#92 Der Tchibo Produkttest (3): Bettwäsche
Last but not least: der dritte Teil unserer Miniserie „Der Tchibo Produktcheck“. Heute wird’s kuschelig - unsere beiden Produktmanagerinnen, Lara Schmolke und Vanessa Daniel (CNX-L), erzählen uns nämlich ganz ganz viel über Bettwäsche. Welches Material eignet sich besonders gut zu welcher Jahreszeit? Wie entsteht ein Bettwäschedesign bei Tchibo? Und wie sollte ich meine Wäsche am besten pflegen?
“Mit Baumwollbettwäsche kann man fast garnichts falsch machen - sie ist ganzjährig nutzbar: Wenn man keine Frostbeule ist, geht das auch bei Minusgraden, da sie einfach temperaturausgleichend ist.”
Die Trendnachricht! Bettwäsche wird nun knallbunt und floral. Lasst und gemeinsam einkuscheln in farbenfrohe Musselinbezüge.
“Der Trend ist nach Corona weiterhin geblieben: alle wollen es sich gern zu Hause gemütlich machen. Auf aktuellen Messen und Storechecks haben wir die bunte, laute, farbenfrohe Vielfalt der neuen Bettwäschetrends gesehen.”
Ihr fragt euch, wann ihr welche Bettwäsche benutzen solltet?
Im Sommer sind Leinen, Perkal und Seide mit ihren dünnen, glatten Oberflächen und temperaturausgleichenden Eigenschaften besonders zu empfehlen.
Im Winter eignen sich Damast, Biber und Flanell aus kuscheliger Baumwolle und auch aus Microfleece besonders gut, um uns an kalten Tagen warm zu halten.
Zu jeder Zeit passend: Baumwoll-Mischgewebe, Jersey, Musselin, Microfaser, Renforcé und Seersucker. Diese Stoffe überzeugen mit Atmungsaktivität, Saugfähigkeit und Temperaturanpassung und sind somit für kalte und warme Nächten geeignet.
Hört selbst:
Transkript
Der Tchibo Produkttest (3): Bettwäsche
Ralf Podszus [00:00:01] Inspirierende Gespräche, die gibt es hier in diesem Podcast. Die gehen am besten mit frisch gebrühtem Kaffee. Den hole ich jetzt ab, hier bei Tchibo in der Kaffee-Akademie und da ist Indre am Start. Hallo, Indre.
Indre Berendes [00:00:11] Hallo Ralf.
Ralf Podszus [00:00:11] Auf dem Zettel hab ich ein paar Kreuze gekriegt.
Indre Berendes [00:00:16] Du hast ja eine große Bestellung mitgebracht.
Ralf Podszus [00:00:17] Ja, das ist wirklich ganz viel, aber es heißt ja auch 5 Tassen täglich und die wollen hier loslegen. Die haben gesagt, die möchten was Außergewöhnliches trinken. Das sieht sehr lecker aus.
Indre Berendes [00:00:26] Der Caramel Macchiato?
Ralf Podszus [00:00:27] Was ist das genau?
Indre Berendes [00:00:28] Das ist eigentlich nur ein Latte Macchiato mit ein bisschen Sirup drin, in dem Falle Karamellsirup, damit das Ganze nochmal so eine leichte Süße bekommt und durch den Karamell eben nochmal einen etwas anderen Geschmack.
Ralf Podszus [00:00:37] Und ich weiß, dass da 140 Gramm Milchdrink drin sind, weil das hier auf diesem Zettel steht. Und zwei Pump-Karamellsirup-Einheiten.
Indre Berendes [00:00:47] Pump ist eigentlich nur dieses Draufdrücken auf das Ding.
Ralf Podszus [00:00:49] Klingt tatsächlich sehr lecker, hatten wir noch nicht gehabt in diesem Podcast, erinnere ich nicht? Also superschön. Klasse, dann machen wir das doch.
Indre Berendes [00:00:55] Sehr gerne. Das wird auch klassischerweise im Glas wie der Latte Macchiato eben auch, deswegen mache ich hier die Pump noch mit rein. Fertig ist dein Caramel Macchiato.
Ralf Podszus [00:01:05] Vielen Dank!
Indre Berendes [00:01:06] Sehr gerne!
Denise Hettlage [00:01:10] Wir sind mehr zu Hause und das eigene Zuhause hat irgendwie mehr an Wichtigkeit gewonnen und dieser Trend ist, glaube ich, immer noch da. Also alle wollen es sich zu Hause auch gemütlich machen, wollen es sich schön machen und das ist geblieben. Wir kommen so ein bisschen aus einer Zeit, wo viel Beige und eher Naturtöne irgendwie angesagt waren. Und jetzt auf der Messe haben wir wahnsinnig viel Farbe gesehen. Also es wird bunt, es wird laut.
Lara Schmolke [00:01:31] Mit Baumwolle kannst du natürlich gar nichts falsch machen. Die ist ganzjährig nutzbar und wenn man jetzt auch jemand ist, der nicht so wie wir eine Frostbeule vielleicht im Winter ist, dann kann man da auch super bei Minusgraden drin schlafen, da sie einfach temperaturausgleichen ist und auch saugfähig im Sommer. Flanell, Biber sind super für den Winter, einfach schön kuschelig. Und im Sommer schlafe ich zum Beispiel auch sehr, sehr gerne in Leinenbettwäsche. Das ist einfach auch temperaturausgleichend, wenn man abends ins Bett geht und dann hat das echt einen kühlenden Effekt. Man kann trotzdem unter Bettwäsche schlafen und geht da irgendwie nicht ein.
Station Voice [00:02:05] 5 Tassen täglich, der Tchibo-Podcast.
Ralf Podszus [00:02:13] Gute Wahl zu eurem Kaffee. Moin! Schön, dass ihr dabei seid. In diesem Podcast geht es um Kaffeeliebe und Nachhaltigkeit. Denn gut sein und die Welt retten, das ist gar nicht so leicht. Und dann die ewige Frage, Bettwäsche aus Bio-Baumwolle, Leinen oder Biber? Bei 5 Tassen täglich spreche ich mit inspirierenden und vor allem motivierenden Gästen über einen nachhaltigen Lifestyle, die besten Kaffee-Rezepte, Ozeanplastik, politische Wendungen, NGOs und Filialen in Berlin Marzahn zum Beispiel. Ich bin Ralf Podszus und ich melde mich direkt aus der Tchibo-Zentrale in Hamburg im Überseering. Und heute wird es kuschelig. Dafür sorgen meine beiden Gäste. Mir wurde vorhin erzählt, sie sind die Bettwäscheköniginnen. Da bin ich besonders gespannt auf Lara und Denise. Beide sind Produktmanagerinnen, also Expertinnen für Heimtextilien, Bettwäsche, Handtücher und Co. Alles made by Tchibo. Wer hat keine Tchibo-Bettlaken im Wäscheschrank? Hm, mal melden. Ja, seht ihr, also so wichtig sind diese Frauen. Denise und Lara setzen den Schlussakkord in unserer 5 Tassen täglichen Miniserie, der Tchibo-Quali-Check. Hört mal rein in die beiden Vorgängerfolgen. Da haben wir zwei der beliebtesten Tchibo Non-Food-Produktkategorien durchleuchtet, z.B. Sportmode und Möbel. Heute geht es um die dritte Kategorie Heimtextilien. Wer sind die kreativen Köpfe hinter den Yoga-Hosen, dem ausziehbaren Küchentisch und vor allem der Leinenbettwäsche? Ihr lernt Denise und Lara jetzt kennen. Wir haben uns das hier auf bequemer Bettwäsche auch schon gemütlich gemacht. Willkommen ihr zwei!
