5 Tassen täglich

#136 Qbo, Kaffee und Kunst: Kreativität, die Gutes bewirkt

Kaffee macht nicht nur uns kreativ, sondern ist auch ein wichtiger Begleiter für Kunstschaffende selbst:
In unserer neuen Kaffee Podcast Folge „Fünf Tassen täglich“ haben wir gleich zwei spannende Gästen vor dem Mikro: Christina Hansen, aus dem Preparation System Team sowie den Berliner Künstler Cevin Parker. Gemeinsam wird Kaffee und Kunst zelebriert – denn die beiden beleuchten das gemeinsame Projekt, bei dem unsere Qbo Kapsel Maschinen sich in kleine Kunstwerke verwandeln.

Im Rahmen einer kreativen Kooperation haben drei unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler ihren ganz persönlichen Stil auf eine Qbo Iconic gebracht. Vom Street-Art- und Graffiti-Design bis hin zu grafischen Illustrationen und skulpturalen Ergänzungen – die Kapselmaschinen zeigen den jeweiligen, individuellen Stil und werden dadurch zu echten Unikaten und wertvollen Kunstgegenständen.

Kreativität kennt keine Grenzen

Bei der Auswahl der Künstler setzt das Team der Produktentwicklung rund um Christina Hansen auf künstlerische Vielfalt. Das Motto: weniger Vorgaben - maximale Freiheit für die Gestaltung.


„Uns war es total wichtig, dass wir möglichst wenig Vorgaben machen und ihnen eigentlich komplett freie Hand lassen in der Gestaltung der Maschinen. Denn am Ende ist es ja auch deren Kunstwerk, was hier entstanden ist.“ – Christina Hansen


Künstler Cevin Parker aus Berlin, der seinen Kaffee am liebsten mild und mit viel Milch trinkt, setzt bei seinem Design auf eine abstrakte Ausgestaltung, die die Maschine durch skulpturale Elemente ganz neu wirken lässt.


„Natürlich gab es Herausforderungen dadurch, dass ich mir natürlich auch beide anderen Künstler angeschaut habe und mir gesagt habe, es sollen drei wirklich komplett unterschiedliche Maschinen werden. Und ich von der Malerei weggegangen bin und das Thema Skulptur inkludiert habe.“ – Cevin Parker


Jetzt mit abstimmen und Gutes tun

Die Abstimmung findet auf dem Instagram-Kanal @qbo.coffee zwischen dem 16. und 22. März statt.
Wer abstimmt, nimmt nicht nur automatisch an einer Verlosung der Maschinen teil, sondern kann auch etwas Gutes bewirken: Insgesamt 30.000 Euro spendet Tchibo im Rahmen des Projektes an die von den Künstlern selbst ausgewählten sozialen Projekte. Das Design mit den meisten Stimmen erhält 12.000 Euro, der zweite Platz 10.000 Euro und der dritte Platz 8.000 Euro von Qbo.

Alle Insights von Cevin über Projekt und den Schaffungsprozess hört ihr in der Folge. Und wir sind gespannt, welches Design euch am besten gefällt!

Transkript:

5 Tassen täglich – Der Tchibo Podcast / Kaffeewissen to Go                                 Kann Kaffee Kunst? Die Qbo Künstlerkooperation
(Cevin Parker)

Station Voice [00:00:04] 5 Tassen täglich. Kaffee Wissen to go.

 

