallen? Ihr seid trotzdem sehr gut zusammengekommen mit der Kooperation, aber...

Daniel de Juan de los Santos [00:17:44] (alle lachen) Wir sind eine perfekte Ergänzung. Total perfekt.

Ralf Podszus [00:17:49] Ostsee oder Atlantik?

Daniel de Juan de los Santos [00:17:51] Atlantik.

Ann-Katrin Kurz [00:17:52] Ich bin auch Team Atlantik.

Ralf Podszus [00:17:54] Na komm, jetzt geht da was!

Ralf Podszus [00:17:56] Lerche oder Eule?

Daniel de Juan de los Santos [00:17:57] Eule.

Ann-Katrin Kurz [00:17:59] Die absolute Eule.

Ralf Podszus [00:18:00] Ihr müsst doch beide so früh aufstehen.

Ann-Katrin Kurz [00:18:02] Nein, nein, nein. Also ich zum Glück nicht. Die Kinder sind nämlich zum Glück auch Eulen und so schlafen die morgens relativ lang, bleiben aber auch abends ziemlich lange wach.

Ralf Podszus [00:18:12] Und du, Daniel, wenn du um 4.30 Uhr aufstehen musst, damit du noch zwei Stunden meditieren kannst in Ruhe, da bist du doch auch eher eine Lerche, oder?

Daniel de Juan de los Santos [00:18:19] Das passiert tatsächlich auch. Aber ich habe die Frage dann gar nicht so interpretiert, einfach nur mir den Vogel vorgestellt, welchen finde ich schöner? (alle lachen) Hab das jetzt gar nicht gecheckt...

Ralf Podszus [00:18:27] Verstehe.

Ann-Katrin Kurz [00:18:29] Aber auch dann finde ich es bemerkenswert, dass du die Eule über die Lerche wählst.

Daniel de Juan de los Santos [00:18:34] Ja, weil ich hatte vor... als ich in Spanien war... im Mai hatte ich an meinem Baum über meinem Häuschen eine Eule, zwei Wochen lang. Und die hat mich jeden Morgen um vier oder fünf Uhr morgens wach geäult. Ich habe mich ein bisschen geärgert, aber die war voll schön und deswegen vielleicht wegen dieser Erinnerung, wegen diesem Erlebnis, kam Eule als erstes.

Ralf Podszus [00:18:53] Habe ich lustigerweise auch bei mir hier. Direkt 50 Meter von der Wohnung im Baum eine Eule, die da gelebt hat. Aber auch nur so ein paar Wochen. Vielleicht ziehen die halt einfach dann immer irgendwie weiter. Aber Eulen können auch gruselig sein, wenn die ihren Kopf halt 300 mal so rumdrehen.

Ann-Katrin Kurz [00:19:05] Jaaaa, das stimmt.

Ralf Podszus [00:19:07] Letztes zu unser Speedround: Jeff Bezos oder Antje von Debitz von FAUDE?

Ann-Katrin Kurz [00:19:13] Also auf jeden Fall Antje von Debitz.

Daniel de Juan de los Santos [00:19:17] Genau. Gar keine Frage, Diskussion, sonst was.

Ralf Podszus [00:19:20] Kommen wir jetzt zur konkreten Kollektion. All in for water. Wie viel Wasser steckt da drin?

Daniel de Juan de los Santos [00:19:26] Wusstest du, dass jedes T-Shirt ca. 2.700 Liter benötigt, um produziert zu werden?

Ralf Podszus [00:19:33] Wahnsinn, nee, wusste ich noch nicht.