Lara Schmolke [00:03:52] Vielen Dank, wir freuen uns, hier zu sein.
Denise Hettlage [00:03:54] Dankeschön.
Ralf Podszus [00:03:55] Ja, euer Job ist es, Kundinnen und Kunden qualitativ hochwertige Handtücher, Tischdecken und vor allem eben Bettwäsche zu einem fairen Preis anzubieten. Habe ich das richtig zusammengefasst.
Lara Schmolke [00:04:06] Bis auf die Handtücher ja!
Ralf Podszus [00:04:07] Handtüchern macht ihr nicht.
Lara Schmolke [00:04:08] Handtücher machen wir nicht, das sind meine anderen lieben Kollegen, genau.
Ralf Podszus [00:04:11] Ok, dann liebe Grüße an die Handtuchqueen.
Lara Schmolke [00:04:15] Bei uns liegen hauptsächlich wirklich die ganzen Bettwäschen, also alles, was man sich unter Bettwäsche vorstellen kann, von Baumwollbettwäsche, über Leinenbettwäsche, Seidenbettwäsche aber auch die Bettwaren, also die Inlays, was wirklich in die Bettwäsche reinkommt. Da haben wir Winterbettwaren, Sommerbettwaren. Die ganzen Heimtextilen gehören aber auch zu uns, also Vorhänge, Teppiche, Dekokissenbezüge, Überwürfe fürs Bett, also alles, was irgendwie so die vier Wände ein bisschen schöner macht.
Ralf Podszus [00:04:39] Oh, Überwürfe, das ist so ein Stichwort, ich finds immer total eklig im Hotel. Dann kommst du in dein Zimmer, dann siehst du, wie das Bett da gemacht ist und dann ist da dieser, äh, im Fußbereich noch so eine komische Bettdecke. Man weiß auch nachweislich, dass da 300 Milliarden Bakterien drinnen leben. Ist das so dieser Bettüberwurf, den du meinst?
Lara Schmolke [00:04:55] Nee, ich würde sagen, unserer ist besser. Das ist quasi das, wenn man einen spontanen Besuch bekommt und nicht aufgeräumt hat, schmeißt man ihn schnell übers Bett und hat dann die ganze Wäsche da drunter und es sieht trotzdem aufgeräumt aus. Und auch schöner designt.
Ralf Podszus [00:05:05] Damit man die Schlüpper nicht sieht.
Lara Schmolke [00:05:05] Ja genau.
Ralf Podszus [00:05:07] Okay, der Schlüpperschutz, kann man ja vielleicht immer so sagen. In welcher Bettwäsche schlaft ihr am liebsten? Denise, du brauchst das immer kuschelig warm. Du gehst sogar nie ohne Wärmekissen ins Bett, hab ich gehört.
Denise Hettlage [00:05:17] Das ist richtig, genau. Deswegen bei meiner Bettwäsche, ich liebe Biber im Winter. Alles, was kuschlig und weich ist. Flanell ist auch ganz, ganz schön im Winter, das heißt bei mir darf es gerne, vor allem im Winter schön kuschelig sein.
Ralf Podszus [00:05:30] Aber auch wirklich jede Nacht, egal ob wir minus 3 Grad haben oder plus 10 Grad im Winter?
Denise Hettlage [00:05:35] Tatsächlich ja.
Ralf Podszus [00:05:36] Okay. Und wenn du das mal vergisst, dann kannst du nicht einschlafen.
Denise Hettlage [00:05:40] Nee, ich vergesse es nicht, das gehört mittlerweile wie Zähne putzen zur Routine, das ist fest eingebaut in die Abendroutine, deswegen, das kommt immer mit.
Ralf Podszus [00:05:48] Dann haben wir noch Flanell Lara samt Pflegehund, da ist das Bett dann auch voll.
Lara Schmolke [00:05:54] Und kuschelig, ja, genau.
Ralf Podszus [00:05:56] Was hast du für Pflegehunde? Vielleicht sogar im Plural?
Lara Schmolke [00:05:58] Nee, ist nur einer. Ist eine französische Bulldogge, also klein, deswegen passt sie mit ins Bett und freut sich auch immer über die Edelflanell, in der wir dann schlafen.
Ralf Podszus [00:06:06] Und bei der französischen Bulldogge gehst du dann auch mit Ohrenschützern mit ins Bett, weil die die ganze Zeit nur schnarcht und schnaubt.
Lara Schmolke [00:06:11] Sie tatsächlich nicht, ist eine gute Züchtung.
Ralf Podszus [00:06:13] Und Flanell. Warum dann immer ausgerechnet Flanell? Was macht das Schlaferlebnis mit Flanell so besonders?
Lara Schmolke [00:06:19] Das ist ein Edelflanell, sprich, sie ist doppelseitig angeraut von beiden Seiten. Das unterscheidet sie von einem normalen Flanell, die aber auch schon sehr, sehr schön ist. Und sie hat ein höheres Flächengewicht, sprich sie ist dichter gewebt und dadurch einfach ein bisschen fester und kuscheliger und im Winter meine absolute Lieblingsbettwäsche.
Ralf Podszus [00:06:35] Also wenn ich jetzt, weil ich ja mehr Experte heute werde, durch diese Folge, in den Bettenladen gehe oder bei Tchibo dann bestellen möchte, dann sage ich, ich möchte gerne etwas haben mit mehr Flächengewicht. Was bedeutet jetzt mehr Flächengewicht?
Lara Schmolke [00:06:46] Im Grunde einfach nur, dass die Bettwäsche schwerer ist und enger gewebt ist, also dass sie nicht so weit auseinanderziehbar ist, sondern einfach enger ist in der Webung, in den Garnen. Das bedeutet das und das ist einfach kuscheliger, als wenn sie weiter auseinandergezogen ist.
Ralf Podszus [00:06:58] Aber nicht, dass unten dann alles so schwer auf den Füßen liegt, dass...
