Podcast

#143: Turning coffee grounds into coffee compost – the circular economy, made in Austria

How can coffee grounds – often regarded as waste – be turned into a new raw material? Tchibo Austria, in collaboration with partners, has developed coffee grounds pellets that swell to form nutrient-rich potting compost. The “5 Cups a Day” episode explains how the circular economy can work in practice in everyday life. It focuses on the idea of keeping recyclable materials in the cycle, as well as the challenges involved in the development and logistics of this innovative project.

After enjoying a fragrant cup of coffee, you’re left with the coffee grounds. Most of the time, they end up in the organic waste bin. But what if this so-called waste is actually a valuable raw material? What if today’s filter coffee could be feeding your basil tomorrow?

In the latest episode of our podcast ‘5 Cups a Day’, this very intriguing question was answered and a genuine innovation was introduced: Tchibo’s coffee compost pellets from Austria.

A new lease of life for coffee grounds

In this podcast episode, we speak to Manuela Schneider, who heads the Corporate Responsibility department at Tchibo Austria, and Lukas Bürger, Managing Director of Waldaffe & GUSTA GARDEN, the company behind the Kaffeeerde pellets. Together, they have launched the ‘Kaffeeerde’ project, which brings the circular economy to life. The vision behind it is simple yet powerful: to transform raw materials that we would normally throw away back into useful products.


"We throw away a great many things that we could actually reuse. The question – and this is really the question for an industrial designer – is: how do we manage to turn these raw materials back into products that can then be reused?" – Lukas Bürger


Magic for the home

What sounds simple proved to be a challenge during development. Obstacles such as logistics, tight timeframes for processing the fresh coffee grounds and getting the regional distribution right all had to be overcome first. The result is a neat, compact and lightweight solution. Instead of having to lug heavy, unwieldy sacks of potting compost, customers receive a lightweight cardboard box containing pellets. One pack weighs just over four kilos and, when water is added, transforms into 20 litres of nutrient-rich, loose compost.


"The magic happens at home: ideally, add some warm water, let it soak in, then give it a quick stir, and after 15 minutes you’ll have this brilliant potting compost that already contains fertiliser. So it’s a highly functional, sustainable product.” – Manuela Schneider


The soil is ideal for balcony and indoor plants and has already shown its potential in initial tests, reports Manuela:


"Well, speaking from my own experience – and I’ve been keeping a close eye on my vegetable patch – I can tell you that the lettuce is doing brilliantly, the courgettes are already huge, the cucumbers… And the soil is really doing the tomatoes a world of good."


Have a listen to the new episode of ‘5 Cups a Day’ now!

Transkript

Aus Kaffeesatz wird Pflanzenerde - Circular Economy made in Austria 

Manuela Schneider [00:00:02] Die Kaffeerde-Pellets sind mit unserer Garten-Kollektion zusammen gestartet, weil das ein Perfekt-Match ist. Man kann also zuerst auf einen Kaffee zu uns gehen, den genießen und dann, wenn man seine Besorgung macht, die Kaffeeerde mitnehmen. Die wiegt ein bisschen über vier Kilo, rauskommt durch die Zugabe von Wasser 20 Liter nährstoffreiche, lockere Erde.

Lukas Bürger [00:00:24] Wir veredeln ja quasi diesen Kaffeesatz zu einem vollwertigen Dünger und versuchen ja mit unserem Prozess den Düngern so auszugleichen, dass es dann ein standardisierter, gleichbleibender Rohstoff ist, dass man ihn dann in weiterer Folge in Rezepturen ganz gezielt bemessen einsetzen kann.

Station Voice [00:00:47]  "5 Tassen täglich", der Tchibo Podcast.

Ralf Podszus [00:00:55] Ein herzliches Moin, hier ist euer Podcast, bei dem ihr die Kaffeeliebe hören könnt. Ja, und manchmal riecht euer Smartphone beim Podcast-Hören sogar richtig gut nach frischen Kaffeebohnen oder euer Autoradio oder wo ihr auch immer zuhört. Ich mag ja den Geruch auch von frisch gemähtem Gras gerne riechen - und Blumenerde. Darum freue ich mich auf die heutige Folge, denn die erdet uns. Es wird erdig im wahrsten Sinne. Wir sprechen über eine Innovation, die erstmal ein bisschen schräg klingt: Aus Kaffeesatz wird Pflanzenerde. Und zwar nicht irgendwo im Labor, sondern ganz konkret aus Tchibo Coffee Bars in Österreich kommt der Kaffesatz rein in euren Blumentopf. Einfach kurz mal Kaffee genießen und dann weiterverwerten. Oder anders gesagt: euer Cappuccino von heute könnte morgen euren Basilikum ernähren, dann hat er auch mal eine längere Überlebenschance in der Küche. Toll. Ich spreche jetzt mit zwei Menschen, die genau das möglich machen, den wiederverwendbaren Kaffee. Manuela Schneider aus Wien ist am Start. Manu leitet bei Tchibo Österreich die Unternehmensverantwortungs- und Kommunikationsabteilung. Und Lukas Bürger aus Kärnten ist auch bei mir. Lukas ist der Mann hinter den Kaffeerde-Pellets und über die schnacken wir jetzt. Servus ihr zwei!

