Verantwortung
Maßnahmen in Kenia

Das Tchibo Kaffeeländerprogramm #8

Wir freuen uns euch mitzuteilen, dass unser Kaffeeprogramm wächst! Bisher umfasste unser Tchibo Kaffeeprogramm sechs Herkunftsländer. Jetzt kommt ein siebtes hinzu: Unser Projekt in Kenia ist angelaufen, und das Land damit offiziell Teil unseres Programms. Für uns ist das weit mehr als ein geografischer Punkt auf der Landkarte: Es ist ein weiterer Schritt, unseren Kaffee gemeinsam mit den Menschen vor Ort zukunftsfähig zu machen – sozial, ökologisch und wirtschaftlich.

Unser Anspruch ist klar: Bis 2027 möchten wir ausschließlich Kaffee aus verantwortungsvollem Einkauf anbieten. Dieses Ziel erreichen wir nicht allein, sondern mit Partnern, Kooperativen und Farmer*innen, die sich ebenso für nachhaltige Praktiken einsetzen. In unserer Story-Reihe möchten wir einen Einblick in das Tchibo Kaffeeprogramm geben und über den Kaffeeanbau der Zukunft sprechen. 

Unsere Nachhaltigkeitsarbeit in Kenia hat Geschichte. Bereits 2010 startete das große Mount-Kenya-Projekt, das über viele Jahre Impulse in der Region setzte. Nun knüpfen wir im Rahmen unseres Kaffeeprogramms wieder dort an – mit neuen Partnern und frischen Perspektiven. Die Reise führt uns nach Ostafrika, genauer gesagt in die Region Kirinyaga am Mount Kenya. Der Name „Kirinyaga“ entstammt der Sprache der Kikuyu und bedeutet „der strahlende Berg“. Ein passender Ort, um Verantwortung wachsen zu lassen.

Kenia ist eines der bekanntesten Anbauländer für Kaffee in Ostafrika, umgeben von weiteren Kaffeeländern wie Äthiopien, Tansania und Uganda und im Südosten geprägt von der Nähe zum Indischen Ozean. Rund um den Mount Kenya bieten vulkanische Böden, Höhenlage und Klima hervorragende Voraussetzungen für die Kaffeepflanze. Genau hier setzt unser Projekt an – nah an den Menschen, nah an den Feldern.


"Die Zusammenarbeit von NKG mit der Inoi Kooperative und den anderen Partnern spiegelt das wiedererweckte Interesse der kenianischen Gemeinschaften am Kaffeeanbau wieder. Diese Zusammenarbeit wird zu einer nachhaltigen Steigerung der Kaffeeproduktivität und damit auch zu einer Verbesserung der Lebensgrundlagen der Menschen und zu mehr Umweltschutz beitragen.

William von Ibero Kenya (NKG)


Klimawandel, Bodenerosion, Verlust von Biodiversität und natürlich das Einkommen der Farmen - das sind die identifizierten Herausforderungen in Kenia. Entsprechend sind unsere Ziele im Projekt: Anpassung an den Klimawandel durch die Förderung regenerativer Anbaupraktiken, Steigerung von Produktivität und Qualität, Einkommensdiversifizierung sowie Gender- und Jugendinklusion. So gestaltet sich das im Projekt:

Worum geht es im Projekt?

Gemeinsam mit Rainforest Alliance und Ibero (NKG) Kenya arbeiten wir mit der Inoi Farmer Cooperative Limited, in Kirinyaga zusammen. Die Inoi-Kooperative hat ungefähr 5.000 aktive Mitglieder. In unserem Projekt geht es um die Unterstützung dieser Farmer*innen - mit Fokus auf Themen wie nachhaltige Anbaupraktiken, Produktivitätssteigerung und Einkommensdiversifizierung. Wir möchten dabei insbesondere Jugend- und Frauengruppen besser unterstützen.

Ganz konkret werden wir in diesem Projekt sogenannte „Lead-Farmer*innen“ sowie Mitarbeiter*innen der Kooperative trainieren. Im Vordergrund steht dabei das Wissen über nachhaltige Anbaupraktiken, Kompostierung und ökologische Düngemittel und Kaffeeaufbereitung. Die „Lead-Farmer*innen“ geben ihr erlerntes Wissen dann an ihre Nachbar*innen und Peers weiter, mit zusätzlicher Unterstützung von Agronomen, die das Projekt begleiten. Des Weiteren finanziert das Projekt den Aufbau und die Instandhaltung von Baumschulen für Kaffeesetzlinge und Schatten- bzw. Obstbäumen sowie den Aufbau bzw. die Verbesserung der Demo-Farmen, die teilweise bereits auf dem Gelände der Kooperative bestehen. Wir wollen zum Einen regenerative Anbaupraktiken implementieren, um ihre Wirkung zu demonstrieren, und zum Anderen die Produktivität steigern, sodass die Kooperative zusätzliche Einnahmen generieren kann, mit denen unter anderem wichtige Infrastrukturverbesserungen vorgenommen werden können.

Was ist bereits passiert? 

Im März 2025 hat ein erster Besuch bei der Kooperative stattgefunden. Während dieser Reise haben wir auch den ersten Workshop mit den Projektpartner*innen und Vertreter*innen der Kooperative durchgeführt. Ziel war es, ein gemeinsames Verständnis unserer Ziele und Maßnahmen zu entwickeln und dabei die Bedürfnisse der Kooperative und der Farmer*innen einzubinden. Das haben wir auch geschafft! 

Beim offiziellen Projekt-Start sind dann fast 1.000 Kaffeefarmer*innen, Jugend- und Frauengruppen sowie wichtige Stakeholder aus dem Kaffeesektor zusammengekommen. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern konnten wir unser Programm vorstellen, das Interesse der Farmer*innen wecken und damit den Grundstein für die kommenden Aktivitäten legen. 

Bereits im August 2025 haben die Trainings der „Lead-Farmer*innen“ in Kooperation mit dem kenianischen Coffee Research Center (CRI) begonnen. Im Oktober 2025 startete die nächste Erntezeit in der Mount Kenya Region, wo wir außerdem die Mitarbeiter*innen der Kooperativen im Hinblick auf die Qualitätssicherung bei der Nass-Aufbereitung des Kaffees geschult haben. 

Unser Tchibo Kaffeeprogramm | Kurz zusammengefasst:

Als Familienunternehmen ist es für uns selbstverständlich, Verantwortung zu übernehmen. Dafür setzen wir uns mit unserem Kaffeeprogramm schrittweise in vielen Kaffee-Anbauregionen ein – für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen und mehr Umweltschutz:

  • Unterstützung von Mensch und Natur durch Nachhaltigkeitsprojekte im Ursprung – unabhängig von externen Siegeln
  • Problemlösung gemeinschaftlich mit den FarmerInnen sowie mit starken Partnern vor Ort
  • Verifizierung der Fortschritte durch unabhängige Analysen der Rohkaffee-Lieferketten von „Enveritas“