Lara Schmolke [00:07:01] Nein, nein. Das ist komplett einmal verteilt und einfach ein bisschen schwerer und kuscheliger. Mag vielleicht auch nicht jeder. Ich finds super kuschelig persönlich. Wenn man es vielleicht ein bisschen weniger kuschelig möchte, kann man auch den normalen Flanell nehmen. Auch die ist super kuschelig. Aber man merkt den Unterschied, wenn man reingreift.
Ralf Podszus [00:07:17] Könnt ihr auch mal erklären, was macht man denn, wenn man irgendwie beim Schlafen im Bett feststellt, oh, jetzt hab ich hier irgendwie mehr so ein Labberding, da fehlt irgendwie der Bezug da drinnen und hinten ist alles so krumpelig, dann steht man auf und schüttelt das nochmal aus, legt sich wieder hin und dann ist das trotzdem so. Ist das dann eine doofe Bettwäsche oder bin ich zu doof?
Lara Schmolke [00:07:35] Vielleicht passt das einfach nicht genau. Vielleicht hast du den falschen Bettbezug mit einem falschen Inlay kombiniert. Da hilft es bei uns zu kaufen, weil dann stimmt es immer überein.
Ralf Podszus [00:07:44] Dann bin ich beruhigt. Die Tchibo-Praktis, Marie und Patricia, die haben Menschen auf der Straße gefragt, mit wem sie am liebsten schlafen. Moment, da muss ich noch mal ... Nee, hier. Worin Sie sich gerne betten, so ist das. Hören wir mal, was die Hamburger und Hamburgerinnen mitten in der City so gesagt haben.
Marie und Patricia [00:08:04] Worauf achtest du insbesondere beim Kauf von Bettwäsche, Handtüchern und Co?
Passant [00:08:07] 100% Baumwolle, muss auch gut aussehen.
Passantin [00:08:10] Also ich denke, ich achte vor allem auf das Material. Ich mag es halt ganz gerne, wenn Handtücher schön flauschig sind und das Design ist eher so eine Nebensache.
Passant [00:08:19] Auf die Marken.
Passantin [00:08:19] Ja, ich achte auch auf das Material, dass es sich gut anfühlt. Aber ich achten auch so ein bisschen auf das Aussehen.
Marie und Patricia [00:08:25] Was ist dein Lieblingsmaterial bei der Wäsche oder hast du ein Lieblingsmaterial?
Passant [00:08:29] Baumwolle, ganz normale Baumwolle.
Passantin [00:08:31] Ich glaube, das heißt Feinbiber. Das ist diese Winterbettwäsche, die finde ich richtig cool. Also wenn es kalt wird, ist das eindeutig meine Lieblingsbettwäsche.
Passant [00:08:41] Ich mag eher so kuschelige Bettwäsche, also so Flanell.
Marie und Patricia [00:08:43] Wie lange behältst du oder benutzt du Bettwäsche, Handtücher und Co? Sind das eher Monate oder Jahre und du darfst sie natürlich auch waschen zwischendurch.
Passantin [00:08:49] Also ich glaube, ich behalte meine Bettwäsche schon mehrere Jahre. Wenn sie dann irgendwann Löcher bekommt, dann leg ich sie auch mal weg. Aber an sich schon mehrere Jahre.
Passant [00:08:57] Monate.
Passantin [00:08:58] Ich behalte sie tatsächlich so zwei bis drei Jahre höchstens. Danach schmeiße ich sie entweder weg oder benutze sie für was anderes.
Ralf Podszus [00:09:08] Sehr interessant, was da so gesagt wurde. Sind das auch so die Fragen, die bei euch immer so auflaufen?
Denise Hettlage [00:09:13] Absolut. Wir sind sehr nah am Kunden dran, wir schauen uns natürlich immer wieder an, was möchte der Kunde gerne, wo liegen vielleicht auch die Probleme, wo können wir uns noch verbessern und da ist es uns natürlich superwichtig, dann auch eine gewisse Qualität zu bringen, die die Kunden eben auch möchten und dass wir wissen, wo die Probleme und wo die Bedürfnisse liegen.
Ralf Podszus [00:09:30] Ich finde es schön, bei Bettwäsche zu sagen, wo die Probleme liegen. Ganz wichtig, das versuchen wir zu ergründen. Flanell, haben wir eben schon gehört, das bietet viele Vorteile. Wir werden nachher noch klären, was sonst noch alles in unserem Bett steckt und was das mit uns macht beim Schlafen. Wie entstehen die Wochenwelten bei Tchibo?
Denise Hettlage [00:09:50] Also wir fangen meistens mit einem Konzept an. Wir überlegen uns, welche Jahreszeit haben wir, wo befinden wir uns und was könnte ein passendes Thema für die Phase sein oder für die Woche sein. Beispielsweise wir sind im Frühling, da haben vielleicht alle Lust, jetzt wieder ein bisschen Frische reinzubringen, die schweren Qualitäten, die kuscheligen, ein bisschen auszutauschen gegen die Standardqualitäten, also die nicht ganz so schwer und kuschlig sind, weil es wird draußen wärmer. Und wir setzen uns dann mit unserem Design-Team zusammen. Und entwickeln als erstes Farbkarten, in welche Farbrichtungen könnte es gehen. Und dann fangen wir an, Dessinierungen zu entwickeln, beziehungsweise die Designerinnen in unserem Fall entwickeln Dessinierungen. Das heißt, wir schauen so ein bisschen, möchten wir Blumen bringen? Welche Blumen könnten es sein? Wie könnten die aussehen? Und dann entwickeln wir diese ganze Farbwelt und diese Dessinierungswelt weiter, bis sie dann am Ende steht. Und dann schauen wir, okay, das ist dann eher Laras und mein Job. Welche Produkte möchten wir dann anbieten? Möchten wir Baumwolle anbieten? Können wir vielleicht Leinen noch integrieren? Also wie viele Qualitäten möchten wir gerne in dieser Woche anbieten? Gibt es vielleicht noch ein Dekokissen dazu oder eine kuschelige Wohndecke oder einen Überwurf, über den wir eben schon gesprochen haben? Und so bauen wir so ein bisschen das Gerüst. Wir stellen die Produktauswahl zusammen und dann legen wir die Dessinierungen und die Farben auf die jeweiligen Bettwäschen. Und so entsteht am Ende das Angebot, was der Kunde, die Kundin dann bei uns kaufen kann.
Ralf Podszus [00:11:13] Und auf welche Farben steht der Deutsche, die Deutsche nun so? Also oft ist ja Deutschland auch immer so grau, silber, schwarz, weiß. Und ich hätte es auch gerne mal so gelb, lila, finde ich wenig als Bettwäsche.
Denise Hettlage [00:11:25] Ja, bei uns tatsächlich ist es sehr farbenfroh, also sehr leuchtend. Wir haben die Erfahrung gemacht, je bunter, vor allem floral, in schönen leuchtenden Farben wie zum Beispiel ein Rot, ein Rosa, funktioniert wahnsinnig gut. Also wir sind gar nicht so trist unterwegs, sondern wir bringen wirklich Farbe ins Schlafzimmer.