Manuela Schneider [00:02:16] Servus Ralf.

Lukas Bürger [00:02:17] Grüß dich, Ralf, aus Kärnten, hallo.

Ralf Podszus [00:02:20] Lukas, was machst du genau beruflich? Steht auf deiner Visitenkarte "Kaffeewiederaufbereitungsmanager"? Und wie sagt man das kärntnerisch?

Lukas Bürger [00:02:29] Also eigentlich bin ich Industriedesigner vom Beruf und habe ganz viele Branchen begleitet mit Innovationen und Entwicklungen und bin über Unwege durch ein eigenes Start-up Guster Garden zu dem Thema Kaffeeerde und Erdenentwicklung gestoßen, weil es da einen großen Need geben hat. Also eigentlich Quereinsteiger in diese Branche.

Ralf Podszus [00:02:51] Quer rein in den Kaffee. Sehr gut. - Manu, was machst du genau bei Tchibo, wenn du nicht gerade privat in deinem 80 Meter Pool, die ein oder andere Bahn schwimmst?

Manuela Schneider [00:03:01] Da hast du sehr großzügig aufgerundet. Bei Tchibobin ich für Nachhaltigkeit... Unser nationales Nachhaltigkeitsprogramm, neue Ideen zu implementieren, verantwortlich. Natürlich auch entsprechende Kommunikation, die Pressearbeit, alles, was so nach außen geht. Ich sage immer: Gutes tun und darüber sprechen.

Ralf Podszus [00:03:20] Oh ja, das hat meine Oma auch immer gesagt: "Tue Gutes und sprich darüber." Das ist sehr, sehr schön und ja, ich bin ein bisschen neidisch auf deinen Pool, dass du einfach einen Pool zu Hause hast... Deswegen habe ich das vielleicht ein bisschen überdehnt wie groß der ist. - Was habt ihr gerade in euren Kaffeetassen, bevor alles Basilikum wird?

Lukas Bürger [00:03:36] Also, ich habe einen Kaffee schon getrunken. Ich trinke am Nachmittag dann stärker einen Kaffee, am Vormittag nur einen, weil sonst ist das zu viel für mich.

Ralf Podszus [00:03:45] Bist du sonst müde im Verlauf des Tages?

Lukas Bürger [00:03:47] Naja, ich bin da eher italienisch. Am Vormittag wird Kaffee mit Milch getrunken - ich trinke keinen Kaffee mit Milch. Und stelle mir dann eher eine Fraktion zum Abendessen: Ristretto.

Manuela Schneider [00:03:57] Also ich genieße gerade meinen ersten Cappuccino des Tages und freue mich noch auf ein paar weitere und vielleicht wird es auch noch ein Espresso am Nachmittag.

Ralf Podszus [00:04:05] Bevor wir Kaffeesatzleserei machen, möchte ich gerne mal erst mal verstehen, warum passiert sowas eigentlich in Österreich? Also getrunkenen Kaffee wiederverwerten? Manu, ist Österreich so das kleine Tchibo-Nachhaltigkeitslabor?

Manuela Schneider [00:04:19] Also der Gedanke gefällt mir sehr gut, was wir uns sehr genau anschauen, wo mögliche Wertstoffe vorhanden sind, die noch ein zweites Leben finden können, welche Innovationen können wir in den Bereich der Kreislaufwirtschaft setzen, um diese zu stärken und das ist ein ganz wichtiger Teil unseres nationalen Nachhaltigkeitsprogramms. Also welchen Impact können wir hier auch im Land umsetzen und wenn man Tchibo kennt, es ist ein Familienunternehmen, Sitz ist in Deutschland und Österreich ist die größte Ländergesellschaft. Das heißt, wir haben eine ganz spannende Marktgröße, eine agile Struktur und eine Kundinnen-Nähe, auf die wir sehr stolz sind. Und deswegen probieren wir auch gerne Dinge aus, holen uns das Feedback von Kundinnen dazu und können so auch Themen voranbringen.

Ralf Podszus [00:05:03] Ja, wie kann das eigentlich sein, dass wir seit über sechs Jahren "5 Tassen täglich" noch nicht da mit Tchibo Österreich was gemacht haben? Deswegen auch ja heute eine kleine Premiere. Schön, dass ihr beiden dabei seid. Wir haben uns ja auch beim Event in Berlin mal kennengelernt, Manu, und haben gleich gesagt: Komm, wir müssen mal Österreich reinholen in den Podcast. - Also schön, dass es dann gleich mit einer Innovation passt. Kannst du noch ein bisschen mehr dazu erzählen? Der Unterschied, vielleicht Österreich / Deutschland, gibt es da Unterschiede? Auch bei Tchibo? Also ich war im Urlaub, bin ich auch durchgefahren. Und hab auch gleich fett in Innsbruck eine Tchibo-Filiale gesehen.