Ralf Podszus [00:00:12] Moin, ich bin Ralf Podszus und ich freue mich, dass wir heute über Kunst reden. Kaffeekunst. Unser tägliches Lieblingsgetränk, das schmeckt nicht nur köstlich oder macht im richtigen Moment wach, es wird auch künstlerisch eingesetzt. Es gibt zum Beispiel Kaffeemalerei, Coffee Art Painting. Gemalt wird mit aufgebrühtem Kaffee, da gibts dann verschiedene Konzentrationen und dann eben auch verschiedene Brauntöne. So entstehen realistische Portraits nur mit Kaffee. So sepia-artige Bilder, sehr detailreich. Und in den ersten Tagen nach Kunstvollendung riechts auch noch richtig gut. Ja, dann gibt es Kunst mit Kaffeebohnen, brasilianische und kolumbianische Künstler, die haben sich hier spezialisiert, Bohnenmosaike zu kulturellen Motiven zu legen, teilweise sogar riesengroß. Und? Kaffeeflecken-Kunst können wir morgens beim Frühstück auch selbst machen, wenn wir versehentlich unsere volle Tasse verschütten. Dann nicht drüber ärgern, guckt mal nach, ob euer ausgelaufener Kaffee auf dem Tisch nicht zufällig auch ein Kunstwerk hingezaubert hat. Die italienische Künstlerin Giulia Bernardelli wurde international bekannt, weil sie aus Kaffeeflecken Landschaften und Figuren entwickelt. Sie macht Kaffeeflecken-Kunst, mal zufällig, mal absichtlich. Und bei Kaffee Wissen to go ist heute ganz absichtlich Cevin Parker. Der Berliner Cevin ist für seine abstrakten Gemälde bekannt, er lässt sich oft von der Traumpsychologie und der Farbpsychologie inspirieren, seine Werke verbinden oft feine Acrylschichten mit Sprühtechniken. Und jetzt kommt bei ihm auch noch Kaffee ins Spiel. Hi Cevin!

 

Cevin Parker [00:01:56] Hi Ralf!

 

Ralf Podszus [00:01:57] Bei mir ist auch Coffee Sprecherin Karina. Moin!

 

Karina Schneider [00:02:00] Moin Ralf.

 

Ralf Podszus [00:02:01] Und die Hütte wird noch voller, Produktmanagerin Christina Hansen ist mit am Start, sie ist für das Tchibo-Kapselsystem Qbo verantwortlich.

 

Christina Hansen [00:02:08] Hi Ralf!

 

[00:02:11] Was jetzt Künstler Cevin und Qbo Kapselmaschine für gemeinsame Sache machen, das klären wir jetzt. Wird sich für alle am Podcast-Kopfhörer lohnen. Oder, Karina?

 

Karina Schneider [00:02:22] Ja, wir starten in die große K-Reihe, würde ich sagen. Moin erstmal. Und ein herzliches Willkommen an euch beide, Christina und Cevin. Christina, du bist ja das allererste Mal bei uns im Podcast. Ich freue mich sehr. Und natürlich starten wir mit Kaffee. Wie trinkst du denn deinen am allerliebsten?

 

Christina Hansen [00:02:39] Ich trinke eigentlich am allerliebsten so einen richtig schönen, großen Cappuccino mit Hafermilch. Gern auch aus meiner Lieblingstasse, die ich bei einem Urlaub in Miami gekauft habe.

 

 

Karina Schneider [00:02:51] Davon möchte ich auf jeden Fall nachher noch ein Foto sehen. Mich würde interessieren, jetzt haben wir ja von Ralf eben schon eine ganze Menge über Kaffee und Kunst gehört und wir werden dann noch ein bisschen tiefer heute einsteigen, denn das Thema Kreativität liegt ja ganz nah und wir haben zum Beispiel im letzten Kaffeereport herausgefunden, dass 63 Prozent der Deutschen glauben, dass die Welt ohne Kaffee weniger ideenreich wäre, und darüber hinaus brauchen über die Hälfte der Deutschen ein bis zwei Tassen Kaffee, um ihr kreatives Genie zu wecken. Jetzt interessiert mich natürlich, liebe Christina, wie seid ihr bei Qbo als Team denn auf die Idee gekommen, eine Künstlerkooperation zu machen und Kaffee und Kunst zu verbinden?

 

Christina Hansen [00:03:32] Ja, also eigentlich ist die Idee total natürlich entstanden im Rahmen unserer Arbeit im Produktmanagement. Denn wir haben eigentlich immer mehr festgestellt, dass unsere Kapselmaschinen gar nicht nur so schnöde Kaffeemaschinen sind, sondern eigentlich auch selbst Designobjekte. Wir stecken ja total viel Arbeit in das Design. Wir arbeiten mit ganz tollen Produktdesignern zusammen und stecken viel Zeit in Material, Design, Farben. Und da lag es irgendwie total nahe, das auch noch mal mehr in den Vordergrund zu rücken. Und dann haben wir uns gefragt, wie können wir das denn schaffen, das Ganze noch mehr in den Vordergrund zu stellen? Und da kam die Idee zustande, mit Künstlern zusammenzuarbeiten und die Maschine selbst ja wie so eine Art Leinwand im Grunde darzustellen.