Ralf Podszus [00:11:43] Musstet ihr euch da erst so zusammenreißen? Man hat halt immer irgendwie grau und schwarz und so gehabt und dann hat man gesagt, komm, wir probieren mal so einen Hauch orange und dann war es sofort weggekauft. Also was sind da so eure Erfahrungswerte?
Lara Schmolke [00:11:54] Eigentlich hat sich das von vornherein so eingebürgert, dass wir immer versucht haben, sehr divers in unseren Wochenwelten zu sein, einfach verschiedene Kunden abzudecken. Und dadurch hatten wir eigentlich immer schon das Bunte mit drin. Und sehen einfach, dass das voll unser Kunde und unsere Kundin ist und denen das wirklich gefällt. Und wir haben auch schlichtere Wochenwelten dabei, aber wie gesagt auch wirklich diese bunten. Und haben da eigentlich einen guten Mix drin. Aber sehen halt auch, dass uns das so ein bisschen auf dem Markt unterscheidet, dass wir wirklich diese bunten, floralen Bettwäschen mit drin haben.
Ralf Podszus [00:12:23] Man kann ja echt sagen, ihr habt einen kuscheligen Job, das kann man ja nicht bei jedem Job behaupten. Welche Anforderungen braucht es dafür?
Denise Hettlage [00:12:30] Ich glaube, was superwichtig ist, ist ein Grundinteresse natürlich einmal für Einrichtung oder sich so ein bisschen damit befassen zu wollen und dann, wenn es in Richtung Textilien geht natürlich auch so ein gewisses Gespür oder Interesse daran, wie sich Stoffe anfühlen, wie sie gemacht sind und ganz viel mit den Jahren kommt dann natürlich Erfahrung dazu. Aber ich glaube, es ist superwichtig, sich grundsätzlich damit auseinandersetzen zu wollen, Interesse zu haben und Interesse zu haben, welches Material nehme ich und wie fühlt sich etwas an und wie kuschelig ist das. Und ich glaube, da wir alle ja täglich in Bettwäsche schlafen, haben wir da auch von vornherein schon eine gute Basis, mit der wir anfangen können.
Ralf Podszus [00:13:09] Nein, nein, nein. Ich schlafe immer im Schlafsack. Kommt ihr nicht permanent in Versuchung, während der Arbeit ein kleines Nickerchen mit all diesen bequemen Kissen und Decken zu machen?
Lara Schmolke [00:13:18] Also das geht tatsächlich. Das, was uns öfter passiert, dass es doch manchmal ein bisschen kalt vielleicht im Büro ist und dann haben wir super viele Decken hinter uns liegen und dann können wir uns schön zudecken. Also man sieht bei uns im Stockwerk regelmäßig immer Kolleginnen und Kollegen, die eine Decke von uns übergeworfen haben.
Ralf Podszus [00:13:33] Gibt es so etwas wie Trends in Sachen Sleeping?
Denise Hettlage [00:13:36] Auf jeden Fall. Also, wie eben schon angesprochen, was Farben und Designs angeht, auf jeden Fall, wir sind da oft relativ konstant, weil wir eben eine entsprechende Kundin haben, aber natürlich haben wir auch den Trend aufgenommen, dass es in den letzten Jahren eher ein bisschen beige war, ein bisschen ruhiger, Leinen ist aufgekommen. Also, wir haben Materialien hinzugenommen, die wir vorher noch nicht gemacht haben. Musselin war auch so ein Thema, was wir auch natürlich aufgegriffen haben.
Ralf Podszus [00:14:02] Musselin, was ist Musselin?
Denise Hettlage [00:14:04] Musselin ist eine Baumwollqualität, die so ein bisschen gekrinkelt ist, würde ich jetzt mal, die hat so eine ganz schöne Oberflächenstruktur und die ist in den letzten Jahren aufgepoppt und die haben wir natürlich aufgegriffen. Also wenn wir sowas am Markt sehen, wir gehen ja regelmäßig auf Storechecks oder besuchen Messen, schauen uns die neuen Angebote unserer Lieferanten an und da können wir natürlich immer super viel rausziehen.
Ralf Podszus [00:14:27] Das hört sich ja schon fast an wie ein Tchibo-Kaffee. Guten Tag, ich hätte gerne einen gekrinkelten Mussolini. Designt ihr selbst? Also wie bekommt ihr das Design, den Preis und die Qualität zusammen? Was gefällt den Kunden und Kundinnen am besten?
Lara Schmolke [00:14:42] Wir haben ein In-House-Design-Team, also wir beide designen nicht selbst, wir sind die Produktmanager, die hinter dem Produkt stehen. Aber wir haben ein ganz tolles Design-Team die wirklich die Designs selbst und per Hand erarbeiten. Das ist wirklich ganz spannend, das zu sehen und auch immer für die Kolleginnen das dann wirklich im Laden hängen zu sehen. Preis, Qualität und Produkt bekommen wir insoweit zusammen, dass es einfach jahrelange Lieferanten sind, mit denen wir zusammenarbeiten, die unsere Anforderungen kennen und wo wir genau wissen, wie viel Farbe können wir auf eine Bettwäsche geben, um immer noch den Preis halten zu können. Das ist einfach Erfahrungswerte und lange Zusammenarbeit mit den Lieferanten.
Ralf Podszus [00:15:14] Das finde ich ja interessant, weil, du hast gesagt, dass mit der Farbe, je mehr Farbe desto teurer...
Lara Schmolke [00:15:20] Durchaus, genau. Also bei uns ist zum Beispiel maximal zwölf Farben, dann haben wir einen bestimmten Preis. Wenn wir jetzt sagen, oh Mensch, die Blume, die braucht unbedingt noch diese eine Farbe mehr, dann kostet das auch mehr tatsächlich.
Ralf Podszus [00:15:31] Und wie ist das so in Relation? Jetzt hier noch ein Gelb mehr rein, dann 20 Euro drauf, oder?
Lara Schmolke [00:15:35] Nein, nein, das nicht. Es handelt sich dann um Centbeträge, aber die machen natürlich auch was aus dann overall.
Ralf Podszus [00:15:42] Zwölf Farben. Das hört sich jetzt schon krass bunt an. Ich weiß nicht, ob ich dann noch einschlafen kann.
Lara Schmolke [00:15:45] Doch, das geht auf jeden Fall. Es sind ja Pastelltöne, sind vielleicht verschiedene Grünshades auch einfach, mit der eine Blume dargestellt wird, um einfach so einen tollen Aquarell-Look zum Beispiel zu bekommen. Und da braucht man dann nicht nur einen Grünton für den Stängel, sondern mehrere. Und das macht das dann einfach schon aus. Also wir kommen schon relativ schnell eigentlich auf diese zwölf Farben.
