Inspiration
Weniger kaufen, besser aussehen

Vom Farbtyp zur Traumgarderobe

Die meisten Menschen kaufen Kleidung nach Bauchgefühl und wundern sich, warum so vieles davon kaum getragen wird. Dabei steckt hinter einer harmonischen, gut kombinierbaren Garderobe kein Geheimnis, sondern ein System: der eigene Farbtyp. Wer ihn kennt, weiß genau, welche Farben ihm schmeicheln, welche sich vielseitig kombinieren lassen und welche Käufe er sich künftig sparen kann.

Im ersten Teil haben wir gemeinsam mit Stil- und Imageberaterin Bettina Kohlweiss die Welt der Farbberatung erkundet. Jetzt geht es einen Schritt weiter: Was machst du konkret mit diesem Wissen? Und wie verändert es deinen Alltag vom Kleiderschrank bis weit darüber hinaus?

Der vielleicht überraschendste Effekt einer Farbberatung hat nichts mit einzelnen Outfits zu tun, sondern mit dem großen Ganzen. Denn wer seinen Farbtyp kennt, hat plötzlich ein klares System für den gesamten Kleiderschrank: „Eine Farbberatung bildet die Basis für nachhaltige Einkäufe und einen kleinen, feinen, gut sortierten Kleiderschrank samt Accessoires, aus dem sich zahlreiche Looks für unterschiedlichste Anlässe kombinieren lassen", weiß Bettina.

Das Zauberwort heißt Capsule Wardrobe – eine minimalistische Garderobe aus wenigen, hochwertigen und vielseitig kombinierbaren Stücken. Und Farbe ist dabei der entscheidende Baustein. Bettina erarbeitet mit ihren Kund*innen deshalb immer einen konkreten Farbplan: „Ich erarbeite gemeinsam mit meinen Kund*innen, welche zwei bis drei Farben ideal für die Basisgarderobe sind und welche zwei bis drei Farben besonders schöne Akzentfarben darstellen. Das erleichtert den Aufbau einer strukturierten Garderobe enorm."

Das Prinzip dahinter ist einfach und wirkungsvoll: Die Basisfarben bilden das ruhige Fundament und lassen sich untereinander und mit den Akzentfarben kombinieren. Die Akzentfarben setzen gezielte Highlights und verleihen jedem Look eine persönliche Note. Das Ergebnis? Weniger Chaos im Kleiderschrank, mehr Outfits, die wirklich funktionieren.

Trendfarben – ja oder nein?

Jede Saison bringt neue Trendfarben. Aber sollte man jede davon mitmachen, auch wenn sie nicht zum eigenen Farbtyp passt? Bettina ist da klar: „Bei Trendfarben sollte man sich zuerst fragen: Brauche ich sie wirklich? Wer sich eine langfristig kombinierbare Garderobe wünscht, wird mit unpassenden Trendfarben meist wenig anfangen können. Sie unterstützen die persönliche Wirkung oft nicht optimal, lassen sich schwer in die bestehende Garderobe integrieren und werden nur selten getragen."

Das bedeutet nicht, dass Trends grundsätzlich tabu sind. Wer eine Trendfarbe entdeckt, die zufällig auch zum eigenen Farbtyp passt – perfekt! Aber der Griff zur Trendfarbe sollte nie aus dem Reflex heraus passieren, sondern aus der bewussten Entscheidung: Passt diese Farbe zu mir? Und zu dem, was ich bereits habe? Diese eine Frage kann jede Menge Fehlkäufe sparen.

Was, wenn die Lieblingsfarbe nicht passt?

Das ist wohl die Frage, die Bettina am häufigsten gestellt wird. Ihre Antwort darauf: „Farben sind unglaublich kraftvoll, weil sie psychisch und physisch wirken. Jemandem die Lieblingsfarbe ‚wegzunehmen', wäre daher keine gute Beratung." Sie empfiehlt also keinen Verzicht, aber einen cleveren Umgang. Denn die entscheidende Frage lautet nicht „Darf ich diese Farbe tragen?", sondern „Wie integriere ich sie am besten?"

„Eine Möglichkeit ist, Lieblingsfarben im Wohnbereich oder bei Accessoires einzusetzen. Wenn man sie im Outfit tragen möchte, empfiehlt es sich, sie möglichst weit entfernt vom Gesicht zu platzieren – etwa bei Röcken, Hosen, Schuhen oder Taschen."

Ein weiterer Trick: Muster: "Wenn ein gemustertes Kleidungsstück zu etwa 80 % aus idealen Farben besteht, gleichen diese die weniger harmonischen Töne problemlos aus. So kann auch eine „schwierige" Farbe wunderbar funktionieren, ohne dass sie das Gesamtbild stört", so Bettina.

Mehr als nur Mode

Wer jetzt denkt, das Thema Farbtyp endet an der Kleiderschranktür, liegt weit daneben. Bettina zeigt, wie universell dieses Wissen eigentlich ist: „Die Farben des eigenen Farbtyps lassen sich auf nahezu alle Fragen rund um Farbe anwenden – etwa bei Make-up, Haarfarben oder Accessoires wie Brillen, Schmuck, Taschen. Auch für Interieur oder den persönlichen Web- und Social-Media-Auftritt bis hin zu Bewerbungsunterlagen kann der eigene Farbtyp herangezogen werden."

Konkret bedeutet das: Der richtige Lippenstift, der passende Blush, die schmeichelhafteste Haarfarbe, die Brillenfassung, die das Gesicht zum Strahlen bringt: All das lässt sich mit dem Wissen um den eigenen Farbtyp gezielt auswählen.

Kleidung sinnvoll weitergeben

Das soll kein Aufruf sein, den Kleiderschrank von heute auf morgen völlig umzukrempeln. Viel mehr geht es darum, beim nächsten Einkauf einfach etwas bewusster hinzuschauen und sich zu fragen: "Passt das wirklich zu mir?" Denn blind Trends nachzulaufen lohnt sich selten. Das zeigen auch die Tchibo Shopping-Insights 2026*: 66,5% der Österreicher*innen greifen ausschließlich zu zeitlosen Basics und nur 3,7% orientieren sich vorrangig an aktuellen Trends.

Wer durch diesen Gedanken aber nun Lust bekommen hat, seinen Kleiderschrank etwas aufzuräumen und auszumisten: Tchibo macht es ganz einfach, gut erhaltenen, getragenen Kleidungsstücken ein zweites Leben zu schenken. Ab 22. Juni bis 11. Juli können Kund*innen Sportmode in allen 120 Tchibo Filialen in Österreich spenden und damit zurück in den Kreislauf bringen. Als kleines Dankeschön gibt es mit der TchiboCard 20 % Rabatt auf den nächsten Einkauf. Eine schöne Möglichkeit, den eigenen Kleiderschrank zu verschlanken und gleichzeitig etwas Gutes zu tun.

*Quelle: Tchibo Shopping-Insights 2026