Manuela Schneider [00:05:35] Da bist du wahrscheinlich bei der Maria-Teresia-Straße vorbeigegangen, die Filiale mit unserem ersten To-Go-Fenster. Das ist auch ganz spannend gewesen, wie wir das eingeführt haben. Der Kaffee-Genuss ist bei uns sicherlich... wir sagen immer so, ein bisschen italophil. Das heißt Espresso, Cappuccino werden sehr gerne getrunken, die Zubereitung, Tassen... genau. Und das ist, glaube ich, zu Deutschland ein großer Unterschied, was den Konsum angeht oder den Genuss bei euch. Auch die Filterzubereitung den Hauptanteil in den Haushalten einnimmt.

Ralf Podszus [00:06:08] Und wie trinken jetzt die Österreicherinnen und Österreicher ihren Kaffee am liebsten? Unser Nachbar an Deutschland ran? - Mit Schlagobers?

Manuela Schneider [00:06:16] Ja, den gibt's natürlich auch. Das ist schon ein Klassiker auf der Karte der Wiener Kaffeehäuser, sag ich mal, oder der österreichischen Kaffeehäuser. Ist aber nicht unter den Top-5-Kaffeegetränken. Also da sind wir schon bei Cappuccino und Espresso und Verlängerter. Die drei sind so die beliebtesten.

Ralf Podszus [00:06:34] Dann reden wir jetzt über euer Tchibo-Nachhaltigkeitslabor, also Österreich, klein genug zum Testen, allerdings groß genug, dass es eben Wirkung hat, ja? Und gleichzeitig seid ihr ein sympathisches, kaffeeverrücktes Land. Für die meisten ist jetzt ja Kaffeesatz Biomüll. Fertig, ja. Das Zeug ist feucht, schwer, so ein bisschen unangenehm. Also einfach ab in die Biotonne. Lukas, du sagst, genau da liegt der Fehler. Nicht einfach in die Biotonne oder auf den Kompost.

Lukas Bürger [00:07:03] Allgemein sind wir vor der Herausforderung, dass wir Dinge wiederverwenden sollen. Und da eignet sich natürlich der Kaffeesatz sehr gut, weil er Nährstoffe, Spurenelemente in sich trägt, die Pflanzen aufnehmen können und dann wieder halt im Kreislauf wachsen zu können. Ich sehe das Kaffeesatz-Thema als Upcycling-Rohstoff, das heißt als Standalone-Dünger ist er... Sagen wir mal... prägnant. Aber als Additiv, als Ergänzung in so einer Substratmischung ist es eine perfekte Zufügung und natürlich, wenn dieser Wertstoff mehr oder weniger anfällt, warum den nicht verwenden und das ist einfach das Spannende daran, dass man draus sehr viel machen kann. Das heißt, der Kaffeesatz an sich hat ja viele unterschiedliche Nährstoffe. Wir haben da sehr viel Stickstoff drinnen, der für einen längeren Zeitraum für Pflanzen verfügbar gemacht wird. Wir haben einen PH-Wert, der sehr interessant ist für gewisse Kulturen. Und die findet man eigentlich durchaus auf jedem Balkon und auf jeder Terrasse immer wieder. Und deswegen kann man eigentlich den Kaffeesatz auch in kleiner Dosis als rohen Dünger zu den Pflanzen geben. Das ist eigentlich schon interessant zu wissen. In unserem Fall haben wir das natürlich speziell gemacht. Wir veredeln ja quasi diesen Kaffesatz zu einem vollwertigen Dünger und versuchen ja mit unserem Prozess den Dünger so auszugleichen, dass es dann ein standardisierter, gleichbleibender Rohstoff ist, dass man dann in weiterer Folge. Rezepturen ganz gezielt bemessen, einsetzen kann. Das ist eigentlich das Hauptthema, warum wir das dann so technisch aufbauen.

Ralf Podszus [00:08:38] Das heißt, wir werfen jeden Tag etwas weg, das eigentlich Dünger ist.