 

Karina Schneider [00:04:22] Ihr seid als tatsächlich bei einer guten Tasse Kaffee auf die Idee gekommen, Kaffee und Kunst zu verbinden. Wie schafft ihr es denn dann, die richtigen Partner dafür zu finden? Also wie seid ihr auf die Künstler aufmerksam geworden?

 

Christina Hansen [00:04:33] Ja, wichtig war uns vor allem erstmal, dass wir sehr zugängliche und nahbare Kunst für uns gewinnen und da mit den Künstlern zusammenarbeiten. Und gleichzeitig wollten wir natürlich nicht beliebig erscheinen. Und wir wollten, dass die Kunst auch sehr unterschiedlich ist, damit wir dann wirklich drei ganz unterschiedliche Kunstwerke auf unseren Qbo-Maschinen bekommen. Und dann sind wir einfach in die Recherche eingestiegen. Ehrlich gesagt haben wir sehr viel bei Instagram recherchiert und geschaut, wer dort so aktiv ist und haben dann mit unseren drei Künstlern wirklich ganz, ganz tolle, sehr unterschiedliche Künstler gefunden und auch ganz tolle Kunstwerke bekommen.

 

Karina Schneider [00:05:15] Du bist also quasi von der Produkt- und Projektmanagerin zur Kunstliebhaberin vielleicht geworden. Gab es denn etwas, wo du sagen würdest, hatten die Künstler komplett freie Hand oder habt ihr ihnen irgendwelche Vorgaben gemacht?

 

Christina Hansen [00:05:28] Uns war es eigentlich total wichtig, dass wir möglichst wenig Vorgaben machen und ihnen eigentlich komplett freie Hand lassen in der Gestaltung der Maschinen. Denn am Ende ist es ja auch deren Kunstwerk, was hier entstanden ist.

 

Karina Schneider [00:05:42] Sehr schön. Erst mal vielen Dank für die Hintergrundinfos zu diesem Prozess. Vielleicht kannst du uns noch einmal die anderen beiden Künstler kurz vorstellen, die neben Cevin bei euch mitgemacht haben. Und dann hören wir gleich mal, was Cevin uns zu erzählen hat, als es dann so richtig mit der Maschine und ihm losging.

 

 

Christina Hansen [00:05:56] Ja, also wie gesagt, wir haben drei ganz tolle und auch sehr unterschiedliche Künstler für uns gewinnen können. Da haben wir zum einen Zebu, ein Kunst- und Gestaltungsduo aus Berlin, bestehend aus Lynn Lehmann und Dennis Gärtner. Und die Illustration der beiden findet man vor allem auf Magazincovern, Briefmarken tatsächlich oder auch auf Plakaten. Die beiden haben aber auch schon tatsächlich große Häuser bemalt mit so Wandmalereien. Dann haben wir Manuel Skirl, ein Street-Artist und Graffiti-Künstler aus Wien. Und der designt vor allem Kunstwerke im öffentlichen Raum, hat zum Beispiel schon in Wien und Erfurt ganz tolle Kunstwerke im öffentlichen Raum gestaltet. Und dann haben wir natürlich Cevin Parker, der ja auch heute im Podcast dabei ist und sich bestimmt auch gleich noch selbst vorstellen wird.

 

Karina Schneider [00:06:51] Magst du noch erzählen, hinter der Aktion steht ja nicht nur die Verwandlung einer Kapselmaschine in Kunst, sondern auch noch ein ganz tolles Spendenprojekt. Was verbirgt sich denn dahinter?

 

Christina Hansen [00:07:02] Genau, also wir wollten das Ganze auch noch mit einer Spendenaktion koppeln und nicht einfach nur die Kunstwerke verlosen und man kann abstimmen für das Lieblingsdesign bei Instagram vom 16. bis 22. März und wenn man abstimmt für sein Lieblingsdesign nimmt man automatisch an der Verlosung teil und das Design mit den meisten Stimmen erhält 12.000 Euro für eine wohltätige Organisation. Der zweite Platz bekommt 10.000 Euro und der dritte Platz 8.000 Euro und die Künstler durften selbst entscheiden, mit welcher Spendenorganisation sie zusammenarbeiten und haben sich wirklich für drei total tolle, sehr lokale Organisationen entschieden. Zebu hat sich entschieden für Gangway e.V. aus Berlin, Manuel Skirl für Sindbad aus Wien und Cevin Parker hat sich für die Björn Schulz Stiftung entschieden. Das ist ein Kinderhospiz in Berlin.