Daniel de Juan de los Santos [00:19:35] Ich bin auch hinten rübergefallen, als mir das bewusst wurde. Das entspricht ungefähr dem Trinkwasserbedarf eines Erwachsenen von zwei bis zweieinhalb Jahren für ein T-Shirt. Und das ist auch einer der Gründe, warum wir sagen, wir produzieren erst nach Bestellung, um dort auch wieder das Wasser zu sparen. Und dann, wenn es aber gekauft und getragen wird, wir brauchen alle T-Shirts, wir brauchen Klamotten, es ist ja auch nichts Schlimmes dabei, nur wenn es dann quasi getragen gekauft wird, dann möchten wir auch die Gewinne daraus zurück in diesen Kreislauf des Wassers geben. Und für uns bedeutet das, dass wir das Geld eben der Organisation Viva Con Agua geben, deren Mission es ist, weltweit Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen. Und Viva con Agua hat in der Satzung stehen, dass sie keine Gewinne erwirtschaften dürfen, sondern alles ihrem Zweck, Wasser für alle, umzusetzen.

Ralf Podszus [00:20:20] Soll künftig von jeder Kollektion Viva con Aqua profitieren und warum jetzt Viva con Aqua? Die waren übrigens auch schon mal hier bei 5 Tassen täglich.

Daniel de Juan de los Santos [00:20:29] Vor vielen Monaten war ich in Hamburg und habe die Idee vorgestellt, Tchibo vorgestellt und hatte danach ein Treffen mit einem der Gründer von Viva Con Agua, Michael Fritz und ich hatte das so nebenbei erwähnt und dann kam die Idee, ach, guck mal, wir könnten das doch mit Viva con Agua machen und quasi dieser zufällige Termin oder beide Termine, die zufähig am gleichen Tag stattgefunden haben, waren quasi so der Auslöser, dass diese Connection so zustande gekommen ist.

Ralf Podszus [00:20:56] Auch wieder sehr umweltfreundlich. Man hat gleich wieder Wege gespart und konnte alles so eintüten.

Daniel de Juan de los Santos [00:21:01] Genau.

Ralf Podszus [00:21:02] Ja, schöne Verbindung.

Daniel de Juan de los Santos [00:21:04] Ob wir jetzt jede Kollektion zukünftig ausschließlich mit und für oder an die Viva con Aqua spenden, die Erlöse da raus, das werden wir noch entscheiden. Darüber haben wir noch nicht gesprochen.

Ralf Podszus [00:21:14] Was umfasst diese Kollektionen jetzt konkret?

Ralf Podszus [00:19:07] Letztes zu unser Speedround: Jeff Bezos oder Antje von Debitz von FAUDE?

Ann-Katrin Kurz [00:19:13] Also auf jeden Fall Antje von Debitz.

Daniel de Juan de los Santos [00:19:17] Genau. Gar keine Frage, Diskussion, sonst was.

Ralf Podszus [00:19:20] Kommen wir jetzt zur konkreten Kollektion. All in for water. Wie viel Wasser steckt da drin?

Daniel de Juan de los Santos [00:19:26] Wusstest du, dass jedes T-Shirt ca. 2.700 Liter benötigt, um produziert zu werden?

Ralf Podszus [00:19:33] Wahnsinn, nee, wusste ich noch nicht.

Daniel de Juan de los Santos [00:19:35] Ich bin auch hinten rübergefallen, als mir das bewusst wurde. Das entspricht ungefähr dem Trinkwasserbedarf eines Erwachsenen von zwei bis zweieinhalb Jahren für ein T-Shirt. Und das ist auch einer der Gründe, warum wir sagen, wir produzieren erst nach Bestellung, um dort auch wieder das Wasser zu sparen. Und dann, wenn es aber gekauft und getragen wird, wir brauchen alle T-Shirts, wir brauchen Klamotten, es ist ja auch nichts Schlimmes dabei, nur wenn es dann quasi getragen gekauft wird, dann möchten wir auch die Gewinne daraus zurück in diesen Kreislauf des Wassers geben. Und für uns bedeutet das, dass wir das Geld eben der Organisation Viva Con Agua geben, deren Mission es ist, weltweit Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen. Und Viva con Agua hat in der Satzung stehen, dass sie keine Gewinne erwirtschaften dürfen, sondern alles ihrem Zweck, Wasser für alle, umzusetzen.