Lukas Bürger [00:08:42] Genau, wir werfen sehr viele Dinge weg, die wir eigentlich wieder verwenden können. Die Frage, und das ist eigentlich die Frage von einem Industriedesigner: wie schafft man es, diese Rohstoffe wieder in Produkte zu bringen, die dann auch wieder verwendet werden. Das ist jetzt nicht nur etwas, wo man sagt, wir machen halt ein Kunstwerk daraus oder irgendetwas einfach nur als Anschauungsobjekt, sondern wirklich etwas Nutzvolles. Und da drin liegt, glaube ich, generell für Europa jetzt eine ganz große Chance, dass wir eigentlich... Alles was wir brauchen, was wir nutzen werden in der Zukunft, einen Abfall bei der Tür im Sack wieder rauswerfen. Und das fängt halt in der Produktentwicklung schon an, dass man sich Gedanken macht, aus welchen Bauteilen man Komponenten für fertiges Produkt verwendet. Und bei uns ist es halt gewesen aus Gustagadensicht, wir haben die Pflanzgefäße, aber wir haben ja dann den Kunden auch die Erde mit anbieten müssen. Und daraus ist ja diese ganze Innovation Substrat-Pellets entstanden. Und fügt sich natürlich perfekt zusammen.

Ralf Podszus [00:09:45] Perfekter Kompost kann man schon sagen. Das kommt dann in den Garten auf die Obst- und Gemüsereste. Kaffeesatz darf dann eben auch auf den Komposthaufen. Du hast vorhin gesagt, so ein bisschen auf jeden Fall. Denn Kaffesatz liefert Stickstoff und fördert auch die Verrottung. Also auch Regenwürmer mögen ihn, sind ja auch ganz wichtig dann. Und jetzt kommen Manu und Lukas und sagen, wir machen daraus Erde. Tchibo goes also Regenwurm. Richtig?

Lukas Bürger [00:10:09] Genau, also dann erkläre ich einmal das Thema: Erde. Wir trennen das ja in Substraten und die Erde, die man so quasi im Garten sieht, auf. Wir reden da von zwei verschiedenen Welten. Das eine ist, dass wir sagen, Substrate sind ja technische, organische Stoffe, die wir in einem Topf am Balkon, in einem abgeschlossenen Umfeld anpflanzen. Dann muss diese Erde, also diese Substrat sehr gut abgestimmt sein, dass das gut wächst. Wenn ich aber jetzt ein Freibeet habe, dann reden wir eigentlich von Erde und Humus. Da hat natürlich der Kaffeesatz einen anderen Effekt, weil da hat er lange organische Wirkzeit, da ist ein ganz anderes Umfeld und da kann man natürlich anders einsetzen. In unserem Fall haben wir es für Topfkulturen eingesetzt und das nennt man dann eigentlich Substrat.

Ralf Podszus [00:10:55] Wie wird aus diesem feuchten Kaffeesatz dann ein Produkt, das ich dann auch im Laden wieder kaufen kann?

Lukas Bürger [00:11:01] Also wir bekommen den Kaffeesatz aus den Filialen gesammelt, zugestellt, wir trocknen, hygienisieren diesen Rohstoff, behandeln ihn mehr oder weniger thermisch, sodass es unkraut-, pilzfrei, sporenfrei wird, also wirklich steril und dann wird das Ganze pelletiert. Wir haben auch einen Wasserspeicher hinzugefügt in diesen Düngerpellet, der auf Holzbasis aufgebaut ist, mit dem wir einfach die Wasserhaltefähigkeit im Substrat ergänzen. Und damit haben wir jetzt mehr oder weniger diesen definierten Pellets. Und der wird dann zusammen mit Strukturmaterialien, Waldhackgutresten, Kompostarten nach unserer Rezeptur vermischt. Und damit können wir wie bei einer Müsli-Mischung mehr oder wenig aus unterschiedlichen Pellets diese Rezeptur, diese Tchiborezeptur herstellen. Das ist diese Neuheit, also diese wirklichen Innovationen in dem ganzen Thema: Substratherstellung. Weil wir genau mit diesen verschiedenen Pellets extrem viel steuern können, wie dieses Substrat zum Beispiel genau für Tomaten funktioniert oder für Beerensträucher, also wir können das sehr viel machen, ähnlich vielleicht wie man es auch in einer Farbpigmentierung von der Technologieseite her die Möglichkeiten hat. Und das ist die Besonderheit, die Neuheit am Markt, dass wir auch von der Biochemie her ganz neue Möglichkeiten haben zu betrachten, weil erst durch die Aktivierung des Wassers, wenn das Ganze dann aufquillt, werden dann diese Nährstoffe in Bewegung gesetzt. Und geben dann genau zu einem definierten Zeitpunkt das an die Pflanzen weiter. Und das ist ganz was Besonderes in dieser ganzen Technologie.

Ralf Podszus [00:12:34] Hört sich interessant an, kompakt, sauber und auch gut lagerfähig, also das Ganze wird dann in Form gebracht im wahrsten Sinne vorher und der Zauber passiert dann bei der Kundin und bei dem Kunden. Wie viele, nehme ich wie viele Pellets und wie muss ich mir das vorstellen, wie entfaltet sich das alles insgesamt?