 

Karina Schneider [00:08:00] Super, Christina. Vielen Dank für die Aufklärung. Dann nochmal an dich, Cevin, ein ganz herzliches Willkommen. Schön, dass du den Weg aus Berlin zu uns gefunden hast, wobei wir natürlich sagen müssen, in diesem Fall digital, und wir hier zwischen Hamburg und Berlin zusammenkommen können. Vielleicht müssen wir auch bei dir damit anfangen, die wichtigste Frage zu stellen. Wie trinkst du denn deinen Kaffee, Cevin?

 

Cevin Parker [00:08:21] Hey, erst mal nochmal, bei mir ist es so, ich trinke meinen Kaffee gerne nicht so stark mit sehr viel Milch. Ich bin aber auch so, dass mir ein Kaffee am Tag reicht, um einfach fit zu sein, um wach zu werden, da ich eh nicht so viel Schlaf immer brauche.

 

Karina Schneider [00:08:39] Okay, sehr spannend. Und den ersten Kaffee, der ist dann auch tatsächlich morgens oder dann wirklich so während der kreativen Schaffensphase.

 

Cevin Parker [00:08:46] Tatsächlich ist er meist im Studio. Ich bin kein Morgenmuffel, was meiner Frau eher negativ aufs Gemüt schlägt und bin eigentlich immer superfit und quatsche sie auch immer voll. Deswegen, der erste Kaffee kommt tatsächlich dann so ins Reinkommen, in den Tag, in die Arbeit, im Studio.

 

Karina Schneider [00:09:04] Sehr cool. Wie fandest du denn die Idee, einer Kaffeemaschine ein neues Designerkleid zu verpassen?

 

 

Cevin Parker [00:09:09] Ich glaube, da würde ich einen Ticken ausholen, um zu sagen, als Künstler ist es immer so ein bisschen Abwägungssache, wenn man in einem Corporate und einer Brand arbeitet. Für was steht es? Was soll es sein? Da muss ich tatsächlich sagen, die Grundidee von Tchibo war einfach von Grund auf sehr schlüssig. Wirklich mit Künstlern aus der Kunstwelt zu arbeiten und denen freie Hand zu lassen im Großen und Ganzen. Deswegen bin ich tatsächlich mit meinem Team relativ easy in die Idee reingekommen, etwas ganz anderes zu machen, als man überhaupt schon mal von mir gesehen hat und auch was anderes als Malerei.

 

Karina Schneider [00:09:50] Und gab es, während du dich dieser Idee dann genähert hast, irgendwelche Herausforderungen oder irgendwelchen Schaffenskrisen, wie man sich das vielleicht bei Künstlern vorstellen könnte?

 

Cevin Parker [00:09:59] Natürlich gab es Herausforderungen. Dadurch, dass ich mir natürlich auch beide anderen Künstler angeschaut habe und mir gesagt habe, es sollen drei wirklich komplett unterschiedliche Maschinen werden. Und ich von der Malerei weggegangen bin und das Thema Skulptur inkludiert habe. Das heißt, die Maschine wurde komplett auseinandergenommen, virtuell und digital. Um dann eine komplette Skulptur drum zu bauen. Wenn man es jetzt einfach auf der Tonspur hört, kann man sich es wahrscheinlich nicht vorstellen. Das heißt, wir haben gemeinsam sehr eng mit einem Designbüro zusammengearbeitet, die sich auf 3D spezialisiert haben und haben gemeinsam Renderings und Ideen zusammengeworfen und die dann über den 3D-Druck zum Leben erweckt, was natürlich, wenn man jetzt denkt, 3D-Druck, super herausfordernd ist, weil alles muss passen. Es ist ein fertiges Produkt, was schon fertig, perfekt fertig ist, was aber jetzt noch eine neue Kleidung bekommt, sozusagen. Das heißt, es musste super passen, was uns zu vielen Herausforderungen gebracht hat, gerade im Fitting, im Druck und auch vom Zeitaufwand, weil es ist halt nicht ein gemalter Strich, sondern so ein Druck eines Parts, der aus acht Parts bestand, hat einfach 24 Stunden teilweise gedauert.