Ralf Podszus [00:16:02] Ja, ganz spannend, Lara. Könnt ihr beiden was erzählen zu den Einrichtungstrends 2024? Was ist da so angesagt? Wir sind ja immer noch in so, ich sag mal, Krisenzeiten. Kuschelt man sich da mehr ein, nimmt man dann 24 Farben ins Bett. Was habt ihr da so für Erfahrungen?
Denise Hettlage [00:16:21] Wir kommen tatsächlich gerade ganz frisch von einem Storecheck. Wir waren gerade in Paris und haben dort auch eine Messe besucht und haben uns da in dem Zuge natürlich sehr viel mit den Trends für das kommende Jahr beschäftigt. Und was man auf jeden Fall sieht, Corona hat es schon gezeigt, wir sind mehr zu Hause und das eigene Zuhause hat mehr an Wichtigkeit gewonnen. Und dieser Trend ist, glaube ich, immer noch da. Also alle wollen es sich zu Hause auch gemütlich machen, wollen es sich schön machen. Und das ist geblieben. Was wir ganz stark sehen, ich hatte es eben schon mal kurz angesprochen, dass, wir kommen so ein bisschen aus einer Zeit wo viel beige und eher Naturtöne irgendwie angesagt waren. Und jetzt auf der Messe haben wir wahnsinnig viel Farbe gesehen. Also es wird bunt, es wird laut, auch nicht nur in so gedeckten Farben, sondern wirklich es darf auch das knallige Blau sein, es darf das knallige Grün sein. Also da ist wirklich sehr, sehr viel Farbe und sehr viel Varianz in den Formen reingekommen. Also ganz viele unterschiedliche Formen und Farben in Kombination. Also es wir wirklich bunt zu Hause.
Ralf Podszus [00:17:17] Und laut hast du gesagt, ich will doch schlafen, da muss es doch ruhig sein.
Denise Hettlage [00:17:20] Ja, dunkel.
Ralf Podszus [00:17:23] Dunkel und bunt, ja, genau. Wenn es dann stockdunkel ist, da soll man ja am besten schlafen, wenn alles komplett pechschwarz ist, dann sieht man ja gar nicht mehr die bunte Bettwäsche, dann kann ich ja gleich schwarz kaufen.
Denise Hettlage [00:17:33] Ja, aber tagsüber, es ist ja länger hell als dunkel. Und tagsüber sieht man die Bettwäsche ja durchaus.
Ralf Podszus [00:17:39] Gibt es Unterschiede zwischen euren Käufern und Käuferinnen in Bezug auf Filiale, Online oder Supermarktregal? Und kauft man überhaupt Bettwäsche im Supermarktregal? Also Mensch!
Lara Schmolke [00:17:49] Ja, das auf jeden Fall, das merken wir immer und jeden Tag eigentlich in unserem täglichen Doing, dass wir immer schauen müssen, welche Anforderungen hat wirklich jeder Vertrieb bei uns. Im Supermarkt achten wir zum Beispiel darauf, dass es wirklich bunt ist. Der Kunde kauft da sehr, sehr gerne unsere floralen, bunten Designs. Und es ist natürlich auch eine Preisthematik im Supermarkt, weil das Einkaufen, das weiß glaube ich jeder von uns, ist echt teuer geworden mittlerweile. Und dann wandert auch nicht nochmal unbedingt eine 50 Euro Bettwäsche mit in den Einkaufswagen. Da gucken wir natürlich, dass wir preiswertere Produkte anbieten. Es ist ja auch einfach so ein bisschen Spontankauf. Du läufst bei uns am Tchibo-Regal vorbei im Supermarkt, bist eigentlich auf der Suche nach deiner Milch, siehst eine schöne Bettwäsche und nimmst sie dann mit. Und in der Filiale ist es ja schon eher ein Zielkauf. Also der Kunde geht bewusst in unsere Filiale rein, holt sich sein Käffchen vielleicht und sieht da nochmal unsere schönen Sachen und sagt, ach Mensch, eine Bettwäsche brauche ich ja, die hole ich mir jetzt auch nochmal. Und online ist mittlerweile auch wirklich sehr, sehr groß und sehr, sehr wichtig bei uns geworden. Hier können wir sehr diverse Sachen spielen, von Schlicht über Baumwolle über Leinen, bis hin zu ganz, ganz bunten Sachen. Und hier spielen wir auch mit dem Preis. Also hier bieten wir Seidenbettwäsche an, hier bieten wir aber auch was günstigeres in Baumwolle an. Also hier haben wir wirklich auch noch mal einen Kunden, der bewusst was sucht und der bei uns eigentlich auch alles finden kann. Also online versuchen wir wirklich, alles abzudecken.
Ralf Podszus [00:19:04] Jetzt versuchen wir auch mal alles abzudecken, weil, es gibt so viele verschiedene Materialien, auf denen wir pennen können. Zählt doch bitte mal alle auf, die es gibt. Ich hab vorhin ja auch schon mal Biber gehört und stecken da Biber mit drin in der Decke. Also was gibts da alles?
Lara Schmolke [00:19:19] Ja, super, super viel. Es gibt Baumwolle, das ist so das Klassische, was wir auch ganz, ganz viel machen, was eigentlich unsere Hauptqualität ist. Es gibt Mikrofaserbettwäschen, es gibt Leinenbettwäschen, Seidenbettwäschen, Musselin, Flanell, Edelflanell, Biber, Jacquardbettwäsche, die quasi ein Muster draufhaben, Jerseybettwäsche. Es gibt bestimmt auch noch ganz viel mehr. Baumwollsatin fällt mir gerade noch ein.
Ralf Podszus [00:19:44] Ja, zwei musst du noch.
Lara Schmolke [00:19:46] Zwei muss ich noch? Komme ich später nochmal drauf zurück.
Ralf Podszus [00:19:49] Ich glaube, dir fallen immer wieder welche ein. Das ist schon wahnsinnig viel gewesen. Und was sind das so alles für Unterschiede? Also jetzt bin ich ja schon wieder völlig überreizt quasi. Wenn ich das nächste Mal so eine Bettwäsche kaufe, dann hätte ich mir vorher halt einfach so eine Baumwollbettwäsche eingepackt und wäre relativ glücklich gewesen. Aber jetzt überlege ich, verdammt, warum habe ich nicht schon jahrzehntelang in Flanell mit Biber geschlafen?