Lukas Bürger [00:12:50] Genau, so wie eine Expansion auf das dreieinhalbfache Volumen, das heißt, man füllt ein Gefäß quasi auf zehn Zentimeter und dann steigt es bis auf 30 Zentimeter auf, das passiert ungefähr in einer Viertelstunde, in einem Tag hat es sich dann wirklich ganz gut homogenisiert und im Endeffekt ist es dann sofort auch pflanzfertig, ja, also sobald das durch Misch aufgequollen ist, kann man sofort die Pflanze reinsetzen oder Saatgut reingeben. Und man muss das auch berücksichtigen, es ist eine komplett neue Anwendung. Das ist vielleicht die Herausforderung der Innovation, dass der Kunde aktuell im Kopf hat, ja, Erde kommt aus dem Plastiksack und man füllt das rein und dann ist das voll. Das ist halt bei uns ein neues Handling, aber von der Reinheit ist das wirklich super spannend, weil wir können das in Karton verpacken, d.h. Wir brauchen keine Plastikverpackung. Wir können das sehr haltbar lagern. Man kann das in einen Rucksack packen, man kann das an der U-Bahn transportieren, an den Fahrrad transportieren und hat eigentlich relativ viel Erde mit dabei. Also das ist schon so eigentlich eine neue Erfahrung für viele, die das anwenden.

Ralf Podszus [00:13:55] Richtig cool. Kein Schleppen von schweren Erdsäcken mehr und kann ich direkt dran auch im Garten alles machen oder vor Ort im Schrebergarten, je nachdem, wo man es möchte, auf den Balkon einsetzen. Pellets in den Eimer, Wasser dazu - fertig und Dünger ist dann auch schon drin.

Lukas Bürger [00:14:09] Genau, das ist das Besondere der Technologie, dass wir die Dünger haltbar in der Lagerung haben und erst durch das Wasser sich das aktiviert. Wenn ich das mit einer normalen Sackerde habe, dann liegt die ein, zwei Monate im Lager schon und da fängt sich ja trotzdem alles an zu zersetzen und zu verändern. Das heißt, bei uns ist wirklich ab dem Startpunkt des Wassers erst das Ganze aktiviert und deswegen reicht dann auch die Düngung über die ganze Kulturperiode mehr oder weniger aus für die Pflanze, das können wir so einstellen.

Ralf Podszus [00:14:40] Ja, also Nährstoffe aus Kaffeesatz, das wirkt dann auch wie ein natürlicher Dünger.

Lukas Bürger [00:14:45] Genau, es ist natürlich ein Dünger, wir können das eben von einer Dosierung her so einstellen. Wir haben das jetzt in der Rezeptur für Starkzehrer: Tomaten, Gemüsepflanzen, also Tomaten-Chili-Paprika-Wurzeln, also in diese Richtung eingestellt. Bei einer höheren Dosierung würde sich das auch perfekt für Beerenpflanzen eignen, die ein bisschen mehr säureres Mileu benötigen oder für Blumen wie Hortensien, Azaleen, Kamelien. Also in diese Richtung, die dann eher säureres Milieu benötigen, könnte man dann mit diesem Dünger dann eine höhere Dosierung machen. Wir haben ihn halt so eingebaut, dass es ein Langzeitdünger ist, das heißt, dass er über mehrere Wochen langsam verfügbar ist und somit die Pflanze über diese Wachstumsperiode perfekt versorgt.

Ralf Podszus [00:15:33] Wir haben ja schon gemerkt, du musst dich jetzt nicht so abrackern damit. Das ist nicht so schwer. Du musst jetzt nicht alle möglichen fetten Blumen-Erde-Säcke tragen. Gute Bio-Blumen-Erde, so 7,5 Kilogramm, die kostet ja dann auch schon mal 8 Euro, 10 Euro, 11 Euro. Wie teuer sind jetzt die Tchibo-Pellets und wie läuft das in den Coffee-Bars ab? Stehen die jetzt immer neben der Kasse oder ich sage: ich hätte gern den "Feinen Milde" und noch drei Sack Erde bitte.

Manuela Schneider [00:15:58] Also die Kaffeeerde Pellets, die sind mit unserer Gartenkollektion zusammen gestartet, weil das ein Perfekt Match ist und werden auch in dem Umfeld weiter im Verkauf präsentiert. Man kann also zuerst auf einen Kaffee zu uns gehen, den genießen und dann, wenn man seine Besorgung macht, die Kaffeerde mitnehmen. Die wiegt bissel über vier Kilo, kostet 9,99 Euro und rauskommt durch die Zugabe von Wasser 20 Liter nährstoffreiche, lockere Erde. Also aus Konsumentinnen-Sicht, man kennt das, man fährt normalerweise in den Baumarkt oder ins Gartencenter, schleppt er diese schweren, unsauberen, leicht feuchten Säcke und muss die einladen...

