20 Jahre Verantwortung bei Tchibo
Seit 2006 gehört Verantwortung zur Tchibo Strategie, Unternehmenskultur und zum Verhaltenskodex. 2026 blicken wir auf zwei Jahrzehnte zurück, in denen wir wichtige Themen aufgegriffen, Erfahrungen gesammelt und neue Lösungen entwickelt haben. Doch Verantwortung zeigt sich nicht nur in einzelnen Projekten. Sie prägt auch, wie wir Entscheidungen treffen, Produkte entwickeln und unser Geschäft gestalten.
Was haben wir auf diesem Weg gelernt? Und wie kann Verantwortung künftig noch stärker Teil unseres Kerngeschäfts werden? Bei Tchibo Österreich setzen verschiedene Initiativen genau dort an: im Alltag unserer Kund*innen und rund um unser Kerngeschäft. Darüber sprechen wir mit Manuela Schneider, Leiterin Corporate Responsibility bei Tchibo Österreich.
„Wichtig ist, dort anzusetzen, wo wir etwas bewegen können“
Was hat Tchibo in den vergangenen 20 Jahren gelernt? Und welche Erkenntnisse sind für die nächsten Jahre besonders wichtig?
"Dass es nicht um Perfektion geht oder darum alles zu machen, sondern dort wo man einen Hebel hat anzupacken. Wo man es alleine nicht schafft, gehen wir gemeinsam den Weg mit Partnern. Wir sollten auch über den Weg sprechen und Menschen dabei mitnehmen, nicht erst über fertige Ergebnisse. Agiles Arbeiten und direkte Beziehungen machen den Unterschied für uns.
Also wir haben jede Menge gelernt und ich denke für die Zukunft ist es wichtig, die eingeschlagenen Wege weiterzuverfolgen und dabei stets im Austausch zu bleiben – mit Kund*innen, mit Partner*innen, mit den Menschen im Ursprung – damit unser Engagement auch wirkungsvoll ist. Denn darauf kommt es am Ende an, etwas zu bewegen und zum Positiven zu verändern."
Was bedeutet es konkret, Verantwortung noch stärker im Kerngeschäft zu verankern?
"Die ganze Wertschöpfungskette unserer Produkte zu betrachten – sowohl ökologische Faktoren als auch soziale. Die Integration erfolgt also in vielen verschiedenen Fachbereichen – schon bei der Idee zu einem Produkt ist dies mitzudenken, bei der Beschaffung bzw. beim Anbau, bei der Nutzung, usw.
Bei uns betrifft das also Kaffee und unsere Non Food Produkte: es geht also von zielgerichteten Aktivitäten in den Anbauländern, bei der Produktentwicklung – im Design schon auf Langlebigkeit & gute Recyclebarkeit zu setzen, bis hin zu Services für unsere Kund*innen hier in Österreich, die Mehrweglösungen forcieren/ Wertstoffe länger im Kreislauf halten."
Welche Initiativen zeigen besonders anschaulich, wie Verantwortung bei Tchibo im Alltag umgesetzt wird?
"Ein Beispiel: xxx % Menschen trinken xxx Coffee to go. Das ist also etwas, das Konsument*innen gezielt nachfragen, Trend steigend. Seit Februar 2018 bieten wir Mehrwegbecher (Kaufartikel) für den Coffee to go an, inklusive Refill Bonus – also eine Belohnung bei Wiederbefüllung. 2023 starteten wir dann mit dem Angebot eines Mehrweg-Pfandbechers, erst in Wien, 2024 dann die Ausweitung auf Salzburg und 2025 auf alle Landeshauptstädte, bis wir Jänner 2026 den flächendeckenden Rollout machten. Wir gehen also den Weg mit unseren Kund*innen gemeinsam und bieten ihnen eine Alternative zum Einwegbecher, gleiche Convenience, aber eben ein anderer Umweltimpact, denn mit jedem Griff zum Mehrwegbecher wird ein Einwegbecher und dessen Verpackung eingespart, der im Schnitt nach 15 Min. im Müll landet.
Oder wenn wir in den Textilbereich schauen, dann machen wir mit der Initiative ZWEITES LEBEN die sinnvolle Textilspende bekannter. Vier Mal im Jahr können bestimmte Kleidungskategorien bei uns gespendet werden und wir lassen sie den sozialwirtschaftlichen Textilverwertern zukommen. Für Kund*innen ist die Rückgabe in der Filiale einfach möglich, sie unterstützen damit die Sozialwirtschaft und erhalten dafür auch einen Danke Gutschein."
Wie entstehen solche Initiativen bei Tchibo Österreich? Und welche Rolle spielen dabei die Bedürfnisse unserer Kund*innen?
"Wir sind eine Art Problemlöser, wir denken von den Kund*innenbedürfnissen weg und entwickeln an unser Kerngeschäfts angedockt eine leicht in den Alltag integrierbare Lösung. Wie die Initiativen entstehen? Meist entstehen Ideen im Austausch und aktivem Zuhören, was sind Themen im Alltag, bei denen wir unterstützen können. Oder wir haben einen Wertstoff, daraus sollten wir was machen, was für Kund*innen spannend ist und begeben uns dann auf die Suche nach dem passenden Partner. So war es z.B. bei der Erde aus Kaffeesatz. In unseren CoffeeBars fällt jeden Tag Kaffeesatz an, zu schade für den Müll. Und daraus entstanden die Erdepellets mit Kaffeesatz als Dünger, die wir dieses Jahr erstmals in unseren Filialen verkauft haben."
Was wünschst du dir für die nächsten 20 Jahre Verantwortung bei Tchibo?
"Dass wir neugierig bleiben, weiter mutig vorangehen und gemeinsam mit den Kolleg*innen hier bei Tchibo, unseren Partner*innen und unseren Kund*innen die Zukunft gestalten, also unserer Verantwortung nachkommen und wirklich was bewirken."
Zum 20 jährigen Jubiläum haben wir unsere Nachhaltigkeitsbroschüre 2026 veröffentlicht. Sie stellt auf zehn Seiten Themen und Initiativen bei Tchibo vor – von Kaffee bis zu Textilspenden und Mehrweg.
Warum lohnt es sich, die neue Nachhaltigkeitsbroschüre 2026 zu lesen?
"Man erfährt, was Tchibo als Unternehmen beschäftigt. Leser*innen erfahren mehr darüber was wir tun und warum. Ich glaube, das ist ein ganz wesentlicher Einblick für die Markenbindung.
Die Nachhaltigkeitsbroschüre ist jedenfalls ein kompaktes Update unserer Initiativen. Und wir haben auch viele weiterführende Infoangebote integriert, wer gerne tiefer reingehen möchte."
20 Jahre Verantwortung bei Tchibo bedeuten für uns vor allem: dranzubleiben, weiterzudenken und aus Erfahrungen konkrete nächste Schritte abzuleiten.
Wir blicken deshalb nicht nur auf das zurück, was seit 2006 entstanden ist. Wir richten den Blick auch auf die Zukunft – auf neue Anforderungen, weitere Lernprozesse und die Frage, wie Verantwortung noch stärker in unser Kerngeschäft integriert werden kann.