Lara Schmolke [00:20:10] Es ist natürlich auch immer so eine Typ-Sache. Mit Baumwolle kannst du natürlich gar nichts falsch machen. Die ist ganzjährig nutzbar. Und wenn man jetzt auch jemand ist, der nicht so wie wir eine Frostbeule vielleicht im Winter ist, dann kann man da auch super bei Minusgraden drin schlafen, da sie einfach temperaturausgleichend ist und auch saugfähig im Sommer. Also Baumwolle ist per se eine super Qualität, mit der man gar nichts falsch machen kann. Ja, wie schon gesagt, Flanell, Biber sind super für den Winter, einfach schön kuschelig. Dann freut man sich immer richtig abends aufs Bett, so geht es mir zum Beispiel.
Ralf Podszus [00:20:37] Schon beim Aufstehen freue ich mich sehr wieder aufs Bett.
Lara Schmolke [00:20:39] Ja, das stimmt auch tatsächlich. Das hatte ich heute Morgen auch wieder, schön am Montag. Und im Sommer schlafe ich zum Beispiel auch sehr, sehr gerne in Leinenbettwäsche. Das ist einfach auch temperaturausgleichend, aber halt auch kühlend. Es wirkt halt wirklich kühlend im Sommer, wenn man abends ins Bett geht und zum Beispiel unsere Wohnung ist echt warm im Sommer und dann hat das echt einen kühlenden Effekt. Man kann trotzdem unter Bettwäsche schlafen und geht da irgendwie nicht ein. Also das ist, finde ich, bei Leinenbettwäsche superschön. Und zur Qualität kann ich sagen, die Baumwollbettwäsche ist eine Naturfaser, die ganz normale Baumwolle bei uns, die schön glatt ist. Dann die Flanellbettwäsche, das ist auch Baumwolle, aber sie ist einfach aufgerauter. Hier haben wir, wie gesagt, den Unterschied bei uns, dass wir ein Edelflanell haben, die ist doppelseitig aufgeraut, der Flanell ist einseitig ausgeraut. Und die Leinenbettwäsche, meine Lieblingsqualität im Sommer, ist halt eine andere Naturfaser und dadurch natürlich auch ein bisschen anders gewebt und dadurch kommt dieser kühlende Effekt.
Ralf Podszus [00:21:29] Leinen kann ja auch so richtig schön, bei so einem 35 Grad-Tag, wo es nachts auch noch irgendwie fast 30 Grad sind, da kann Leinen ja auch wirklich so was Kühlendes irgendwie haben. Man braucht eigentlich gar keine Decke, aber ich muss immer was über meinen Füßen liegen haben, sonst kann ich nicht einschlafen und dann packe ich mir dann halt auch irgendwas Leichtes dann da drüber, so, das ist dann einfach mit Leinen gewährleistet.
Denise Hettlage [00:21:50] Definitiv, also ich finde es super im Sommer. Es ist schön luftig auch. Es ist auch nicht ganz so dicht gewebt wie jetzt zum Beispiel eine schwerere Baumwollqualität und dadurch einfach leichter, luftiger und kühlt.
Ralf Podszus [00:22:01] Was macht Tchibo alles, um eine gute Qualität zu gewährleisten?
Lara Schmolke [00:22:05] Da machen wir super viel. Da kann man sich auch super mit unserem Qualitätsteam austauschen. Wir haben bei uns unten eine eigene Qualitätsabteilung im Büro. Da haben wir eine Waschküche, Trockner, alles stehen. Und da wird wirklich jedes Muster auf Herz und Nieren geprüft. Wie läuft es ein? Im besten Fall natürlich nicht, sonst würden wir es nicht anbieten, verwaschen sich die Farben? Verzieht sich der Reißverschluss?
Denise Hettlage [00:22:26] Fusselt es?
Lara Schmolke [00:22:28] Fusselt sie, genau, pillt sie, geht alles ab. Das wird da einmal komplett geprüft und sobald die Ware in der Produktion ist und bei uns wieder angeliefert wird, gibt es dann Stichproben, die gemacht werden um immer noch mal zu gucken, ist es wirklich alles so wie besprochen.
Ralf Podszus [00:22:41] Die Qualitätschecker, also sehr wichtig. Und dann gibts ja auch die Tchibo Waschküche. Kann man da auch immer seine Wäsche mit hinbringen und mal voll machen, während man arbeitet, voll praktisch eigentlich, so ein Eco-Modus. Und dann ist das nach neun Stunden arbeiten dann auch alles fertig in der Waschmaschine.
Lara Schmolke [00:22:54] Das wäre schön, das können wir mal vorschlagen. Nee, aber das ist wirklich für unsere Bettwäschen, Heimtextilien gedacht. Da haben wir eine große Auswahl an Waschmaschinen und Trocknern stehen, bei uns unten in der Waschküche. Und da sind wirklich die Kollegen und Kolleginnen immer unterwegs und testen da unsere Bettwäschen einmal komplett durch. Mit schön Waschpulver werden sie dann in verschiedensten Waschgängen gewaschen, was für die Bettwäsche geeignet ist, also dass sie auch wirklich auf 60 Grad waschbar sind und nicht nur auf 30 vielleicht. Dann wird das einmal komplett geprüft, mehrmals entweder aufgehängt, dann zu schauen, wie trocknet es denn so an der Luft oder halt wirklich im Trockner ist es Trocknergeeignet oder verzieht sich da irgendwas.
Ralf Podszus [00:23:27] Ich bin in eurer Waschküche auch schon mal gewesen, da stehen wirklich sehr viele Waschmaschinen auf jeden Fall rum und da wird ja auch verschiedenes Waschmittel benutzt, auch um das mal durchzukalkulieren, wie das so ist mit dem, mit Flüssig, mit Pulver und so weiter, also da wird schon alles Mögliche ausprobiert. Und was passiert, wenn man dann merkt, die Bettwäsche ist ja doof, dann muss man sich eben verabschieden davon.
Lara Schmolke [00:23:46] Genau, im ersten Step geht man dann in den Austausch mit den Lieferanten und sagt Mensch, du, das und das ist nicht in Ordnung, es fusselt oder es verzieht sich oder es läuft ein. Im besten Fall kann uns der Lieferant dann eine Verbesserung bestätigen und stellt uns ein neues Muster vor oder aus irgendwelchen Gründen kann er es nicht verbessern und dann verabschieden wir uns von dem Produkt.
Ralf Podszus [00:24:04] Bettwäsche ja eigentlich immer auf 60 Grad waschen, du hast aber eben auch 30 Grad erwähnt. Also das gibts durchaus auch, ist das denn sensiblere Bettwäsche.
Lara Schmolke [00:24:10] Ja, zum Beispiel Seidenbettwäsche. Die wäscht man bei 30 Grad.
Ralf Podszus [00:24:14] Welche Rolle spielt Langlebigkeit, also wie lange kann ich getrost in Tchibo-Bettwäsche schlafen? Falls man das so pauschal sagen kann.