Ralf Podszus [00:16:37] ...Dann reißt was auf und du hast die Erde schon im Kofferraum...

Manuela Schneider [00:16:40] Jaaa! Es ist einfach... Es kann möglicherweise eine Sauerei sein, das passiert dir bei uns nicht. Also da ist wirklich ein ganz sauberer, handlicher Karton, den du einfach nach Hause transportieren kannst. Und eben zu Hause passiert dann die Magic mit am besten noch warmem Wasser, die du dazu gibst und das quellen lässt, dann rührst du es ein bisschen durch und nach 15 Minuten hast du eben diese tolle Erde mit bereits dem Dünger dabei. Also ein hochfunktionales, nachhaltiges Produkt. Finde ich auch so schön ein greifbares Zeichen für gelebte Kreislaufwirtschaft.

Ralf Podszus [00:17:11] Die "Magic", ein ziemliches rundum sorglos Paket, vor allem für alle, die Pflanzen lieben und auch keinen Garten haben, sondern man kann damit auch am Balkon dann rum experimentieren.

Manuela Schneider [00:17:23] Ja, oder drinnen. Also gerade für WohnungsbesitzerInnen finde ich das auch sehr spannend, weil du machst die Schachtel auf, du nimmst dir was du brauchst, den Rest behältst du dir einfach auf und kannst es jederzeit wieder hernehmen. Also das hat jetzt in dem Sinne kein schnelles Ablaufdatum, ist auch kein Hygienethema und das finde ich halt so praktisch.

Ralf Podszus [00:17:40] Ich liebe ganz kleine, süße, knackige Tomaten. Die habe ich immer auch in meinem Garten geliebt. Erzählt doch mal. Habt ihr schon bestimmt auch mal ausprobiert und alles Mögliche versucht? Beeren war vorhin noch so ein Stichwort. Was kann man damit alles schön großziehen? Wie lecker wird es damit?

Manuela Schneider [00:17:55] Also aus eigener Erfahrung, und ich habe ja auch den Blick direkt auf mein Gemüsebett gerichtet, kann ich dir sagen, es geht Salat wunderbar, Zucchini ist bereits riesig, Salatgurken... Und den Tomaten tut die Erde wirklich richtig gut. Also ich hatte noch nie so üppige Auswuchse im Beet. Also ich habe hier auch eine kleine Versuchsreihe gestartet, ich habe ganz herkömmliche Pflanzerde genommen, ich hab Pflanzerde zusammen mit Kaffeesatz aus dem ... Vollautomaten genommen und das selber ein bisschen gemischt und dann habe ich die fertigen Kaffeeerdepellets eben mit Wasser zusammen angereichert verwendet und man sieht da einen eindeutigen Unterschied und die Kaffeeerdepellets, das ist wirklich ein Topprodukt.

Ralf Podszus [00:18:38] Und Lukas, ich hab gehört, bei dir wächst krasser Chili. Du bist so ein Chili-Fan. Was hast du da genau angepflanzt?

Lukas Bürger [00:18:44] Naja, mein Lieblingsprodukt aus unserem Portfolio ist der Charlie Chili. Das ist ein kleiner Chili-Topf, der einen integrierten Wassertank hat. Und nachdem ich eigentlich alles, was ich ess, sehr scharf esse und in Thailand die schärfsten Gerichte mich auch nicht vom Sessel gekaut haben, baue ich auch selber viel Chili an. Und ich habe da sehr viele unterschiedliche Arten von Chili, aber es gibt da eben diese Habanero-Chocolate, die... Eher so einen süßen Geschmack hat, was trotzdem sehr scharf ist und das passt für mich auch spannend eben zu dem Kaffeethema, weil Kaffee, Schokolade und Chili ist für mich irgendwie ein cooles Bild und das habe ich ja heuer schon angebaut. Jetzt müssen wir noch abwarten...Jetzt fangen die Chilis erst an kleine Früchte zu machen, aber ich bin schon gespannt dann im August, wenn wir die ersten ernten werden.

Ralf Podszus [00:19:30] Ich habe auch mal eben geguckt... Chocolate Habanero, das passt ideal zu tropischen Obst wie Mango oder Ananas, das hört sich sehr lecker an, was du da züchtest, Lukas. Aber ich würde vielleicht nur so eine kleine Prise da drauf nehmen. Also, das ist schon sehr konsequent, scharfes Chili aus Kaffee, hätte man jetzt nicht so gedacht. Jetzt haben wir ja geklärt, das ist die Ösi-Experimentier-Küche...Nun haben wir von den guten Ergebnissen gehört, aber, ich vermute mal, wenn man experimentiert, gerade so wissenschaftlich herum probiert, da geht auch einiges schief. Was sind so eure Rückschläge? Was lief mal so überhaupt gar nicht gut? Und welches Büro ist immer noch voller 800 Kilogramm Erde bei euch?