 

Karina Schneider [00:11:18] Wow! Und sag mal, in was für einer Farbwelt bist du da unterwegs?

 

Cevin Parker [00:11:22] Ich habe mich hierbei wieder an den typischen Farben orientiert, die ich auch sonst nutze. Meine Kunst ist sehr angelehnt an die Farbpsychologie, an die positiven und negativen Punkte einer Farbe, wie jetzt grob gesagt zum Beispiel Blau. Blau steht einerseits für Hoffnung, aber andererseits auch für den Tod. Das heißt, man hat immer einen positiven, einen negativen Aspekt. Eine Farbe in dieser Welt hat keinen grundlegenden negativen Aspekt und das ist rosa. Rosa steht rein für Sanftmut, Offenheit und das Weiche und deswegen habe ich mich tatsächlich eher in dieser Welt von Rosa-Violett gepaart mit der wirklichen Farbe der Maschine, die es ja in vielen verschiedenen Farben gibt. Wir haben uns für weiß entschieden und waren dann eher in dieser Farbwelt, sodass es halt auch beim Betrachten auf Fotos eher surreal aussieht. Obwohl es halt ein wirkliches, echtes Objekt ist.

 

Karina Schneider [00:12:16] Ja, das klingt richtig schön. Das Design ist ja nun auch wirklich außergewöhnlich geworden. Alle drei Designs sind außergewöhnlich schön geworden. Jetzt mal Butter bei die Fische, liebe Christina, oder Kaffee in die Tassen. Die Kunstwerke lassen wir jetzt so stehen oder sollen die auch noch Kaffee zubereiten können?

 

Christina Hansen [00:12:32] Nein, also daraus bereitet man lieber keinen Kaffee mehr zu. Und ehrlich gesagt wäre das auch viel zu schade. Wir wollen ja auch keine Kaffeeflecken auf den tollen Kunstwerken haben.

 

Ralf Podszus [00:12:42] Ich würde mich über rosa Kaffee freuen, ganz ehrlich.

 

Christina Hansen [00:12:46] Wäre mal was anderes. Nein, also wir wollten eben bewusst auch einen Alltagsgegenstand wie eine Kaffeemaschine so transformieren, dass es eben nicht mehr die Funktion einer Kaffeemaschine hat, sondern dann wirklich nur noch Kunstwerk ist. Ich weiß nicht, ob ihr den Künstler Daniel Spoerri kennt, aber der hat so gedeckte Tische im Grunde an die Wand genagelt und von diesen Tischen isst ja schließlich auch keiner mehr. Und insofern wird aus unserer gestalteten tollen Kaffeemaschine jetzt zukünftig auch niemand mehr Kaffee trinken, aber keine Sorge, alle Gewinner erhalten noch eine herkömmliche Qbo Iconic und können dann nach Herzenslust Kaffee daraus genießen.

 

Karina Schneider [00:13:31] Cevin, mich interessiert noch einmal sehr die Frage nach der Organisation, mit der du zusammenarbeitest und die nachher am Ende von dem Gewinnprozess deine Spende erhalten wird. Erzähl uns doch mal, was es mit der Björn Schulz Stiftung auf sich hat.

 

Cevin Parker [00:13:44] Da ich vor knapp zweieinhalb Jahren Vater geworden bin und das Leben dadurch sich halt sowieso komplett verändert und man irgendwie mehr versteht halt, dass Kinder einfach die Zukunft sind, war es für mich ein Punkt, dass ich unbedingt etwas mit Kindern machen wollte. Und da kam einfach die, nach großem Research, die Björn Schulz Stiftung in den Fokus, weil es sich einfach darum dreht, Kinder, die vielleicht nicht mehr die Möglichkeit haben, die Zukunft in ... 20, 40, 50 Jahren zu verändern, trotzdem noch die Zeit, die sie haben, hier so schön wie möglich gestalten zu lassen. Und gerade die Björn Schulz Stiftung hat sich darauf spezialisiert, dass es nicht nur dem Kind gut geht, sondern dass auch die Familien mit inkludiert werden. Das heißt, dass eine familiäre Atmosphäre bestehen bleibt, ohne diesen Hospiz-Charakter. Und darauf haben die sich so ein bisschen spezialisiert und sind da total schön und versuchen da einfach... Es fühlt sich immer sehr, sehr schwer an, das so über die Lippen zu bringen, aber die letzten Tage einfach noch sehr, sehr schön gestalten zu können.