Lara Schmolke [00:24:22] Lange. Da spreche ich aus eigener Erfahrung oder wir. Das kann man auf jeden Fall sehr, sehr lange. Natürlich ist es ein Produkt, das irgendwann abnutzt. Das ist einfach so, weil man wäscht es natürlich häufig. Man schwitzt da vielleicht drin. Es geht mit einem auf Reisen oder von Umzug zu Umzug. Man hat natürlich irgendwann Abnutzungsspuren, besonders bei so einem Spannbettladen. Da liegt man ja wirklich drauf. Das raut vielleicht irgendwann auf. Also irgendwann muss man es natürlich wechseln. Aber per se halten die erst mal sehr lange
Ralf Podszus [00:24:46] Ist es so wie beim Duschhandtuch, man riecht noch mal dran. Einen Tag geht das noch. Wenn die Expertinnen hier schon mal sitzen im Bezug auf Schlafen, wie lange soll ich denn in der aktuellen Bettwäsche schlafen? Drei Tage, eine Woche, zwei Wochen, bis der Lebenspartner sagt, wenn du jetzt nicht gleich die Bettwäsche wechselst?
Denise Hettlage [00:25:05] Ich glaube, das ist super individuell, wie viel schwitzt man, wer liegt vielleicht noch so mit im Bett, liegt der Hund noch mit drin oder liegt das kleine Kind noch mit drin, dann sollte man es natürlich öfter waschen. Aber...
Ralf Podszus [00:25:14] Diese Sabberwesen!
Denise Hettlage [00:25:15] Ja, wer weiß, was das da alles, ne? Genau, deswegen, ich glaube, das ist grundsätzlich eine sehr individuelle Frage auch, ne, der individuelle Anspruch. Ich glaube, es wäre schon empfehlenswert, die so nach sieben bis zehn Tagen mal zu waschen und frisch zu beziehen. Aber ich glaube so per se gibt es da keine Vorschrift, wann tatsächlich das gemacht werden sollte. Das darf dann jeder individuell entscheiden.
Ralf Podszus [00:25:40] Wie macht ihr denn das so persönlich? Du mit Pflegehund zum Beispiel wahrscheinlich öfter.
Lara Schmolke [00:25:44] Dann definitiv öfter. Grad hat sie auch irgendwie so ein Haarverlust. Also schüttelt sich immer gerne im Bett, deswegen, das hat sie heute Morgen erst wieder getan. Ich denke jetzt noch mal zwei Tage und dann muss die Bettwäsche einmal durch die Wäsche.
Ralf Podszus [00:25:55] Wie ist es bei dir?
Denise Hettlage [00:25:56] Bei mir schläft nicht der Hund, sondern das Kind mit im Bett. Und da ist es ähnlich.
Ralf Podszus [00:25:59] Haart auch?
[00:26:01] Nee, es haart nicht. Dann gibt es nachts doch mal die eine oder andere Milchflasche noch und da geht dann mal was daneben. Deswegen bei uns wird die auch auf jeden Fall einmal die Woche wird sie gewechselt.
Ralf Podszus [00:26:10] Ich hab mal gehört, dass man eigentlich mindestens auch einmal im halben Jahr seine Schlafmatratze umdrehen soll. Wegen kleinen Mitbewohnern und so, Milben und alles. Das nehm ich mir jetzt schon seit fünf Jahren vor, dass ich das mal mache. Wie oft habt ihr schon eure Schlafmatratze umgedreht?
Denise Hettlage [00:26:26] Auf jeden Fall nicht alle sechs Monate, würde ich jetzt mal behaupten. Zwischendurch mal aufstellen und lüften hilft auf jeden Fall. Wenn man sowieso mal ein Wochenende weg ist, die mal einmal hochzustellen, dass ein bisschen Luft von allen Seiten nochmal drankommt, das hilft auf jeden Fall, vielleicht sollten wir uns auch einen Reminder nochmal ins Handy tickern, nach sechs Monaten die einmal umzudrehen.
Ralf Podszus [00:26:44] Wieder was gelernt, wenn man jetzt mal zwei oder drei Tage weg ist. Einfach die Matratze mal hinstellen vom Bett und lüften lassen. Ja, eigentlich ist ja auch ganz plausibel so. Wie soll ich denn meine Wäsche am besten waschen und pflegen?
Denise Hettlage [00:26:56] Also Bettwäsche eigentlich am besten bei 60 Grad. Gegebenenfalls, also unsere Bettwäschen sind eigentlich meistens Trocknergeeignet. Es hilft aber auch, die zwischendurch mal aufzuhängen und nicht immer in den Trockner zu stecken. Das macht die Bettwäsche auf jeden Fall noch ein bisschen langlebiger.
Ralf Podszus [00:27:11] Vorhin fiel mal einmal ganz kurz das Wort Spannbettlaken, da sind gleich bei mir die Nackenhaare hochgegangen. Hat Tchibo vielleicht auch mal jetzt ein Spannbettlaken erfunden, was nicht immer von jeder Seite so wegschrubbelt? Ich hasse Spannbettlaken und ich weiß auch immer nie die Größe und dann gibt es da Tausende und dann kaufe ich extra so ein großes und trotzdem ist das immer so knapp und an einer Ecke gehts dann nicht ran und dann rappelt sich das wieder alles auf und ich möchte das Bett einfach vor Wut anzünden. Wann wird das einfach mal innovativ erfunden, dass man dann auch sieht, dass da draufsteht, das ist die richtige Seite, das ist falsche Seite? Gibts da mal irgendwann jemanden, der ein sehr innovatives Spannbettlaken erfindet?
Lara Schmolke [00:27:48] Also ich würde sagen, wir haben schon ein ganz gutes, das ist ein Jersey-Spannbettlaken. Die sind einfach sehr, sehr dehnbar. Also ich muss sagen, ich achte da überhaupt nicht drauf, welches die längere oder kürzere Seite sein könnte. Ich ziehe es einfach drüber und es passt immer. Also vielleicht solltest du mal unsere Jersey-Spannbettlaken ausprobieren. Die sind da wirklich empfehlenswert, weil sie einfach super dehnbar sind.
Denise Hettlage [00:28:06] Und die werfen keine Falten, das finde ich immer superwichtig. Da bin ich ganz allergisch gegen, wenn das Spannbettlaken so Falten hat und so Krater, das passiert immer auch.
Ralf Podszus [00:28:14] Immer im Kopfbereich, dann bist du damit fertig und dann ist alles glatt, aber genau dann da, wo du deinen Nacken hast oder so, sind dann diese Falten und ähm, ja, okay, also das würde dann weniger Wut kurz vorm Schlafengehen bedeuten. Jersey, muss ich mal merken.
Lara Schmolke [00:28:26] Würde helfen, ja.
Ralf Podszus [00:28:27] Und Jersey ist auch Baumwolle.
Lara Schmolke [00:28:29] Genau, das ist richtig. Das ist auch eine Baumwollqualität.