Manuela Schneider [00:20:05] Also ich glaube, da muss ich ein bisschen weiter ausholen und zwar von der Idee, aus dem Kaffeesatz etwas zu machen bis zum Produkt, das war die spannende und schwierige Reise. Also wir denken darüber schon fast zwei Jahre nach und es gab schon viele Besonderheiten, wie man diesen Wertstoff angreift, wie man ihn transportiert, was man daraus machen kann, dass es letztlich eine relevante, alltagstaugliche Lösung ist. Und wir wollten es unbedingt in unseren Filialen auch verkaufen. Und wenn jeder von uns jetzt mal nachdenkt, wo er Kaffeeerde normalerweise kauft, wo die gelagert wird, dann wird jeder sagen: Naja, die habe ich noch nie im Geschäft drinnen gekauft. Und das war die größte Herausforderung. Und deswegen freue ich mich sehr, dass wir für dieses Formen dann den richtigen Partner mit Lukas und mit der Firma Waldaffe gefunden haben. Denn die Pellet-Form hat es letztlich möglich gemacht. Und da sieht man wieder, wie wichtig eben dieses Durchhaltevermögen ist, wenn man an eine Idee glaubt. Und wir wollten hier ganz schlichtweg keine Kompromisse machen. Ein zweiter Punkt: Kaffee ist schon als Naturprodukt an sich bis zum Genuss sehr anspruchsvoll und auch der Wertstoff ist durchaus herausfordernd. Das heißt, das Zeitfenster für den Transport des Kaffeesatzes bis zur Verwertung sollte nicht allzu lange sein, deswegen haben wir auch auf eine regionale Sammlung gesetzt und für den Lounge speziell haben wir aus den Kärntner Coffee Bars den Kaffesatz gesammelt und hatten dadurch einen sehr, sehr kurzen Weg, bis nach Ebenthal zur Firma Waldhaffe gehabt.

Ralf Podszus [00:21:31] Magst du noch was ergänzen zu der Firma, für die du arbeitest, Lukas?

Lukas Bürger [00:21:34] Ja, wir haben die Firma Waldaffe gegründet, speziell für dieses ganze Thema Pellet-Substraterde herzustellen. Und da hat sich das dann natürlich sehr gut ergeben, dass wir die Manu kennengelernt haben, die uns dann eben von dem Problem: Sack-Erde - wie bringen wir das in die Filialen? Und das war eigentlich von Anfang an ein guter Match, weil wir schon gewusst haben, dass wir eine Lösung haben, wo wir diese logistischen Themen eigentlich alle abdecken. Die Herausforderungen, die wir jetzt aktuell sehen, ist, dass das Produkt... Einfach vom Endkunden her noch sehr unbekannt ist, die Anwendung. Man muss das erklären, man muss das auch in der richtigen Positionierung im Markt stehen haben, das richtige Feedback sammeln und dafür ist eben so ein Test, wie wir das jetzt gemeinsam gemacht haben, meines Erachtens, essentiell, damit man daraus lernen kann und das Thema vor allem von der gesamten Innovation weiterentwickelt. Das eine ist die Technologie, das andere ist die Biochemie. Aber oben drüber steht dann eigentlich auch: am Ende muss es der Kunde verstehen, anwenden und gerne anwenden, es muss eigentlich durch die ganze Kette überall ein Hacken sein, dass man das erfüllt. Und da haben wir, glaube ich, noch einige Herausforderungen vor uns, dass dann quasi auch die allgemeine Bekanntheit für solche neuen Produkte Substraterde-Pellets gegeben ist. Das ist sicher eine große Herausforderung noch.

Ralf Podszus [00:22:56] Das wäre nämlich meine Frage: ist das jetzt kein österreichisches Spezialprojekt? Das können wir bald überall sehen, also wenn es dann alle kapieren, weil das ist ja schon wirklich eine große Innovation.

Manuela Schneider [00:23:07] Also aktuell ist das exklusiv in Österreich und auch nur in unseren 120 Tchibo-Filialen erhältlich, die Kaffeeerde Pellets. Weil wir ja sicher viele deutsche Zuhörerinnen hier haben, möchte ich sagen, uns sind alle Touristinnen, die Saison beginnt ja gerade voll, sehr herzlich willkommen. Also gerne auf ein Kaffee bei Tchibo reinschauen und auch die Kaffeeerde mitnehmen. Aber ganz generell gesprochen, wie die Reise weitergeht für die Kaffeeerde, das hängt vom Feedback unserer Kundinnen ab. Also das erste fällt sehr, sehr positiv aus. Und wir sind gespannt, noch mehr von ihnen zu erfahren. Also ich habe auch schon unsere Kundinnennähe erwähnt, dass uns die sehr wichtig ist und auch stolz macht. Und da sammeln wir das Feedback, werten genau aus, wie die Anwendung war, wie die Akzeptanz des Produkts war, wie die Erklärung erfolgen muss. All diese Aspekte kommen da dazu.

