Wien, 30. Mai 2018: Bis 2020 soll auf alle schädliche Chemikalien in der Textilproduktion verzichtet werden. Dieses Ziel hat sich Tchibo 2014 mit dem Detox Commitment gegenüber Greenpeace selbst gesetzt. Seitdem dokumentiert Tchibo seine Bemühungen um ein nachhaltiges Chemikalienmanagement in den Produktionsstätten. Zu den Fortschritten, die das Unternehmen 2017 gemacht hat, gehört unter anderem die Erweiterung der Liste gefährlicher Chemikalien, die in der Produktion für Tchibo nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Ein wichtiger Punkt für mehr Transparenz in der globalen Lieferkette ist die schwierige Identifikation von Vorlieferanten. Auch hier konnte Tchibo 2017 einen großen Schritt zu mehr Klarheit schaffen: Für die Textilproduktion liegen nun für 90 % der platzierten Aufträge Informationen über Betriebe vor, die Wasser und Chemikalien in großem Umfang in der Vorproduktion einsetzen. Insgesamt wurden 166 solcher sogenannten Nassbetriebe lokalisiert. Erstmalig wurden Name und Standort dieser Einheiten veröffentlicht.


Der aktuelle Detox Fortschrittsbericht 2017 mit weiterführenden Informationen ist ab sofort unter www.tchibo.com/at/nachhaltigkeit abrufbar. 


Pflanzliches Öl statt gefährlicher Chemikalie

Seit 2017 sind die Sporttextilien von Tchibo mit der miDori® bioWick Technologie ausgerüstet, damit die Kleidung auch bei körperlicher Anstrengung trocken bleibt. Antimikrobielle Ausrüstungen, die gefährliche Stoffe in der Produktion enthalten, gehören schon lange der Vergangenheit an. Auch verbietet Tchibo den Einsatz von Chrom bei der Gerbung von Leder sowie PFCs bei den wasser- und schmutzabweisenden Ausrüstungen von Tchibo Produkten. Das sind nur drei der Ergebnisse, die Tchibo im Rahmen des Detox Programms bisher erreicht hat, um den Einsatz gefährlicher Chemikalien in der Produktion bis 2020 zu beenden. Der vorliegende Detox Bericht 2017 zeigt, dass das Unternehmen sich deutlich in Richtung einer saubereren Produktion bewegt hat.

 

207 Substanzen verbannt

Jährlich erweitert Tchibo eine Liste gefährlicher Substanzen. Im Berichtszeitraum 2017 wurden 30 neue Chemikalien aufgenommen. Damit umfasst die sogenannte MRSL (Manufacturing Restricted Substances List), die den Lieferanten verbindlich vorgibt, welche Stoffe nicht mehr in der Produktion für Tchibo eingesetzt werden dürfen, mittlerweile 207 Substanzen. Inzwischen sind auch chemische Bleichmittel für den beliebten Used-Look von Jeans auf der Verbots-Liste.

 

Mehr Transparenz in der Lieferkette: auch Vorlieferanten veröffentlicht

Im Rahmen des Detox Commitments gilt es auch Transparenz in der Lieferkette herzustellen, sowie Angaben über gefährliche Inhaltsstoffe in Abwässern zu machen. In beiden Punkten ist Tchibo 2017 einen großen Schritt vorangekommen. Erstmals wurde im vergangenen Jahr neben den Hauptproduktionsstätten eine Liste der Vor-Produzenten für Bekleidung, Heimtextilien und Schuhe veröffentlicht. Die Auflistung wird halbjährlich aktualisiert und umfasst die Namen und Adressen der sogenannten Nassbetriebe.

 

Trainingsprogramm

Besonders wichtig für die Umsetzung des Detox Commitments sind ganzheitliche Chemikalienmanagementsysteme bei Lieferanten und deren Nassbetrieben. Den großen Bedarf an Hilfestellungen und Trainingsprogrammen in den Betrieben vor Ort hat Tchibo erkannt –  und gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sowie der REWE Group ein entsprechendes Trainingsprogramm entwickelt. Dieses soll der gesamten Textilbranche zu Gute kommen. Das Projekt läuft über drei Jahre und umfasst ein Investitionsvolumen von 2,3 Millionen Euro. Bis 2020 sollen 110 Produzenten in Bangladesch und China trainiert werden. Im ersten Schritt werden derzeit  20 Tchibo Fabriken über einen Zeitraum von 6 Monaten  geschult. 37 lokale Trainer sind bereits als Experten ausgebildet.



Über Tchibo:

Tchibo Österreich mit Sitz in Wien beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter. Mit eigenen Filialen, starkem Internetvertrieb und flächendeckender Präsenz im Handel verfügt das Unternehmen über ein Multichannel-Vertriebssystem, über das neben Kaffee der Marken Tchibo und Eduscho, das Einzelportionssystem Cafissimo sowie wechselnde Non Food Sortimente und Dienstleistungen angeboten werden. Mit Tchibo und Eduscho ist das Unternehmen Marktführer am heimischen Röstkaffeemarkt, beide zählen zu den vertrauenswürdigsten Röstkaffeemarken. Eduscho wurde bereits zum elften Mal in Folge von Verbrauchern zur „Most Trusted Brand“ gewählt. Tchibo ist zudem drittgrößter Bio-Baumwollanbieter der Welt.

Weitere Informationen für Journalisten:

Mag. Manuela Schneider, EDUSCHO (Austria) GmbH
Leitung Corporate Responsibility
Tel.: +43 1 76622-2103, manuela.schneider@tchibo.at
blog.tchibo.at
www.facebook.com/tchibo.at
www.tchibo.at

Hinweis zum Download von Bild- und Videomaterial:
Fotomaterial kann im Media Center heruntergeladen werden.