Ralf Podszus [00:20:20] Soll künftig von jeder Kollektion Viva con Aqua profitieren und warum jetzt Viva con Aqua? Die waren übrigens auch schon mal hier bei 5 Tassen täglich.

Daniel de Juan de los Santos [00:20:29] Vor vielen Monaten war ich in Hamburg und habe die Idee vorgestellt, Tchibo vorgestellt und hatte danach ein Treffen mit einem der Gründer von Viva Con Agua, Michael Fritz und ich hatte das so nebenbei erwähnt und dann kam die Idee, ach, guck mal, wir könnten das doch mit Viva con Agua machen und quasi dieser zufällige Termin oder beide Termine, die zufähig am gleichen Tag stattgefunden haben, waren quasi so der Auslöser, dass diese Connection so zustande gekommen ist.

Ralf Podszus [00:20:56] Auch wieder sehr umweltfreundlich. Man hat gleich wieder Wege gespart und konnte alles so eintüten.

Daniel de Juan de los Santos [00:21:01] Genau.

Ralf Podszus [00:21:02] Ja, schöne Verbindung.

Daniel de Juan de los Santos [00:21:04] Ob wir jetzt jede Kollektion zukünftig ausschließlich mit und für oder an die Viva con Aqua spenden, die Erlöse da raus, das werden wir noch entscheiden. Darüber haben wir noch nicht gesprochen.

Ralf Podszus [00:21:14] Was umfasst diese Kollektionen jetzt konkret?

Ann-Katrin Kurz [00:24:14] Faire Frage. Und damit sind wir, glaube ich, wieder so ein bisschen am Anfang unserer Folge und dem Unterschied zwischen Wir-sind-Robin Hood und Tchibo. Tchibo ist am Ende des Tages ein traditionsreiches und auch verantwortungsvolles Wirtschaftsunternehmen, müssten wir sagen. Wir beschäftigen irgendwie 10.000 Menschen in diversen Ländern. Das klingt immer so blöd, aber die wollen natürlich bezahlt werden. Das heißt, die Gehälter sind auf jeden Fall in Posten. Und abseits der Payroll, und das finde ich wichtig zu sagen, kann man diese Verantwortung auch weiter denken. Und das tun wir ja. Da geht es darum, auch die Kaffee-FarmerInnen zu unterstützen, die Leute, die Baumwolle anbauen. Also all das sind ja Dinge, die wir mit Tchibo auch machen. Und darum geht es am Ende des Tages auch.

Ralf Podszus [00:24:57] Daniel, was willst du jetzt mit dieser Kollektion verändern? Ein Umdenken bei den Menschen? Das habe ich vorhin gelernt, dass man eben auch mal warten kann, dass erst etwas hergestellt wird, wenn man es wirklich braucht. Was noch?

Daniel de Juan de los Santos [00:25:11] Was mir wichtig ist, ist, dass ein neues Bewusstsein im Konsum erwacht. Und zwar so wie Bio es mit Nachhaltigkeit geschafft hat, so wünsche ich mir, dass soziale Gerechtigkeit mit Wir sind Robin Hood auch zu einem Kauf motiviert. Im Grunde, wenn ich es auf einem Satz zusammenfassen würde, mein Wunsch, meine Vision ist: Individueller Konsum führt zu gesellschaftlichen Mehrwert. Jeder Kauf sorgt für eine gerechtere Welt. Das ist das, was ich mir mit Wir sind Robin Hood wünsche.

Ralf Podszus [00:25:40] Mehr kann man von einem Einkauf nicht verlangen. Anka und Daniel, danke schön, es war mir eine Freude.

Daniel de Juan de los Santos [00:25:46] Mir auch, danke dir.

Ann-Katrin Kurz [00:25:48] Wir haben zu danken. Vielen Dank, Ralf.

