Mensch & Verantwortung
PERU

Der Name ist (Kaffee-)Programm (8): Peru

Es gibt wieder Neuigkeiten in unserem Tchibo Kaffeeprogramm. Wir haben ein weiteres Land aufgeschaltet: Peru!

Nachdem wir Mitte letzten Jahres Kenia als weiteres Land in unser Kaffeeprogramm integriert haben, richten wir den Blick nun nach Südamerika. Und natürlich möchten wir euch auch dieses Land vorstellen, das wir nun in unser Kaffeeprogramm aufgenommen haben: Buenos días Peru!

Bei Peru denken viele sicherlich direkt an Machu Picchu, die alte Inka-Stadt, an den Titicacasee, Alpakas, Lamas oder auch Paddington Bär, der ursprünglich ebenfalls aus Peru stammte. Doch neben alldem ist Peru natürlich noch weitaus mehr als das! Unter anderem nämlich auch eines der größten Kaffeeanbauländer: Peru ist der drittgrößte Kaffeeproduzent in Südamerika und der neuntgrößte weltweit. Auf ca. 350.000 Hektar wird dort Kaffee angebaut - vor allem im tropischen Klima in Höhen von 1.000 bis 1.850 Metern. In Peru finden sich viele kleine, familiengeführten Kaffeefarmen.


“Es ist aktuell eine große Herausforderung mit dem Kaffeeanbau weiterzumachen. Schädlinge und Krankheiten führen zu großen Verlusten und durch die sich verändernden Regenfälle gehen die Ernteerträge zurück. Viele Menschen verlassen Kaffee und bauen z.B. Kakao an. Aber wir wollen weiterkämpfen, weil wir das Produkt lieben." Corali, Kaffeefarmerin aus Peru


Um mehr über die Herausforderungen und Besonderheiten im Kaffeeanbau dieses Landes zu erfahren, nimmt uns Dorian Goraj aus dem CR-Team heute mit in den Ursprung. Im Interview erzählt er uns, wie wir uns die Situation vor Ort vorstellen können und welche Maßnahmen im Rahmen des Kaffeeprogramms angegangen werden.

Warum Peru?

Peru ist ein wichtiges Kaffeeanbauland für Tchibo. Der Kaffee aus Peru steckt zum Beispiel in Produkten wie Latin Grande, Feine Milde, Beste Bohne und Barista. Die Analysen, die wir von Enveritas bekommen, haben ein erhöhtes Risiko für Armut, Bodenerosion und Wasserverschmutzung in der Region Junín gezeigt, aus der wir viel Kaffee beziehen. Die

Ernteerträge sind dort noch mal niedriger als im Durchschnitt des Landes und knapp ein Drittel der Landwirte erleiden Ernteausfälle von mindestens 50 % durch Schädlinge und Krankheiten. Hier setzen wir an.

Was heißt das konkret? Welche Maßnahmen werden ergriffen? Mit welchen Zielen?

Junín liegt östlich der Hauptstadt Lima und ist geprägt von Landwirtschaft. Der Kaffeeanbau stellt einen zentralen Bestandteil im Leben vieler Farmer*innen dar. Gemeinsam mit unserem Lieferanten Perhusa haben wir ein Programmkonzept entwickelt, das die erwähnten Risikobereiche adressiert – zum Beispiel mit der Steigerung der Produktivität & Qualität sowie

klimaresilientem & regenerativem Anbau. Außerdem ist seit einigen Jahren zu beobachten, dass viele junge Menschen den Kaffeeanbau verlassen, um in den Metropolregionen Arbeit zu finden. Hier möchten wir durch die Zusammenarbeit mit Schulen Jugendliche für die Möglichkeiten in der lokalen Kaffeeindustrie begeistern.

Mit unserem Programm werden wir über die nächsten 5 Jahre mit 1.800 Farmer*innen in vier Provinzen zusammenarbeiten. Dafür haben wir ein Team aus 6 Agronomen aufgestellt, das vor Ort auf angelegten Demonstrationsflächen Trainings durchführt. Diese Demonstrationsflächen gehören ausgewählten Farmer*innen und sind so verteilt, dass möglichst kurze Wege für die Teilnehmenden entstehen. Zur Unterstützung der Agronomen haben wir noch sog. „Change Leader“ ausgewählt, die als Bindeglied zu den Farmer*innen funktionieren, diese einmal pro Monat besuchen und den Umsetzungsprozess begleiten.

Was hat dich in Peru besonders fasziniert?

Junín gehört zum tropischen Regenwald in Peru. Die Landwirtschaft findet zu einem großen Teil als Agroforst statt. Dadurch ist die gesamte Region sehr grün und die Biodiversität deutlich höher, als wir es von der Landwirtschaft in Deutschland kennen. Außerdem ist es sehr bergig in Junín und die Straßen sind oft in keinem guten Zustand. Um

aus dem nächsten Ort zu den höhergelegenen Farmen zu gelangen, muss man lange Fahrten auf sich nehmen. Die Farmer*innen untereinander sind hier oft nur lose organisiert und es gibt nur wenige Kommunen oder zusammengeschlossene Gemeinden. Gerade diese Menschen möchten wir mit unserem Kaffeeprogramm gezielt erreichen und ihnen die Unterstützung anbieten, die ihnen in den letzten Jahren gefehlt hat.


“Das Tchibo Kaffeeprogramm setzt einen Fokus darauf Farmer*innen das Wissen mitzugeben, die Produktivität und Qualität ihrer Kaffeepflanzen zu steigern. Dadurch werden sie ermächtigt ihr Einkommen zu steigern und ihre Lebensverhältnisse selbst zu verbessern.“

Dorian Goraj aus dem CR-Team


Das Tchibo Kaffeeprogramm. Macht einen Unterschied.

Unser Tchibo Kaffeeprogramm | Kurz zusammengefasst:

Als Familienunternehmen ist es für uns selbstverständlich, Verantwortung zu übernehmen. Dafür setzen wir uns mit unserem Kaffeeprogramm schrittweise in vielen Kaffee-Anbauregionen ein – für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen und mehr Umweltschutz:

  • Unterstützung von Mensch und Natur durch Nachhaltigkeitsprojekte im Ursprung – unabhängig von externen Siegeln
  • Problemlösung gemeinschaftlich mit den FarmerInnen sowie mit starken Partnern vor Ort
  • Verifizierung der Fortschritte durch unabhängige Analysen der Rohkaffee-Lieferketten von „Enveritas“