Das Tchibo Kaffee-Länderprogramm: Kenia
Bisher waren sechs Länder Teil unseres Kaffeeprogramms. Nun kommt ein siebtes hinzu: Unser Projekt in Kenia ist angelaufen und somit ist Kenia nun offiziell Teil unseres Kaffeeprogramms. Unsere Tchibo Nachhaltigkeitsaktivitäten in Kenia haben bereits eine lange Historie. Das erste, große Mount Kenya Projekt startete bereits 2010 und wir freuen uns, dass wir im Rahmen unseres Tchibo Kaffeeprogramms nun mit neuen Partnern wieder in dieser Region aktiv werden. Natürlich nehmen wir euch wieder mit auf die Reise, also kommt mit uns nach Ostafrika, genauer gesagt nach Kirinyaga an den Mount Kenya!
Kenia, eines der bekanntesten Anbauländer für Kaffee, gelegen im Osten Afrikas und grenzend an weitere Kaffeeländer - wie Äthiopien, Tansania und Uganda - sowie im Südosten grenzend an den Indischen Ozean, bietet mit seinem Vulkangebiet rund um den Mount Kenya hervorragende Wachstumsbedingungen für die Kaffeepflanze. Der Name der Region „Kirinyaga“ kommt aus der Sprache der einheimischen Kikuyu und bedeutet „der strahlende Berg“, womit der Mount Kenya gemeint ist.
"Die Zusammenarbeit von NKG mit der Inoi Kooperative und den anderen Partnern spiegelt das wiedererweckte Interesse der kenianischen Gemeinschaften am Kaffeeanbau wieder. Diese Zusammenarbeit wird zu einer nachhaltigen Steigerung der Kaffeeproduktivität und damit auch zu einer Verbesserung der Lebensgrundlagen der Menschen und zu mehr Umweltschutz beitragen." William von Ibero Kenya (NKG)
Klimawandel, Bodenerosion, Verlust von Biodiversität und natürlich das Einkommen der Farmen - das sind die identifizierten Herausforderungen in Kenia. Entsprechend sind unsere Ziele im Projekt: Anpassung an den Klimawandel durch die Förderung regenerativer Anbaupraktiken, Steigerung von Produktivität und Qualität, Einkommensdiversifizierung sowie Gender- und Jugendinklusion. So gestaltet sich das im Projekt:
Neue (aber altbekannte) Projektpartner
Gemeinsam mit Rainforest Alliance und Ibero (NKG) Kenya arbeiten wir mit der Inoi Farmer Cooperative Limited, in Kirinyaga zusammen.
Worum geht es im Projekt?
Die Inoi-Kooperative hat ungefähr 5.000 aktive Mitglieder. In unserem Projekt geht es um die Unterstützung dieser Farmer*innen - mit Fokus auf Themen wie nachhaltige Anbaupraktiken, Produktivitätssteigerung und Einkommensdiversifizierung. Wir möchten dabei insbesondere Jugend- und Frauengruppen besser unterstützen.
Ganz konkret werden wir in diesem Projekt sogenannte „Lead-Farmer*innen“ sowie Mitarbeitende der Kooperative trainieren. Im Vordergrund steht dabei das Wissen über nachhaltige Anbaupraktiken, Kompostierung und ökologische Düngemittel und Kaffeeaufbereitung. Die „Lead-Farmer*innen“ geben ihr erlerntes Wissen dann an ihre Nachbar*innen und Peers weiter, mit zusätzlicher Unterstützung von Agronomen, die das Projekt begleiten. Des Weiteren finanziert das Projekt den Aufbau und die Instandhaltung von Baumschulen für Kaffeesetzlinge und Schatten- bzw. Obstbäumen sowie den Aufbau bzw. die Verbesserung der Demo-Farmen, die teilweise bereits auf dem Gelände der Kooperative bestehen. Wir wollen zum Einen regenerative Anbaupraktiken implementieren, um ihre Wirkung zu demonstrieren, und zum Anderen die Produktivität steigern, sodass die Kooperative zusätzliche Einnahmen generieren kann, mit denen unter anderem wichtige Infrastrukturverbesserungen vorgenommen werden können.
Zum Projektstatus: Was ist bereits passiert?
Und wie geht es weiter?
Im März hat ein erster Besuch bei der Kooperative stattgefunden. Während dieser Reise haben wir auch den ersten Workshop mit den Projektpartner*innen und Vertreter*innen der Kooperative durchgeführt. Ziel war es, ein gemeinsames Verständnis unserer Ziele und Maßnahmen zu entwickeln und dabei die Bedürfnisse der Kooperative und der Farmer*innen einzubinden. Das haben wir auch geschafft!
Beim offiziellen Projekt-Start im Juni sind dann fast 1.000 Kaffeefarmer*innen, Jugend- und Frauengruppen sowie wichtige Stakeholder aus dem Kaffeesektor zusammengekommen. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern konnten wir unser Programm vorstellen, das Interesse der Farmer*innen wecken und damit den Grundstein für die kommenden Aktivitäten legen.
Bereits im August haben die Trainings der „Lead-Farmer*innen“ in Kooperation mit dem kenianischen Coffee Research Center (CRI) begonnen. Da jetzt im Oktober die nächste Erntezeit in der Mount Kenya Region gestartet ist, werden wir außerdem die Mitarbeitenden der Kooperativen im Hinblick auf die Qualitätssicherung bei der Nass-Aufbereitung des Kaffees schulen.
Unser Tchibo Kaffeeprogramm | Kurz zusammengefasst:
Als Familienunternehmen ist es für uns selbstverständlich, Verantwortung zu übernehmen. Dafür setzen wir uns mit unserem Kaffeeprogramm schrittweise in vielen Kaffee-Anbauregionen ein – für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen und mehr Umweltschutz:
- Unterstützung von Mensch und Natur durch Nachhaltigkeitsprojekte im Ursprung – unabhängig von externen Siegeln
- Problemlösung gemeinschaftlich mit den FarmerInnen sowie mit starken Partnern vor Ort
- Verifizierung der Fortschritte durch unabhängige Analysen der Rohkaffee-Lieferketten von „Enveritas“
Das Tchibo Kaffeeprogramm.