Verantwortung
Maßnahmen in Kolumbien

Das Tchibo Kaffeeländerprogramm #7

Kolumbien - einer der führenden Kaffeeproduzenten weltweit begeistert durch seinen aromatischen Kaffee. Besonders die Regionen Huila und Tolima spielen hier eine entscheidende Rolle. Mit einer Produktion von ca. 3,2 Millionen Sack (60 kg Rohkaffee) in Huila und ca. 1,6 Millionen Sack in Tolima, zählen die beiden südlichen Bundesstaaten heute zu den wichtigsten und produktivsten Kaffeeanbauregionen Kolumbiens. Zur Einschätzung: Pro Jahr werden weltweit etwa 140 Millionen Säcke Kaffee produziert. Trotz der hohen Produktivität in den letzten Jahren kämpft das Land mit vielen Herausforderungen und genau hier setzt unser Engagement an. 

Wir bei Tchibo haben uns zum Ziel gesetzt, bis 2027 ausschließlich Kaffee aus verantwortungsvollem Einkauf anzubieten. In unserer Story-Reihe möchten wir einen Einblick in das Tchibo Kaffeeprogramm geben und über den Kaffeeanbau der Zukunft sprechen. 

Kaffeefarmen im Wandel

Der Kaffeeanbau in Kolumbien ist mit gravierenden Problemen konfrontiert. Unvorhersehbare Wetterverhältnisse durch den Klimawandel führen zu Unsicherheiten in der Produktion. Der hohe Wasserverbrauch und die damit verbundene Wasserverschmutzung stellen kritische Umweltprobleme dar. Zusätzlich leidet die Bodengesundheit ohne gezielte Erhaltungsmaßnahmen, was langfristig die Qualität und Produktivität des Kaffees gefährdet. 

Unsere Maßnahmen für nachhaltige Lösungen 

Mit gezielten Workshops fördern wir nachhaltige Anbaupraktiken und den respektvollen Umgang mit Agrarchemikalien. Der Austausch zwischen Farmer*innen wird gestärkt, um gemeinsames Lernen zu fördern. 

Gemeinsam mit unserem langjährigen Geschäftspartner und Exporteur „Expocafé“ sowie vier verschiedenen Kooperativen arbeiten wir im Rahmen eines Projekts daran, die Produktivität der Kaffeefarmer*innen zu steigern und die Weiterverarbeitung (das „Waschen“ des Kaffees) umweltschonend zu gestalten das heißt Wasserverbrauch und Wasserverschmutzung zu reduzieren. In Kolumbien ist es nämlich üblich, dass die Produzenten die gesammelten Kaffeekirschen direkt auf der Farm waschen und trocknen und dann den Kaffee „pergamino“ bzw. das Parchment verkaufen. Je nach Infrastruktur und Prozess kann der Wasserverbrauch für die Produktion von einem kg Parchment zwischen einem und 20 Liter Wasser liegen. Unter anderem für die Umstellung auf effizientere Systeme stellen sowohl wir als auch die Kooperativen finanzielle Mittel zur Verfügung. Damit allein ist es selbstverständlich nicht getan. Wir sorgen dafür, dass die Farmer*innen regelmäßig Unterstützung durch Agronomen erhalten und organisieren größere Trainings, in denen wir auch den Austausch der Farmer*innen untereinander fördern wollen. Darüber hinaus führen wir Bodenproben durch und erstellen basierend auf den Ergebnissen Pläne zur Düngung der Kaffeebäume. Neben der Anwendung von guten Anbaupraktiken ist der richtige Einsatz von Düngemitteln ein wichtiger Faktor für die Produktivität der Farmen. 

Was hier deutlich werden soll: (Kaffee-)Farmer*innen haben ganz unterschiedliche Geschichten, Voraussetzungen, Herausforderungen, Bedürfnisse und Wünsche. Es reicht nicht aus, einen Standard vorzugeben und damit die Nachhaltigkeit in der Lieferkette zu begründen. Die Unterstützung muss auf die individuellen Herausforderungen einzahlen, damit wir langfristig Impact erzeugen können. Genau das wollen wir in Kolumbien, aber auch in unseren anderen Herkunftsländern schaffen! Mit unserem Kaffeeprogramm stärken wir unsere langfristigen Partnerschaften und unterstützen Kleinfarmer*innen bedarfsorientiert. Die Steigerung der Produktivität und die Implementierung effizienten und umweltschonenden Praktiken und Infrastruktur sind dabei wichtige Maßnahmen, die zur Verbesserung des Einkommens und der Lebensqualität der Farmer*innen führen. Mit unserem Programm in Kolumbien stärken wir außerdem die Kooperativen, die eine wichtige Rolle für die gesamte Community in den entsprechenden Regionen haben. Die Kooperativen unterstützen nicht nur die Kaffeefarmer*innen ganzjährig mit technischer Expertise, sondern sichern auch den Zugang zu Düngemitteln, Finanzierung, Vermarktung. Sie betreiben Cafés, Hotels, Kitas, wichtige Treffpunkte, die die Lebensqualität in Orten wie Chaparral oder Garzón verbessern.

Erfolge, Erkenntnisse und der Blick nach vorne 

Seit dem Projektbeginn in Kolumbien konnten wir über 550 Farmer*innen erreichen, die von verbesserter Infrastruktur und unserem breiten Workshop-Angebot profitieren. Dank fundierter Enveritas-Analysen und der engen Zusammenarbeit mit den Kooperativen konnten wir maßgeschneiderte Lösungen entwickeln und somit die drängendsten Herausforderungen adressieren. 

Die Unterstützung der Farmer*innen bleibt unser vorrangiges Ziel, um die Grundlage für einen nachhaltigen und florierenden Kaffeeanbau in Kolumbien zu schaffen. Mit der stetigen Anpassung unserer Maßnahmen und der wertvollen Zusammenarbeit mit lokalen Partnern sind wir optimistisch, die Zukunft der kolumbianischen Kaffeebauern erfolgreich zu gestalten. 

Das Kaffee-Länderprogramm in Kolumbien in Kürze:

  • Kolumbien ist drittgrößter Kaffeeproduzent weltweit
  • Mit einer Produktion von ca. 3,2 Millionen Sack (60kg green coffee) in Huila und ca. 1,6 Millionen Sack in Tolima zählen die beiden südlichen Bundesstaaten heute zu den wichtigsten und produktivsten Kaffeeanbauregionen Kolumbiens.
  • Probleme: Klimawandel, hoher Wasserverbrauch und Wasserverschmutzung bei der Kaffee-Weiterverarbeitung, fehlende Maßnahmen zum Erhalt der Bodengesundheit
  • Unser Zugang: Mit gezielten Workshops fördern wir nachhaltige Anbaupraktiken und den respektvollen Umgang mit Agrarchemikalien. Der Austausch zwischen Farmer*innen wird gestärkt, um gemeinsames Lernen zu fördern. Dadurch soll der Wasserverbrauch und die Wasserverschmutzung verringert, die Bodengesundheit und Produktivität verbessert, und der Kaffeeanbau an den Klimawandel angepasst werden.
  • Ziel: Unterstützung auf Basis der individuellen Herausforderungen des Landes, damit wir langfristig Wirkung erzeugen können. Genau das wollen wir in Kolumbien, aber natürlich auch in unseren anderen Herkunftsländern, schaffen!