Ralf Podszus [00:23:57] Also liebe deutschen Fans von "5 Tassen täglich": noch müssen wir neidisch Richtung Süden schauen, erstmal gucken und hoffen, dass die Österreicherinnen und Österreicher hier dann ordentlich zuschlagen, weil die Idee ist natürlich super. Das ist eigentlich so eine Idee, die sehr viel löst, umweltfreundlich, praktisch, haben wir alles gehört. Eigentlich müsstet ihr doch dann entführt werden und dann irgendwie auf der Insel aufwachen, wo all die anderen sind mit ihren innovativen Ideen. Die Glühbirne, die immer leuchtet und so, die Batterie, die 100 Jahre hält. Danach hört es sich ja tatsächlich an, finde ich, weil hier wirklich krass was passiert. Was kommt denn als nächstes, Manu? Kaffeesatz kann ja noch viel mehr. Habt ihr da schon mal weiter was ausprobiert?

Manuela Schneider [00:24:35] Also wir hatten in der Vergangenheit schon ganz tolle Ansätze. Einerseits seit zehn Jahren mittlerweile, muss ich sagen, seit es unser Kapselrecycling-System gibt in Österreich, wird aus dem Kaffeesatz Strom gewonnen und im Schnitt etwa 40 Haushalte mit ein Jahr lang versorgt. Die Menge, die die Kundinnen an Kapseln zu uns zurückbringen in die Filialen, also es ist schon ein enormer Impact. Wir haben darüber hinaus dann auch andere Vorhaben umgesetzt, zum Beispiel so kleine stylische Tablets für die Kaffeetasse, eben auch mit Kaffeesatz oder in unserem Wiener Büro steht ein ganz tolles Beispiel für Innovation und Design, nämlich ein Besprechungstisch mit der Platte aus Kaffesatz, aus Holzabfällen und ein Biogenbindermittel und das ist auch eine ganz tolle Optik. Wird bei uns viel genutzt für Besprechungen und steht für uns auch in der Zentrale für Innovation und für gelebte Nachhaltigkeit. Und die Kaffeeerde Pellets, das ist jetzt so wirklich etwas, was die Kundinnen in der Breite kaufen können und deswegen gefällt mir das auch besonders gut zum Angreifen, zum Erleben und letztlich auch sich mit dem Produkt so intensiv zu beschäftigen.

Ralf Podszus [00:25:51] Ja krass, was ihr aus Kaffee alles macht, aus Kaffeesatz, Designanwendung sogar, vom Espresso zur Möbeloberfläche, ich sehe dann schon die erste Kaffeeküche komplett aus Kaffeesatz: dann ist es WIRKLICH eine Kaffeeküche. Also dieser österreichische Experimentierkasten da, der ist sehr innovativ, schön zu hören. So, jetzt konzentrieren wir uns erstmal auf die Pellets, dass diese Idee großflächig bekannt wird und dann nach Deutschland und überall hinkommt, das sind jetzt die Hausaufgaben.

Manuela Schneider [00:26:20] Immer gerne.

Ralf Podszus [00:26:21] Dann nehme ich heute mit: Kreislaufwirtschaft beginnt nicht im Lehrbuch, sondern manchmal einfach auch im Blumentopf. Man muss eben nur ausprobieren. Vielleicht schaut ihr beim nächsten Kaffee mal anders auf das, was unten im Filter bleibt. Das ist guter Stoff. Ja, da kann vielleicht demnächst eine Tomate draus wachsen. Vielen Dank, Manu Schneider aus Wien und Lukas Bürger aus Kärnten.

Manuela Schneider [00:26:44] Vielen Dank, wünsche noch einen schönen Tag, Ralf.

Lukas Bürger [00:26:47] Danke für die Einladung, danke, dass wir es vorstellen haben dürfen und einen schönen Tag euch zusammen.

Ralf Podszus [00:26:52] Ich bin Ralf Podszus und wenn euch der Podcast gefällt, dann hört das nächste Mal auch wieder zu. Hört mal in über 140 Folgen "5 Tassen täglich" rein. Mit interessanten Themen. Könnt ihr jetzt direkt im Anschluss hören, lasst dann auch gerne ein Like da und klickt auch gerne auf Abo. Und vielleicht pflanzt ihr demnächst euren ersten Kaffee-Basilikum, der dann auch länger hält. Bis zum nächsten Mal!

Station Voice [00:27:19] "5 Tassen täglich", der Tchibo Podcast. Ihr habt Fragen oder Anregungen zu dieser Podcast-Folge? Wir freuen uns auf eure E-Mail an podcast@tchibo.de