Verantwortung
Kreislaufwirtschaft aus Kärnten

Wenn aus Kaffeesatz Erde wird

Wie oft hast du dir schon Gedanken darüber gemacht, was mit dem Kaffeesatz aus unseren Coffeebars passiert? Vermutlich nie. Solltest du aber – denn seit ein paar Wochen passiert damit etwas ziemlich Besonderes.

Es begann mit einer simplen Frage

„Warum werfen wir das eigentlich weg?" Diese Frage stellte sich unsere Nachhaltigkeitsverantwortliche Manuela Schneider, als sie auf die Mengen an Kaffeesatz schaute, die täglich in unseren Filialen anfallen. Dabei wissen Hobbygärtner*innen längst: Kaffeesatz ist Gold wert für Pflanzen. Also haben wir uns gefragt: Was wäre, wenn wir daraus ein Produkt entwickeln, das unsere Kund*innen tatsächlich nutzen können?

Vom Kaffee zur Gartenerde

Gemeinsam mit dem Kärntner Unternehmen Waldaffe & Gusta Garden haben wir etwas entwickelt, das es so in Österreich noch nicht gab: Kaffee-Erde Pellets aus echtem Tchibo Kaffeesatz. Das Konzept ist simpel: 9 Kärntner Filialen sammeln ihren Kaffeesatz (ca. 300 kg pro Zyklus), in Kärnten wird daraus torffreie Gartenerde in Pellet-Form. Aktuell gibt es sie in allen 120 Filialen österreichweit.

Warum Pellets?

Wer schon mal einen 20-Liter-Sack Blumenerde geschleppt hat, kennt das Problem. Unsere Kaffee-Erde Pellets wiegen kompakt nur 4,6 Kilogramm – und werden zu Hause mit warmem Wasser zu 20 Litern lockerer Erde aufgequollen. Perfekt für Balkongärtner*innen.

Das Besondere: Der Kaffeesatz wirkt als natürlicher Langzeitdünger, reich an Stickstoff, Kalium und Phosphor. Ideal für Tomaten, Beeren oder Kräuter. Plus integrierter Wasserspeicher – weniger gießen nötig.

Regional ist nicht nur ein Buzzword: Kaffeesatz aus Kärntner Filialen, verarbeitet in Kärnten, erhältlich in ganz Österreich. Echte regionale Kreislaufwirtschaft.

Nächste Woche gibt's hier ein Interview mit Lukas Bürger von Waldaffe & Gusta Garden sowie Tchibo Nachhaltigkeitsverantwortliche Manuela Schneider – sie erzählen, wie die patentierte Weltneuheit entstanden ist und welche Herausforderungen es gab.