 

Karina Schneider [00:14:51] Das klingt nach einem wirklich richtig schönen Anliegen und wir drücken jetzt schon mal die Daumen für die Abstimmung, für dich, aber natürlich auch für die anderen beiden Künstler Zebu und Manuel Skirl und sind gespannt, wie es denn laufen wird. Und wenn ihr euch schon mal einen Überblick verschaffen wollt, könnt ihr das gerne bei uns im Unternehmensblog tun. Da haben wir eine ganze Reihe von Fotos der gestalteten Kunstwerke für euch bereitgestellt und natürlich vor allen Dingen auch auf Instagram, auf @tchibo, @qbo und bei den Künstlern direkt. Und ja, dann sind wir ganz gespannt, wenn jetzt der Abstimmungsprozess losgeht und bis zum 22. März abgestimmt werden kann. Ralf, ich bin gespannt, was du zu dieser Kaffee- und Kunstverbindung sagst.

 

Ralf Podszus [00:15:36] Auf jeden Fall schaut auch in die Shownotes dieser Podcast-Folge. Da findet ihr auch die Verlinkungen dorthin. Dann könnt ihr euch nochmal alles ganz genau anschauen auf jeden Fall. Das fühlt sich richtig klasse an. Cevin, so hast du mal auch einen ganz anderen Blick in Richtung Kaffee bekommen. Also nicht nur trinken, sondern auch mal künstlerisch rangehen. War doch auch mal eine neue Erfahrung mit einem Lebensmittel Kunst zu machen am Ende.

 

Cevin Parker [00:16:00] Total. Es ist schwierig mit Lebensmitteln irgendwas sowieso zu machen, aber mit etwas, was im Alltag immer präsent ist und vielleicht aber in den Hintergrund oftmals rückt. Irgendwas zu schaffen, was einen Designaspekt hat und somit den Alltag oder das Alltagsobjekt, Kaffeemaschine, so stark in den Fokus zu rücken, dass es vielleicht einen speziellen Platz in der Küche bekommt oder ähnlichem, war ganz toll. Einfach mal den Blickwinkel zu verschieben. Ich glaube, als Künstler ist das immer ganz schön, das zu sehen und ich freue mich zwangsläufig auch darüber, das zu sehen, wie darauf reagiert wird. Und es ist egal, welche Maschine die meisten Stimmen bekommt, wer den größten Spendensatz bekommt, es geht um den guten Zweck.

 

Ralf Podszus [00:16:43] Vielen Dank in die künstlerische Runde! Kaffee kann Kunst! Klasse! Wieder was gelernt! Danke Cevin, Christina und Karina!

 

Christina Hansen [00:16:51] Vielen Dank.

 

Karina Schneider [00:16:51] Vielen Dank.

 

Cevin Parker [00:16:53] Dankeschön.

 

Ralf Podszus [00:16:53] Hin und wieder geht es mit Kaffee und Kunst jedoch auch mal schief. Galerien und Museen, die berichten von Unfällen mit Kaffee, Besucher und Besucherinnen mit Coffee-to-go-Bechern, die kommen der Kunst zu nah und dann schwupps, schwappt was rüber. Deswegen mussten schon Arbeiten auf Papier mühsam restauriert werden. Deshalb gilt auch in vielen Museen ein striktes Kaffeeverbot. Außer der Kaffee hängt an der Wand. Oder steht als Maschine vielleicht bei euch zu Hause demnächst rum. Und lässt die Wohnung neu erstrahlen. Hört euch noch mehr Kaffee Wissen to go Folgen an, am besten jetzt im Anschluss. Bis zum nächsten Mal!

 

Station Voice [00:17:33] 5Tassen täglich, Kaffee Wissen to go.