Ralf Podszus [00:25:50] Wenn euch diese Folge von 5 Tassen täglich etwas gegeben hat, dann teilt sie gerne, macht euch das vielleicht auch mal bewusst, vielleicht brauche ich es nicht sofort und diese Wasserinformation, wie viel Wasser ein T-Shirt braucht: Wahnsinn... Einfach mal wieder bewusster leben. Hört auch gerne noch mal rein in unsere frühere Folge mit Benny Adrion von Viva Con Aqua, da schließt sich dann ein Kreis. Und ihr könnt auch alles in eurer Podcast-App unter Tchibo oder 5 Tassen täglich finden. Scrollt einfach mal ein bisschen hin und her, dann findet ihr diese Folge. Und wenn ihr die Kollektion sehen wollt, ihr findet sie unter tchibo.de/... und jetzt immer ein Bindestrich zwischen den Wörtern:wir-sind-robin-hood-viva-con-aqua. Und eine direkte Verlinkung zur Kollektionen findet ihr auch in den Show-Notes dieser Podcast-Folge. Klickt mal rein, surft mal rum und kauft bewusst. Das war's. Ich bin Ralf Podszus und freue mich, wenn euch dieser Podcast gefällt. Lasst auch gerne ein Like da oder abonniert 5 Tassen täglich. Gibt es überall, wo es Podcasts gibt. Bis zur nächsten Tasse Kaffee.

Station Voice [00:26:58] 5 Tassen täglich, der Tchibo Podcast. Ihr habt Fragen oder Anregungen zu dieser Podcast-Folge? Wir freuen uns auf eure E-Mail an podcast.tchibo.de

Q&A

Frage: Warum heißt die Marke "Wir sind Robin Hood"?
Antwort: Laut Daniel de Juan de los Santos geht es bei "Wir sind Robin Hood" um eine gerechtere Verteilung. Die Gewinne aus dem Shop werden zu 100% zurück in die Gemeinschaft gegeben, um soziale Projekte zu unterstützen.

Frage: Was ist der Hintergrundgedanke von "Wir sind Robin Hood"?
Antwort: Daniel beschreibt es so, dass jeder Einkauf ein Stimmzettel für die Zukunft ist. Das Projekt möchte mit jedem Kauf zu sozialer Gerechtigkeit beitragen und beweisen, dass Konsum gesellschaftlichen Mehrwert schaffen kann.

Frage: Welche Produkte bietet die Kollektion?
Antwort: Die Kollektion umfasst T-Shirts, Hoodies, Sweatshirts und Accessoires wie Taschen. Besonders herauszuheben sind die Design-Elemente.

Frage: Wie wird der Produktionsprozess nachhaltiger gestaltet?
Antwort: "Wir sind Robin Hood" produziert Kleidung erst nach Bestellung, um Ressourcen zu schonen und Überproduktion zu vermeiden. Diese Herangehensweise spart Wasser und Rohstoffe.

Frage: Warum arbeitet Wir Sind Robin Hood mit Viva Con Agua zusammen?
Antwort: Daniel erzählt, dass die Idee zur Zusammenarbeit nach einem Gespräch mit einem Viva Con Agua-Gründer entstand. Beide Organisationen teilen die Mission, den Zugang zu sauberem Trinkwasser weltweit zu verbessern.

Frage: Was können Kundinnen und Kunden mit ihrem Kauf bewirken?
Antwort: Jeder Kauf aus der Kollektion hilft dabei, den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu gewährleisten. Die Kooperation bietet Kundinnen die Möglichkeit, Teil eines größeren sozialen und ökologischen Projekts zu werden.

Frage: Wie läuft die Umsetzung der Gewinnspenden ab?
Antwort: Laut Daniel gehen 100% der Gewinne an soziale Projekte, die von der Community ausgewählt werden können. Die Unternehmenssatzung verbietet eine Gewinnverwendung zugunsten privater Interessen.