Ralf Podszus [00:28:31] Und dann gibt es aber auch so unterschiedliche, dann gibts so raue, dann denk ich mir, jetzt rubbel ich meine Haut auf, wenn ich mich im Bett bewege und dann gibt es auch wieder so glatte Spannbettlaken.
Lara Schmolke [00:28:39] Die Jersey ist die aufgeraute Variante, die du wahrscheinlich meinst. Wir haben auch glatte Baumwollvarianten. Allerdings sind die ein bisschen fester. Da könnten deine Wutanfälle da...
Ralf Podszus [00:28:49] Ja, die kenne ich dann. Okay, also dann, wenn ich dann das Entspannte haben möchte, das entspannte Gespannte, dann eher die raue Jersey-Variante.
Lara Schmolke [00:28:59] Musst du mal probieren, ja.
Ralf Podszus [00:29:00] Mach ich sehr gerne. Dann reden wir jetzt noch mal über Bettdecken. Da gibts ja auch ganz viele verschiedene Größen und was für ein Inlay und so. Klärt uns doch mal auf, Denise und Lara, was gibts da so? Und was hat wann dann wie welchen Vorteil?
Denise Hettlage [00:29:14] Also, Bettdecken, dann sprechen wir ja von dem Inlay, also das, wo der Bettbezug dann drübergezogen wird am Ende. Und da haben wir natürlich Winter- und Sommerqualitäten. Im Winter ist alles von der Wärmeklasse wird das genannt, ein bisschen höher. Das heißt, wir haben eine bessere Wärme darunter. Wir haben Bettdecken, die sind gefüllt mit Schurwolle. Das ist dann ganz kuschelig. Wir haben natürlich auch die klassischen Daunenbettdecken. Wir haben aber auch welche, die jetzt ohne tierische Materialien sind. Und dann haben wir, was die Größen angeht, wir haben eine Übergröße dabei, also sprich, wenn jetzt ein Paar gerne unter einer Bettdecke schlafen möchte.
Ralf Podszus [00:29:45] Ah ja, ich hatte gedacht, du hättest mich eben Dick genannt.
Denise Hettlage [00:29:49] Das ist dann eher für zwei, drei Personen oder eine Person, die es gerne sehr groß mag. Die haben wir natürlich im Angebot.
Ralf Podszus [00:29:56] Also ich sag mal, Pärchenbettdecken, da verliert immer einer oder eine, ja? Also das ist immer so, man zieht das immer weg im Schlaf und da gibts einfach nur Stress, Streit. Du hast heute wieder meine Bettdecke weggezogen, also das kann ich mir persönlich nicht vorstellen. So eine Bettdecke ist, jedes Mal, wenn du im Hotel bist, oh nein, das ist nur eine Bettdecke. Dann gehts schon los. Wird das mehr gekauft oder eher weniger gekauft?
Denise Hettlage [00:30:16] Im Moment eher noch weniger, wobei wir schon merken, dass die Nachfrage da ist. Also ich glaube auch, es gibt vielleicht viele verliebte Paare, die das gerne mögen. Oder auch vielleicht der Mann, der das nicht so schlimm findet, wenn er nur noch zur Hälfte bedeckt ist nachts. Das weiß ich nicht. Damit die Frau sich einmummeln kann. Aber ich glaube, auch so Thema Familie.
Ralf Podszus [00:30:33] Da kommt der nackte, kalte Fuß auf einmal im Winter, der noch auf die Haut zugeht. Das ist dann die nächste Stufe. Erst mal aussaugen mit der Wärme. Dann wird das abgetastet am Körper so rum. Und dann noch, nee nee nee, ich bleibe in meiner eigenen Bettdecke eingekuschelt.
Denise Hettlage [00:30:46] Ja, aber ich glaube auch so das Thema Familienbett wird auch immer größer, dass das Kind vielleicht mit drin schläft und dann eine große Decke für alle. Genau, und was vielleicht noch zu erwähnen ist, wir haben manchmal auch so spezielle Bettdecken, wie zum Beispiel eine Gewichtsbettdecke, die wirkt nochmal sehr beruhigend zum Beispiel oder wir haben auch so Bettwaren, die einen besonders kühlenden Effekt haben für den Sommer, ein Cooling-Kopfkissen zum Beispiel, genau, das ist dann für die heiße Jahreszeit auf jeden Fall empfehlenswert.
Ralf Podszus [00:31:12] Noch mal einmal ganz kurz zurück zur Gewichtsbettdecke, was ist denn das ganz genau?
Denise Hettlage [00:31:16] Das ist einfach eine Bettdecke, die besonders schwer ist.
Ralf Podszus [00:31:20] Warum will man das?
Denise Hettlage [00:31:21] Hm, weil es,
Ralf Podszus [00:31:22] Schlafwandler, dann können die nicht raus aus dem Bett.
Denise Hettlage [00:31:24] So schwer sind sie dann doch nicht, aber es hat nachweislich einen sehr beruhigenden Effekt, wenn man etwas Schweres auf sich draufhat. Man kennt das oft auch, dass Menschen, die gerade Angst haben oder die sich gerade nicht so wohlfühlen, sich ein Kissen nehmen und das so ein bisschen auf den Schoß legen und diese Gewichtsdecke hilft einfach abends runterzukommen, zur Ruhe zu kommen und man soll darin nachweislich ruhiger und besser schlafen.
Ralf Podszus [00:31:46] Denise, vielleicht hast du jetzt damit vielen geholfen, die Schlafprobleme haben und vielleicht mal so was ausprobieren sollten.
Denise Hettlage [00:31:53] Ist auf jeden Fall einen Versuch wert.
Ralf Podszus [00:31:55] Wir sind am Ende angelangt. Danke Denise und Lara für die interessanten Einblicke in euer Wäscheteam.
Denise Hettlage [00:32:00] Sehr gerne, vielen Dank für die Einladung.
Lara Schmolke [00:32:01] Vielen Dank.
Ralf Podszus [00:32:03] Ich bin Ralf Podszus und ich freu mich schon aufs Schlafengehen. Ihr habt jetzt richtig Lust drauf gemacht, find ich gut. Wenn euch diese Podcastfolge gefällt, dann lasst gerne ein Like da und abonniert ihn überall, wo es Podcasts gibt. Wir gönnen uns jetzt, finde ich, noch so ein heißes Getränk, okay?
Lara Schmolke [00:32:16] Das klingt gut.
Denise Hettlage [00:32:17] Sehr gerne.
Ralf Podszus [00:32:18] Indre hat sicher noch was Leckeres dampfen. Und das war die dritte und letzte Folge von unserem Tchibo-Quali-Check. Ich freue mich auf die nächste Folge. Bis dahin, tschüss!
Station Voice [00:32:32] 5Tassen täglich, der Tchibo-Podcast. Ihr habt Fragen oder Anregungen zu dieser Podcastfolge? Wir freuen uns auf eure E-Mail an podcast@tchibo.de